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Film: Vernünftige Energiepolitik - zum Wohl von Mensch und Natur

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"Der Energiewende fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept. Insbesondere bei der Förderung von Windkraft, Photovoltaik und Biomasse gibt es gravierende Fehlentwicklungen, die unserem Land sehr schaden....  Film jetzt anschauen!
www.vernunftkraft.de

NEU:

Erwin Michels: „Einnahmen generieren“ und „Wertschöpfung“

„Einnahmen generieren“ und „Wertschöpfung“

Diese Worte sind Standard-Vokabular der Chefs übergeordneter Verwaltungen geworden. Dabei wird den Gemeinden erklärt, dass die laufenden Kosten zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur ohne zusätzliche Einnahme nicht zu stemmen seien.

Der wahre Grund für die großen Fehlplanungen unserer Zeit ist die Überschuldung von Bund, Ländern und Kommunen. Rheinland-Pfalz ist dabei  auf den vorderen Plätzen. Die Landesregierung, so kommt es vielen Bürgern vor, sieht sich hier in der Rolle eines Gerichtsvollziehers der nach allem Verwertbaren schaut. Meldet eine Kommune dringend Finanzbedarf an, wird zuerst nach allem Verwertbaren geschaut. Den waldreichen Landkreisen wird klargemacht, doch ihren Finanzbedarf durch Holzeinschlag und Verkauf zu decken. Die früher praktizierte  nachhaltige Waldwirtschaft  gibt es schon lange nicht mehr! Jetzt soll die Windkraft helfen die Finanzen der Kommunen in Ordnung zu bringen. Man stellt diese riesigen, ohne Stromspeicher  nutzlosen Subventionsmonster mitten in unsere Wälder. Jeder sollte mal in den Hunsrück fahren und sich diese Verschandelung ansehen. Die Plünderung der letzten Eifelvulkanberge ist ebenfalls die Folge der meist klammen kommunalen Haushalte. Die Politik hat erkannt, dass in den Städten in die der größte Teil der Bundes- und Landesgelder fließt, nichts zu holen ist. „Natur und Landschaftsschutz spielen keine Rolle mehr.“ „Es geht nur noch um pure Verwertung“, ohne Rücksicht auf den Erhalt der Naturlandschaft und die gute Touristische Infrastruktur. Den Ausverkauf der Heimat jetzt mit einer teuren Werbung mit „GesundLand-Vulkaneifel“ zu beschönigen mag zwar das Gewissen beruhigen, ist aber unehrlich und zu spät.

Die Verwaltungen der Landkreise und Verbandsgemeinden müssen sich auch fragen wie man bei schwindender Finanzkraft der Gemeinden die aufwendige und teure Verwaltung vereinfachen kann. Obschon im Vulkaneifelkreis schon lange über den möglichen Verzicht auf „eine“ Verwaltungsebene gesprochen wird, fehlt den politisch Verantwortlichen der Mut zur Umsetzung. Wie sollen Gemeinden sich weiterentwickeln wenn bis 85% der erlösten Einnahmen an die   übergeordneten Verwaltungen abgeliefert werden  müssen?  Der Rest reicht nicht aus die Infrastruktur in den Dörfern aufrecht zu erhalten.

Es wird oft von einer bürgernahen, leistungsfähigen Verwaltung gesprochen. Richtiger wäre:  „Verwaltungen brauchen leistungsfähige Bürger und Betriebe!“

„Wertschöpfung“: Wertschöpfung kann nur dort entstehen, wo durch Arbeit, Intelligenz und unternehmerischem Mut in einem freiem, nicht subventionierten Wettbewerb Produkte erzeugt und Dienstleistungen angeboten werden, die sich die Bürger auch leisten können. Dazu gehört auch eine  bezahlbare Verwaltung.  In Amtsstuben gibt es kaum Wertschöpfung.

Von der regionalen Presse werden die Bürger im ländlichen Raum ständig darauf hingewiesen, dass junge gut ausgebildete Menschen und auch die Älteren die sich es noch leisten können, doch ihre maroden Dörfer verlassen und in die umliegenden Städte und deren Speckgürtel ziehen sollen. Wohl gemerkt: „nur die Bessergestellten, gesunden und Leistungsfähigen!“ Die Armen, Alten und Kranken sollen tunlichst im Dorf bleiben. Nicht erwähnt wird, dass Trier, Koblenz und Mainz mit die höchste Pro-Kopf Verschuldung in Rheinland-Pfalz haben. Auch dort gibt es neben knappem und teurem Wohnraum alle Probleme einer alternden Gesellschaft. Das Sterben der Dörfer wird sich durch den allgegenwärtigen Naturfrevel noch beschleunigen. „Welche junge Familie will schon in einem armen Dorf in einer zerstörten Naturlandschaft wohnen?“

Wenn, wie bei der Windkraft, ein Produkt hoch subventioniert wird, um nur die Taschen weniger einflussreicher Spekulanten zu füllen, ohne nach dem wirklichen Nutzen dieser „Natur und Landschaft zerstörenden“ teuren Stahlbetontürme zu fragen, ist das Planwirtschaft und keine Wertschöpfung sondern eine „Schöpfung ohne Wert.“  Allen Fachleuten (nur nicht der Politik) ist bekannt, dass auch Riesenwindmühlen keinen grundlastfähigen Strom erzeugen und deshalb konventionelle Kraftwerke nicht ersetzen können. Traurig ist, dass „die Zerstörung unserer Heimat“ besonders von einer Landesministerin vorangetrieben wird deren Partei sich einmal für Natur- und Umweltschutz stark gemacht hat. Unsere regionalen Verwaltungen -auch die Presse- beugen sich willig den „Mensch und Natur verachtenden“ Vorgaben einer Bundes-und Landespolitik die willig den Anweisungen einer mächtigen Windkraftlobby folgt.

Jeder in den kommunalen Gremien mitentscheidende Bürger der Vulkaneifel sollte deswegen die geplante Vertragsunterzeichnung mit Windradverkäufern die keinerlei Interesse an Natur und Landschaftsschutz haben, nochmal überdenken. Aufgabe von Politik-und Gesetzgebung wäre, „die Bürger vor allem Unsinn zu schützen der Natur, Wald, Landschaft und Lebensraum für Mensch und Tier zerstört und als Folge dessen ganze Regionen verarmen lässt!“

Erwin Michels, Retterath

23.01.2016: - „Energiewende ja, aber mit Sinn und Verstand"

Meinung, 20.01.2016:

„Energiewende ja, aber mit Sinn und Verstand"
 
Man muss die Windkraft-Artikelschreiber in zwei Gruppen unterteilen.

Erstens: WindkraftanlagenHersteller-, -Vertreiber und -Lobbyisten. Für sie alle gilt, dass sie von dieser mittlerweile alten Technik sehr gut leben und mit dem im Überfluss vorhandenen Geld beliebig Einfluss nehmen können und es auch tun. Windkraftanlagen-Hersteller Aloys Wobben ist mit seiner Firma Enerecon aus dem Stand auf Platz 14 der deutschen Milliardärsliste geschnellt. Der Baustopp vom 22. Dezember 2015 seiner Anlagen in der Gemeinde Swisttal hat auf ihn sichtbar beflügelnde Wirkung: Er baut einfach weiter. Ist aus der Bundesrepublik eine Bananenrepublik geworden?

Zweite Gruppe: Die zahllosen Fachleute und fachkundigen Laien. Ihnen ist gemeinsam, keinen finanziellen Vorteil durch das Schreiben diverser Artikel zu generieren. Es wird auf die erwiesene Unwirtschaftlichkeit der Windkraftanlagen verwiesen. Laut Statistiken, die den gesamten Energiebedart erfassen, macht Windenergie gerade mal 1,4 bis 1,8 Prozent aus. Laut Bundesnetzagentur ist die geSicherte Leistung sehr gering. Für die Windkraftanlagen liegt sie bei 4,1 Stunden im Durchschnitt pro Tag. In den nächsten zehn Jahren rechnen Fachleute nicht mit einem ernst zu nehmenden Ausbau von Speichermöglichkeiten. Ohne Speicher ist Windenergie sinnlos. Es wird gerne „schön“ gerechnet: Ab dann und dann können wir so und so viele Haushalte mit alternativer Energie versorgen. Was machen wir mit der deutschen Industrie? Ab ins Ausland? Kohlendioxid wird massenhaft durch den Bau dieser Anlagen produziert! Während der natürliche Kohlendioxid-Speicher - der Wald - vernichtet wird. Wo liegt da der Sinn? Eine Recherche hat ergeben, dass bereits mehr als 100 Windräder abgebrannt sein sollen. Und wir lassen die Teile in unsere naturgeschützten Wälder bauen?

Fazit: Wir verwenden die Energie. Schalten Kohle- und Atomkraftwerke ab und beziehen für die vielen stromlosen Zeiten unsere Energie aus den maroden Atomkraftwerken der Nachbarn. Bravo! Wir brauchen eine Energiewende, aber mit Sinn und Verstand! Die Alternative: Wir nutzen die Gelder sinnvoll, treiben die Forschung auf Hochtouren. Es gibt viele neue Ansätze für effektivere Anlagen und wahrscheinlich Patente, die auf Eis liegen, weil die Produktionstrassen ja so schön weiterlaufen sollen. Also Gelder für Forschung und innovationen statt Subventionen. Übrigens: Deutschland, Afghanistan, Bhutan, Burundi, Myanrnar, Teile Indiens und Nordkorea haben kein Tempolimit auf Autobahnen! Für den Fall, dass wirklich jemand Energie sparen will, wäre ja auch das ein Thema.
Susanne Dietrich-Reichling, Müllenbach
14.01.2016: - Leserbrief von Dieter Evers, Weitersburg

Leserbrief aus dem Wochenspiegel vom 13.01.2016:
Windkraft Nach Überzeugung des Landesrechnungshofs wurde eine Reihe von Windkraftfirmen rechtswidrig begünstigt

"Unfassbar"
Ja, das ist doch mal was. Seit Jahren wird uns der unkontrollierte, unkoordinierte und die Landschaft brutal verschandelnde Ausbau der Windkraft als zwingend notwendig und gut für Energieversorgung und Klima verkauft. Das stimmt zwar nicht, aber jetzt stellt sich obendrein heraus, dass dazu auch noch bei den Genehmigungsverfahren ganz offensichtlich gelogen und betrogen wurde. In allen Genehmigungsverfahren war und ist die vollständige Zahlung der KompensationsverpfIichtungen der jeweiligen Baufirma quasi das höchste Gut; ohne Kompensation keine Genehmigung, das war immer der Grundsatz. Und dann hat wohl Rot-Grün aus lauter Angst, der Bau könnte an diesen Zahlungen scheitern, zugeschlagen und bei den Ausgleichszahlungen Rabatte bis zu 90 Prozent gewährt - unfassbar.
Das heißt nämlich nicht nur, dass für und durch den Bau der Windkraftanlagen massenhaft Wälder und Landschaften zerstört wurden, sondern, dass ebenso massenhaft keinerlei Ausgleiche für diese Eingriffe in die Natur möglich waren, weil die Gelder eben fehl ten. Da kann man aber mal gespannt sein, was die Kontrolleure in BrüsseI dazu sagen.
13.01.2016 "Windkraft: Widerstand formiert sich" Leserbrief von Silke Koll, Barweiler:
Leserbrief aus dem Wochenspiegel zum Artikel "Windkraft: Widerstand formiert sich", Ausgabe 02/2016, 13. Januar 2016 von Silke Koll, Barweiler:
 
Wenn ich in verschiedenen Lexika unter dem Begriff »Eifel = listiges oder kriegerisches Bergvolk« erklärt fand, musste ich immer schelmisch grinsen, fand ich diese Beschreibung des Eiflers allgemein oder auch speziell auf mich doch ziemlieb zutreffend. Dass man jedoch jetzt scheinbar den Begriff eher durch habgierig oder schlimmer noch durch naiv ersetzen sollte, darauf bin ich alles andere als stolz! Bezugnehmend auf die Argumentation von Herrn Schürrnann im Wochenspiegel-Artikel, dass unsere meinzigartige Landschaft naturschutztechnisch partiell ausgegrenzt werden kann, hinsichtlich eines Industrieparks in Form von mehrereil Windkraftanlagen in Höhen von 205 Metern im Bereich Barweiler, Bauler, Pomster und Wiesemscheid, die durch ihren Bau demnächst unseren, wenn auch "kulturell" angelegten Eifelwald unwiederbringlich zerstören werden, steht in keinem Verhältnis!
 
29.07.2015: - Leserbrief vom Maler Conrad Franz‎

Leserbrief: Die Schönheit der Wälder

Liebe Waldfreundinnen und liebe Waldfreunde! 
Die Eifel ist zu meiner zweiten Heimat geworden, ich wohne gerne hier – warum? 
Dieser von der Infrastruktur in Teilen etwas zurück gebliebene und dünn besiedelte Landstrich, nahe der belgischen Grenze ist ein kleines Naturparadies! Hier kann man noch Schwarzstörche, Uhus, Mittelspechte, Milane in größerer Anzahl, Neuntöter, Eisvögel, Bachamseln und sogar Flussregenpfeifer und Waldwasserläufer beobachten. Darüber hinaus sind viele Bodenbrüter wie Feldlerchen und unterschiedliche Grasmückenarten und Goldammern zu Hause. Es gibt auch noch ab und zu seltene Insekten und natürlich Fledermäuse und Amphibien zu sehen. 
An Säugetieren gibt es alle Sorten von Marderartigen, angefangen vom Fuchs und Dachs natürlich, Baummarder, Wiesel und sogar Iltis – nicht zu vergessen Reh- und Muffel- bzw. Rotwild. 
An geeigneten Stellen hauptsächlich in der Südeifel bzw. Vulkaneifel findet man so ziemlich alles was anderswo selten geworden ist!
Seit Jahren beobachte ich in allen Bereichen starke Rückgänge – da fehlt erst der Kuckuck - komischer weise fällt das niemandem auf, dann sind es starke Einbrüche bei den Schwalben. Die Mehlschwalbe ist stark zurück gegangen. Baumfalken sind zur Seltenheit geworden. 
Durch die starke Bebauung unserer Höhen durch Windkraftanlagen wird es nur eine Frage der Zeit sein bis auch die Kraniche im Frühjahr und Herbst ausbleiben oder sich andere Wege suchen. 
Es sind diese Rufe die uns Menschen anzeigen wann es diese Wechsel der Jahreszeiten in der Natur gibt. Sie haben diese Mischung von Fernweh, Erbauung und auch etwas von Melancholie und viele Menschen haben sich daran erfreut. 
Auch die Menschen sind noch sehr natürlich in ihren Empfindungen und leben noch mit und von der Natur. Sie suchen Pilze oder Waldbeeren und haben ihre eigenen Gärten.
In dieser Waldreichen Gegend, in der sogenannten Vulkaneifel gibt es jedes Jahr ein Treffen von Rennsportbegeisterten aus ganz Europa. An und für sich schon mal ein Novum so etwas in diese sonst so Natur belassene Landschaft gebaut zu haben – den Nürburgring! 
Der Nürburgring ist heute die längste permanente Rennstrecke der Welt ungefähr 26 km lang. 
Jetzt müsste man meinen, gut jetzt ist er dort und man kann es halt nicht ändern, es sind ja auch „Arbeitsplätze“ damit verbunden und die Bevölkerung vor Ort ist froh! Es ist ein wichtiges Argument heute den Menschen etwas schmackhaft zu machen um sie von anderen Dingen abzulenken und sie in Abhängigkeit zu belassen. 
Jetzt komme ich aber zu einem Punkt der mir befremdlich ist! 
Nur 10 km weiter zwischen der Gemeinde Borler, Bodenbach und Daun werden jedes Jahr auf den normalen öffentlichen Straßen Autorennen veranstaltet. Zu dieser Zeit sind die Straßen gesperrt und niemand kann rein oder raus. Damit die Bevölkerung das akzeptiert werden großzügig Freikarten vergeben, oft vor ihrem eigenen Haus. Mit großer Aufmachung und 800 freiwilligen Helfern aus den Gemeinden wird dafür wochenlang vorher geworben. Notärzte und Feuerwehr stehen bereit um plötzliche Erkrankungen von Bewohnern versorgen zu können oder bei Unfällen Hilfe zu leisten.
Eine Anwohnerin hatte eine interessante Bemerkung eingeworfen: „Sie würde gerne wissen wollen, wie viele Freiwillige sich melden würden um in Altenheimen auszuhelfen?“ 
Diese Strecke führt an den Wiesen und Habitaten des Schwarzstorchs und des Neuntöters vorbei. Man muss wissen, dass die Straßen oft so eng sind das manchmal nur ein Auto hindurch passt. Es ist alles noch recht klein und Straßenseiten sind nicht gesichert. Die Straßen an sich sind auch marode. Links und rechts der Straße steht oft viel Rehwild und es gibt viele Füchse. Dadurch das die Randstreifen nicht ausgebaut sind, sitzen viele Singvögel an den Grasstreifen und suchen sich die Körner und Samen die durch den Fahrtwind an die Seite gespült wurden. Vornehmlich Distelfinken und andere Körnerfresser. 
Warum nun meine Ausführliche Beschreibung? 
Vielleicht können sich einige vorstellen, wenn da Autos mit heulendem Motor, Gequietsche und brüllenden Auspuffanlagen durch so eine Gegend fahren, wie dann die Tierwelt reagiert! Es ist für mich Unzeitgemäß noch solche Rennen zu veranstalten, noch dazu außerhalb dieser nahegelegenen Anlage. Mal abgesehen davon wird es viele tote Tiere geben, da bin ich sicher. 
Habt Ihr eine Meinung dazu liebe Waldfreunde?
An solchen Stellen führt das Autorennen vorbei, hier sieht man den Schwarzstorch und am Bach den Eisvogel. Ein kleiner Weg wo sonst Wanderer laufen und mal ein Traktor fährt.  Conrad Franz
09.04.2015: - Leserbrief – Windkraftplanung in Kelberg und der Drohbrief der Ortsbürgermeister

Leserbrief: Eifel-Zeitung vom 09.04.2015

Die Windkraftplanung in der VG-Kelberg läuft in großer Bürgerferne und Geheimniskrämerei ab. Unsere VG-Verwaltung steuert das Verfahren „für das Aufstellen von Großwindanlagen im Wald.“ Man nennt es: „Fortschreibung des Flächennutzungsplans – Teilbereich Windkraft.“ Alle bisherigen Veröffentlichungen der VG-Verwaltung zum FNP-Windkraft wurden von der rot-grünen Landesregierung, Projektierern oder Planungsbüros übernommen. Durch die Privilegierung nach §35BauGB ist für die Windkraft eigens ein weitgehend rechtsfreier Raum geschaffen worden. In diesem Raum bewegen sich die Windkraftplanungen – auch in unserer Region! Durch die Ausweisung „von 14%“ der VG Fläche für die Windkraft hat man seitens der Verwaltungen für Ortsgemeinden und WEA-Projektierer Raum geschaffen, einige Dörfer regelrecht mit Windrädern zuzustellen und damit Bürgern Ruhe, Wohn- und Lebensqualität zu rauben, was einer Enteignung von Wohneigentum ohne Entschädigung gleichkommt! ... Erwin Michels, Retterath
 
19.03.2015: - "Streit um die Windkraftplanung eskaliert"

Leserbrief: Volksfreund vom 13.03.2015

Wenn seltsamerweise die Fraktionsvorsitzenden der meisten anderen Parteien/Wählergruppen eher unaufgeregt mit dem Erpressungsversuch der sieben Bürgermeister umgehen, hängt das zum großen Teil auch damit zusammen, dass das ihre Weggenossen sind. Genau da liegt der Hase im Pfeffer: Wenn man sagt, dass das doch gar nicht so schlimm ist, was die da von sich gegeben haben, könnte sich eventuell der ein oder andere bemüßigt fühlen, noch eins oben draufzusetzen. Und das scheint jetzt auch eingetreten zu sein: An dem schönen Aussichtsplatz Geisert oberhalb von Retterath, ausgestattet mit Waldsofa, zwei Bänken und Tisch und natürlich mit der obligatorischen Hinweistafel zur Geschichtsstraße, haben "böse Buben" genau auf diese Sitzgruppe ein paar Ladungen Schotter abgekippt. So ein Zufall! Wenn man das nun weiterdenkt auf der Eskalationsleiter - was ist dann der nächste Schritt? Es wäre angebracht, dass alle Fraktionen wieder auf den demokratischen Boden zurückfinden. Und solchen Entgleisungen nicht nur neutral gegenüberstünden oder sie gar guthießen. Elisabeth und Heinrich Schmidt, Kelberg-Rothenbach
24.08.2014: - „Der Eifeler Wald“

Leserbrief: Eifel-Zeitung vom 22.08.2014

Es war vor zweimal hundert Jahren, das Rheinland vom Franzos befreit, war die Eifel unter Preußen, dreißig Jahre Niemandsland. Es fehlte an der rechten Ordnung, wodurch der Wald besonders litt. Durch Eisenhütten, Eichenlohe und Holzfrevel überall, hatte man in dreißig Jahren, die Eifelwälder kahlgeschlagen. Auch durch die Folg realer Teilung, Tribut an Staat und auch an Kirch, blieb für viele hungrig‘ Mäuler, nicht genug zum Leben mehr. Aus purer Not musst‘ einstmals, manch junger-tücht‘ger Eif‘ler, auswandern nach Amerika.

In schweren Zeiten hat man sich, aus Angst vor der Entvölkerung, zu großen Opfern aufgerafft. Preußisch Forstleut pflanzten, mit Hilfe der Bevölkerung, in nur zwanzig Jahren, neuen Wald im Eifelgau. Überwiegend angepflanzt, hatte man den Preußenbaum. Und zum Schutze vor den Stürmen, am Rand man Buch und Eich gepflanzt. Der Wald in Gen‘rationen, von unsren Ahnen ward gepflegt. Nicht mehr als nachwuchs wurd‘ geerntet, sein Wert war allseits hoch geschätzt. „Beraubt der Wälder wäre, die Eifellandschaft ohne Wert!“

Neuerdings, seit wen‘gen Jahren, missbraucht man uns‘ren schönen Wald, für zweifelhaft‘ Experimente: „Windmühlentürm aus Stahlbeton, höher als die höchsten Dome, stellt man nun in uns‘re Wälder.“ Strom will man damit erzeugen, einmal für ein ganzes Land. Der Wind im Jahr drei Monat nur, bläst um Rotoren anzutreiben! „Gerettet werden, sagt man uns, soll damit das Weltenklima?“ Schon als Schüler lernte man, „dass einzig uns‘re Wälder, die größten Klimaretter sind!“

Von grün gefärbten Träumern, auch in der Politik, wird heut die Heimat ausverkauft, zum Nutzen wen‘ger Spekulanten, zum Schaden eines ganzen Landes. Was uns‘re Ahnen einstmals pflanzten, in großer Not für ihre Kinder, wird jetzt zerstört in kurzer Zeit. „Eif‘ler Bürger merket wohl, man Heimat nie verkaufen soll. Die Heimat hält euch stets die Treue, auch für Geld gibt’s keine Neue!“

„Zu fällen einen großen Baum, braucht‘s eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen bis man ihn bewundert, braucht er bedenk es, ein Jahrhundert!“ (aus „Der Baum“ von Eugen Roth).
Erwin Michels, Retterath
09.08.2014: - Zur Debatte um die Aufstellung weiterer Windräder in der Vulkaneifel

Leserbrief: Volksfreund vom 08.08.2014, Zur Debatte um die Aufstellung weiterer Windräder in der Vulkaneifel schreibt dieser Leser:

Auf Einladung meines Bekanntenkreises verbrachte ich einen Kurzurlaub in der fränkischen beziehungsweise hessischen Rhön und wurde nicht nur von der Gastfreundlichkeit eines ,,diebischen‘‘ Bergvolkes überrascht. Nein eher von der Tatsache, dass ich keine Windräder sah! Auf meine Frage: Warum gibt es hier keine Windräder?, gab man mir zur Antwort: Das gesamte Rhöngebiet ist ein Unesco-Biosphären-Reservat, und die Aufgabe der Rhönbewohner ist es, diese gegebene Natur zu erhalten und nicht zu zerstören. Darum sehen die Besucher der Rhön keine Windräder. Hätte die Region welche, dann würde sie den Status eines Biosphären-Reservats verlieren. Ebenso die Fördergelder der Länder Hessen/Bayern, des Bundes und der EU. Diese werden strukturell zum Erhalt der Natur, zur Förderung des Fremdenverkehrs, zum Ausbau des Straßennetzes, für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft und so weiter, sowie für die Auflagen eines Reservates ausgegeben. Diese Förderung ist perspektivisch gesehen nachhaltiger als eventuelle Einnahmen windbedingter Stromerzeuger. Die Rhönbewohner waren überrascht darüber, dass der Vulkaneifelkreis mit all seinen Maaren sowie Lava-und Basaltbergen keinen Unesco-Status hat und in den Gemeinden Windräder in zwar politisch festgesetzten Abständen zu Naturwundern und menschlichen Siedlungen als Energieerzeuger aus meiner Sicht im Übermaß aufgestellt und selbst die Vulkanberge zur industriellen Ausbeutung freigegeben werden. Persönlich bin ich für die Energiewende! Jedoch mit Augenmaß! Es ist doch sinnvoller, die Windräder an Autobahnen, Bundesstraßen oder in einem Windpark weitab (wie in Bayern: Abstand = zehnmal Windradhöhe) von Mensch und Tier aufzustellen, als diese vor Ort als sichtbare und notwendige Einnahme- und Versorgungsquellen zu verkaufen. Sollten zum Beispiel wie von Prokon geplant sieben 200 Meter hohe Windräder in Sichtweite des Ferienparks in Gunderath bei Uersfeld aufgestellt werden, dann kann man prophezeien: Die Windräder werden Urlauber eher vertreiben als anziehen. Infolge des dann zu erwartenden Leerstandes der Ferienanlage kann man den Center-Parc in Windpark umbenennen und als Mahnmal einer windigen Fehlplanung nutzen.
Alfred Schuck, Uersfeld
07.08.2014: - NATURSCHUTZ - Die Hohe Acht, ein Gedicht
Ein Gedicht von Franz Weber, Eifelverein Adenau

Die Hohe Acht, ein Gedicht

Die Hohe Acht ist - ohne Zweifel -
der höchste Berg der schönen Eifel.

Seit dort Kaiser Wilhelms Turm erbaut,
wurde ehrfürchtig hinauf geschaut.

Nun wird geplant im Energie-Spar-Wahn,
ein Windpark auf dem ehemaligen Vulkan.

Rotorblätter Schatten werfen mit Gesäuse,
schlecht für Menschen, Flora, Fauna, Fledermäuse.

Wanderer, Radler oder die im Winter sporten,
fühlen sich nicht wohl an solchen Orten.

Für jeweils 200 Meter hohe Windanlagen,
Kahlschläge, extra breite Zufahrtstrassen,
30 Meter breite Fundamente,
befällt Dich da kein Unbehagen?

Was nutzen die Euros, die man uns verspricht?
Eine Fata Morgana von Lobby und Banken - mehr ist es nicht!

Ich sage es jetzt neunmalklug,
haben wir am Nürburgring nicht schon Beton genug?

Verantwortung hat niemand übernommen,
hätt' man auf Skeptiker gehört,
wär's nicht so weit gekommen.

Unwetter und Orkane in Anbetracht,
verwandeln den Berg bald in die "Kahle Acht".

Wenn dann alles wüst und leer,
hilft kein Insolvenzverwalter mehr.

Sind diese WEA's mal aufgestellt,
verändert sich die Eifelwelt.
 
Franz Weber, Eifelverein Adenau
19.05.2014: - NATUR

Leserbrief: Volksfreund vom 17.05.2014, Zu den Artikeln "Der Wolf ist wieder da" (TV vom 26. April) und "Begeisterung über Rückkehr der Wölfe und Luchse hält sich in Grenzen" (TV vom 9. Mai):

"Unsere Umweltministerin Ulrike Höfken stellt 400 000 Euro für die Wiederansiedlung von 20 Luchsen im Pfälzer Wald zur Verfügung. Spricht sich aber gegen die Wiederaufforstung von Kahlschlägen in unseren Wäldern aus. Subventioniert den Umbruch von Wiesen in Ackerflächen für Monoanbau (Mais). Unsere Wirtschaftsministerin Eveline Lemke stellt den Entwurf der Regionalen Raumordnungsplanung vor, der vorsieht, dass eine zusätzliche Fläche von 1600 Hektar Land für den Gesteinsabbau in der Vulkaneifel zur Verfügung gestellt werden soll. Unsere Ministerpräsidentin Malu Dreyer möchte die Eifel in ein Windenergieanlagenland verwandeln. Die VG Kelberg stellt zum Beispiel 14 Prozent ihrer Fläche (überwiegend im Wald) zur Verfügung. Dabei haben wir eine einzigartige Natur-Landschaft und Tierwelt. Sie ist vom Bundesministerium als eine von 30 Hotspots der Artenvielfalt ausgezeichnet worden. Die Vulkaneifel ist ein Rotmilan- und Schwarzstorch-Kerngebiet. Die Wildkatze bewohnt flächendeckend unsere Wälder. Und falls der Luchs und der Wolf wieder heimkehren - willkommen. Mein Vorschlag: Fangen wir vor der eigenen Haustüre an und beschützen und bewahren unsere Berge-Wälder-Wiesen und Gewässer, bevor wir uns in Naturreservate zurückziehen müssen, um noch Natur pur erleben zu dürfen."
Anne Lönnendonker-Schäfer, Bodenbach
08.02.2014: - "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!"

Leserbrief: Volksfreund vom 07.02.2014, Zum Artikel "Mannebacher Windkraftpläne stehen auf der Kippe" (TV vom 25. Januar):

"Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!" Liebe Mannebacher, diese indianische Weisheit sollte von euch beherzigt werden. So wie die zigtausend Anleger durch die Firma Prokon mit unglaublichen Zinsen geködert wurden und denen jetzt der Totalverlust droht, so werdet ihr auch auf die versprochenen Millionenpachten nach Beendigung der Überförderung durch die neue Bundesregierung vergeblich warten! Dann habt ihr die unrentablen, lärmenden Riesenwindkraftwerke um euch herumstehen, die Landschaft ist zerstört, die äußerst schutzwürdigen Tiere wie Milan und Schwarzstorch sind vertrieben, der Tourismus ist erledigt, eure Häuser sind wertlos, und die jungen Familien sind weggezogen. Der Gemeinderat sieht offenbar keine Veranlassung, diese Pläne zu überdenken, obwohl der überwiegende Teil der Kelberger Bevölkerung gegen das Errichten weiterer Windkraftanlagen ist. Spätestens bei den Kommunalwahlen im Mai hat jeder Bürger die Möglichkeit, mit seiner Stimme Einfluss zu nehmen und diesen Wahnsinn zu stoppen. Die Überschrift des Artikels müsste also lauten: "Die Mannebacher Windkraftpläne gehören auf die Kippe, nämlich auf die Müllkippe!"
Reinhold Jansen, Sassen
08.02.2014: - Zur Diskussion über den Bau von Windkraftanlagen:

Leserbrief: Volksfreund vom 07.02.2014

Ursprünglich gewiss eine gute Idee: Energiewende, hin zu umweltschonenden erneuerbaren Energiequellen. Nur, was daraus radikal und in atemberaubendem Tempo gemacht wird (ohne die Menschen mitzunehmen), das ist nicht mehr nachvollziehbar. Der parteiübergreifende Konsens über die Landschaftszerstörung ist einmalig und bezeichnend: Man merkt, um was es geht, vorzugsweise auf kommunaler Ebene - um Geld, Geld und nochmals Geld. Das wird im Gegenzug bezahlt mit Verrat an unserer Natur, unserer Heimat. Dem "Goldenen Kalb", das Geld in die kommunalen Kassen spülen soll, wird alles bedenkenlos untergeordnet und geopfert: unsere unverwechselbare Landschaft, unser Heimatgefühl, unser Wohlfühlen, ja unsere Identität! Monetär-kapitalistisches Denken ist wohl grundsätzlich aus den Köpfen der Menschen nicht auszutreiben. Vielleicht sollte hier ein durchaus übliches demokratisches Verfahren exerziert werden: eine Volksabstimmung der betroffenen Bürger! Denn eins ist sicher: Reue wird kommen, späte Reue, aber sie wird zu spät sein, und es wird ungemütlich werden für die heute und dann damals Verantwortlichen. Dass ausgerechnet die Grünen unsere Heimat, Natur und Landschaft ruinieren, ist wohl als Ironie der Geschichte zu sehen. Ihre ideologische Verbohrtheit bekommt die grüne Regierungspartei mittlerweile an ihrer Basis als zunehmenden Widerstand zu spüren. Umwelt-/Klimaschutz geht nun mal nicht und auf keinen Fall ohne Naturschutz, dieser wiederum ist essenziell von Landschaftsschutz nicht zu trennen. Hier wird versucht, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Ein faustisches Unterfangen. Zu früheren Zeiten war ein Bauwerk von Menschenhand, das einen Kirchturm in der Umgebung überragte, ein Sakrileg. Natürlich leben wir glücklicherweise in anderen, aufgeklärten Zeiten, aber vielleicht sollte man trotzdem noch ein bisschen Sensibilität bewahren. Und vielleicht jener bislang für den Normalbürger völlig unbekannten Faunaspezies Mopsfledermaus, jenem zierlichen, verhöhnten, belächelten, verschmähten und doch so gefürchteten Tierchen jetzt schon ein Denkmal setzen, ein Denkmal des Widerstands hier in unserem Land der Dichter und Denker. David gegen Goliath: Das hatten wir doch schon mal!
Hans-Josef Koltes, Neuhütten
05.02.2014: - Das Märchen vom reichen Windmüller-und wie man die Heimatzerstören kann

Ein "Märchen" von Erwin Michels, Retterath

Es war einmal eine Zeit in der die Menschen in der Eifel sesshaft waren, Viehzucht betrieben Brotgetreide und fast alles was sie brauchten selber anpflanzten.  Was sie nicht brauchten wurde verkauft um sich Kleider und andere Dinge zu kaufen. Sie bauten kleine Häuser mit kleinen Fenstern, die sie mit wenig Holz aus dem eigenen Wald heizen konnten. Es wurde darauf geachtet, dass nicht mehr Holz geschlagen wurde als nachwuchs. Der Wald und auch Felder und Wiesen, wurden für die Nachkommen in mühsamer Arbeit gehegt und gepflegt. Die Menschen lebten bescheiden und gottesfürchtig  im Einklang mit der Natur. Dann kam eine Zeit, in der Erdöl billiger war als Holz und es wurden immer größere Häuser mit großen Fenstern gebaut. Man hatte dem Volk erzählt,  dass Erdöl für lange Jahre ausreichend und preiswert vorhanden wäre.  Es wurde maßlos viel Energie verbraucht und Riesige Urwälder in armen Ländern rücksichtslos gerodet. Die ehemalige Bescheidenheit  ging verloren.  „Geld wurde zur Religion und aus Bescheidenheit wurde Habgier“...
Ganzes Märchen lesen
29.01.2014: - Erholungs-, Natur- und Landschaftsschutzgebiet Hohe Acht soll also der Profitgier geopfert werden

Leserbriefe Rhein-Zeitung vom 28.01.2014 Zum Thema Windkraftpläne der Stadt Adenau

Über Windkraft nachzudenken, ist ein Gebot der Stunde, das uns alle angeht. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die zeitnahe Untersuchung der Verbandsgemeinde Adenau mit dem Ziel, Vorrangflächen für Windenergie auszuweisen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung, die bis auf wenige Teile vorliegen, zeigen jedoch schon jetzt in aller Deutlichkeit, dass die im Kerngebiet der Hocheifel liegende Verbandsgemeinde Adenau ein denkbar ungeeigneter Standort für Windkraftanlagen ist.
Sie weisen unter Vorbehalt nur zwei bis drei kleinere Flächen als geeignet aus. Ungeachtet dessen, entdecken, wohl getrieben von Geldnot oder -gier, Neid gegenüber den Nachbarn und begleitet von sogenannten Projektentwicklern, einige Gemeinden sowie die Stadt Adenau ihre bisher vor der Öffentlichkeit verborgene Zuneigung zur Windkraft der „neuen Art“, deren Windräder von 200 Meter Höhe selbst den Kölner Dom in den Schatten stellen.
Die erste kurzfristige Infoveranstaltung in der Hocheifelhalle, bei der auch die geplanten Standorte vorgestellt wurden, trieb einigen Anwesenden wohl das blanke Entsetzen ins Gesicht. Wählten die Verantwortlichen der Stadt Adenau und ihre Projektentwickler doch ohne Rücksicht auf die ablehnenden Aussagen bestehender Planungen einen der sensibelsten, markantesten und geschichtsträchtigsten Bereich unserer Region in unmittelbarer Nähe zum Turm und Naturschutzgebiet der Hohen Acht für ihre Monsterprojekte aus. Aus meiner Sicht ist dies eine Schande. Völlig unverständlich auch die plötzliche Eile der Stadt. Ohne ein Projekt „Windkraft“ im Rat der Stadt Adenau in öffentlicher Sitzung umfassend beraten zu haben, befürchten besorgte Bürger, dass an ihnen vorbei bereits am kommenden Donnerstag im nicht öffentlichen Teil der Stadtratssitzung ein Flächensicherungsvertrag mit einem Windkraftbetreiber durchgepeitscht wird.
Das einzigartige Erholungs-, Natur- und Landschaftsschutzgebiet Hohe Acht soll also der Profitgier geopfert werden. Der langsam, aber beständig gewachsene und geförderte sanfte Tourismus wird dabei bedenkenlos zerstört, und der Gedanke einer nachhaltigen Entwicklung der Region wird mit Füßen getreten.
Gegen ein solches Vorgehen sollten wir als Bürger unsere Stimme erheben und gemeinsam mit vielen anderen für den Schutz und gegen den Ausverkauf und die Zerstörung unserer Heimat kämpfen.
Bernd Schiffarth, Adenau

Schöne Landschaften bald nur noch in alten Filmen zu bewundern

Echt klug die Deutschen, schöne Landschaft können wir auf alten Filmen bewundern.

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14.01.2014: - Windkraftpläne der Gemeinde Waldweiler

Leserbriefe Volksfreund vom 10.01.2014 Zum Artikel über die Windkraftpläne der Gemeinde Waldweiler (TV vom 27. Dezember 2013):

Dem Bericht im TV ist zu entnehmen, dass sich die Anzeichen für den Bau der drei Windräder verdichten, die die Ortsgemeinde Waldweiler auf dem Teufelskopf plant. 2015 soll es jetzt so weit sein.
Die Hoffnungen darauf schürt die Firma Juwi, der Kooperationspartner der Gemeinde. Gleichfalls wird im TV aufgeführt, dass Waldweiler 25 Prozent der Einnahmen an die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) der VG Kell am See als Solidarbeitrag einbringen will. Darüber hinaus will Juwi der AöR "sogar 750 000 Euro auf den Tisch legen". Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass durch die Gründung der AöR dem Wildwuchs an Windrädern in der VG Kell am See Einhalt geboten wird. Die Gemeinden im benachbarten Saarland machen uns momentan vor, wie man es eigentlich nicht machen sollte. Wer auf Greimerath zufährt, bekommt ganz aktuell vor Augen geführt, wie sich das Ortsbild (und der Ausblick für die Einwohner) durch Windräder nachhaltig zum Negativen verändert: Hier werden auf dem Judenkopf fünf Anlagen mit einer Gesamthöhe von rund 200 Metern errichtet. Insgesamt sogar sieben Windräder der gleichen Höhe sollen bis 2015 auch auf dem Teufelskopf (OG Waldweiler, drei Räder) und auf dem benachbarten Schimmelkopf (GemeindeWeiskirchen, vier Räder) entstehen. Diese Anlagen würden auf einer deutlich höheren und damit besser sichtbaren Erhebung stehen, als es der Judenkopf ist. Dabei sind spätestens durch dieses Projekt jegliche Fotomontagen bezüglich der Verschandelung des Landschaftsbildes durch Windräder im Prinzip überflüssig geworden. Es sollte jedem bewusst sein, dass man solche Anlagen doch bitte nicht an jedem x-beliebigen Ort errichten kan, nur weil dort der Wind stark genug bläst. Leider scheint es so zu sein, dass den jeweiligen Gemeindevertretern der kurzfristige finanzielle Segen wichtiger ist als die Erhaltung unserer Umwelt. Ich hoffe, dass letztlich die Vernunft siegt. Windkraft ja, aber bitte in Maßen und an Orten, an denen das Landschaftsbild nicht so beeinträchtigt wird wie auf dem Teufelskopf. Peter Wagner Mandern
 
Nun möchte man sich also auch in Waldweiler und im benachbarten Weiskirchen mit einem Windpark im Bereich Teufelskopf und Schimmelkopf an der blinden Zerstörung unserer Heimat beteiligen. Mit Euros vor Augen, plant man, die eigene Heimat und vor allem das eigene Landschaftsbild zu verkaufen. Ohne Rücksicht auf Verluste möchte man den Raubbau an der Natur weiter vorantreiben. Letzte erholsame Rückzugsgebiete für den Menschen, Lebensräume von Tier- und Pflanzenwelt werden mutwillig zerstört, Hauptsache die Kasse klingelt. Was dem Bürger als saubere Energie verklickert wurde, ist in einen grenzenlosen Windwahn und pure Naturzerstörung ausgeartet. Die (negativen) Folgen der Energiewende, die auf Lug und Trug basiert, sind klar. Mit jedem weiteren Windrad wird sich der Strompreis verteuern, werden Landschaftsbilder verunstaltet. Was sich Politik und Wirtschaft für Ausreden einfallen lassen, ist abenteuerlich. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. An erster Stelle möchte man den CO-Ausstoß verringern und das Klima retten. Man darf schon mal fragen, welches Klima man retten möchte? Klimawandel gab es immer und wird es immer geben, mit oder ohne Windparks. In unserer VG Kell, speziell in Waldweiler, sollte man sich bewusst sein, welch gewaltige Naturzerstörung man mit dem Bau von Windkraftanlagen betreiben würde. Die Nachbarn aus dem saarländischen Losheim sollten nicht als gutes Beispiel dienen. Rücksichtslos hat man mit fünf Windkraftanlagen auf dem Judenkopf bei Greimerath das dortige Landschaftsbild beeinträchtigt. Es ist an Unverschämtheit nicht mehr zu überbieten, wenn man anderen Dörfern solch riesige "Windmonster" vor die Tür stellt, um sich selbst die Taschen zu füllen. Wenn nach 20 Jahren keine Subventionen mehr fließen, bleiben stillstehende Windräder und eine zerstörte Natur zurück. Daniel Fries, Hentern
11.01.2014: - "Die EEG-Umlage ist eine staatliche Abzockerei"

Leserbriefe Volksfreund vom 10.01.2014 zur Strompreis-Entwicklung:

Die EEG-Umlage ist eine staatliche Abzockerei. Nachdem ich mehrfach die zuständigen Minister und zuletzt Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert habe, die EEG-Umlage für elektrische Heizungen zu streichen, soll ich jetzt 6,24 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Für Öl- und Gasverbrauch werden 1,8 Cent/KWh berechnet. Wo leben wir eigentlich? Peter Kort, Neumagen-Dhron
30.12.2013: - "Was die Kampfansage der EU-Kommission beim Ökostrom bedeutet"

Leserbriefe Volksfreund vom 03.01.2014 zum Artikel "Was die Kampfansage der EU-Kommission beim Ökostrom bedeutet"

Man muss zugeben, dass man sich als Verbraucher (hier: Minimalverbraucher) trotz Erwerb von immer neueren, noch energiesparenderen Geräten über ständig steigende Strompreise ärgern muss und die großen Firmen, die Energie in ganz anderen Größenordnungen verzehren, werden entlastet, "denn diese Firmen sind sonst existenzgefährdet", wogegen die Haushalte in finanziellen Notsituationen einfach den Strom abgedreht bekommen. Dafür zeigt Frau Merkel im Gegensatz zu ihrem Faible für Firmen kein großes Engagement. Kein Wort darüber, dass die Strompreise längst nicht mehr realistisch sind. Der Profit wird maximiert, für extreme Fehlplanungen (zum Beispiel Windräder im Meer ohne Zuleitungen für den erzeugten Strom) wird kein Verursacher zur Rechenschaft gezogen. Wie immer: Profite erzielen die Firmen selbst, Verluste werden der Bevölkerung übertragen. Mein absolutes Unverständnis besteht in der Frage, warum Brüssel nur die Wirtschaftsvorteile beziehungsweise Benachteiligung für Firmen oder Staaten im Fokus hat, das Elementarste jedoch sträflichst vergisst: die Gefährdung durch längst bekannte, alte, marode, permanent störanfällige Atomkraftwerke im Herzen Europas wie Cattenom. Annette Müller, Konz
 
Viele Unternehmen mit hohem Stromverbrauch sind ganz oder teilweise von der Zahlung diverser Steuern und Gebühren befreit, etwa von Gebühren für die Nutzung der Stromnetze, der Stromsteuer und der Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG). Große Verbraucher zahlen am wenigsten für Strom. Die fehlenden Einnahmen müssen die Haushaltskunden ausgleichen. Also subventionieren Privatkunden die Industrie und damit ihre eigenen Arbeitsplätze. Wie immer werden Nachteile sozialisiert, während Gewinne möglichst individualisiert werden. Mitverantwortung der Industrie für die Energiewende sieht anders aus! Im Fachjargon heißen Haushaltskunden "nicht privilegierte Letztverbraucher", Kunden ohne Privilegien also, die sich gegen steigende Kosten nicht wehren können. Der Preis müsste nicht steigen, denn der Stromüberschuss ist in Deutschland derzeit gigantisch. Die Börsenpreise sinken, Strom kann immer günstiger eingekauft werden. Immer mehr Strom wird aus Wind und Sonne erzeugt, an Tagen mit viel Sonne ist das Stromangebot besonders hoch, der Preis deswegen niedrig. Konventionelle Kraftwerke werden trotzdem nicht abgeschaltet. Das Überangebot sorgt dafür, dass immer mehr Strom ins Ausland exportiert wird und der Strompreis an der Leipziger Strombörse sinkt, seit dem Jahr 2006 im Durchschnitt um 2,6 Cent pro Kilowattstunde. Niedrige Energiepreise könnten eine steigende EEG-Umlage ausgleichen! Doch die Energieversorger erhöhen den Strompreis für Privatkunden. Das ist sozial ungerecht! Was macht die Politik? Nichts. Die Privatkunden wehren sich ja nicht. Hartmut Knob, Thiergarten
30.12.2013: - Gesellschaft: Diskriminierung der Kritiker

Leserbrief Volksfreund vom 27.12.2013 zum Artikel "Die Energieregion sind wir" (TV vom 13. Dezember) von Dr. Hans Reichert, Trier

Die Beilage "Energiemagazin" im TV ist eine gute Sache und findet größtenteils meine Zustimmung. Zum Widerspruch fordern mich allerdings einige Bemerkungen von Prof. Peter Heck (Umweltcampus Birkenfeld) im Leitartikel "Die Energieregion sind wir" heraus. Falls sie richtig zitiert sind, erinnern sie mich in der Diktion stark an Argumente, mit denen in den 70er Jahren Atomkraftbefürworter durch die Lande zogen. Da ist von "Dominanz und gezielten Fehlinformationen einiger sehr aktiver Bürgerinitiativen" die Rede, die "aus teils egoistischen Motiven massiv die Ausweitung von Windenergie behindern", wobei "Fakten außen vorbleiben". Da haben wir sie wieder, die Diskriminierung der Kritiker, die sich angeblich einem über jeden Zweifel erhabenen Fortschritt als die Unsachlichen, von Emotionen und Egoismus Geleiteten in den Weg stellen. Dabei kann der Bürger durchaus zur Auffassung gelangen, dass die Entwicklung der Windenergienutzung derzeit einem schlecht geplanten Wildwuchs gleicht und Widerstand notwendig ist, um sie in vernünftige Bahnen zu lenken. Wer behauptet, etwas Innehalten und Nachdenken gefährde die Energiewende, gebraucht in meinen Augen ein Totschlagargument. Es steht auf schwachen Füßen, da ja derzeit die Windenergienutzung mangels Speichermöglichkeiten recht ineffektiv ist. Vernünftig wäre es, die Anstrengungen und Fördermittel zunächst auf den Ausbau der Speichermöglichkeiten zu konzentrieren. Wenn Prof. Heck kritisch anmerkt, die Produktion von brennbarem Gas mit überschüssigem Strom sei eine bessere Speichermöglichkeit als Pumpspeicherkraftwerke, so frage ich mich, warum sich - abgesehen von ein paar kleinen Pilotanlagen - in dieser Richtung nichts tut. Als übertrieben sieht Prof. Heck anscheinend besonders die Sorge von Bürgerinitiativen um das Landschaftsbild in den Mittelgebirgen an. Ihnen hält er den Ausspruch des Filmemachers Edgar Reitz entgegen: "Heimat kann nur durch Veränderung lebendig bleiben." Ohne genauere Interpretation kann dieser Spruch als Vorwand zu allerlei Unfug dienen: zum Aufstauen möglichst vieler Bäche zwecks Wasserkraftnutzung, zum Überziehen des Landes mit Mais-Monokulturen für Biogasanlagen und so weiter. Auch die Kritik vonseiten des Naturschutzes, welcher Windkraftbefürwortern oft mit Witzeleien über die Mopsfledermaus begegnet, muss ernst genommen werden. Ich bin optimistisch, dass die noch weiter zu erforschenden ökologischen Folgen und ihre Berücksichtigung nicht zur Blockierung der Energiewende führen und dass vernünftige Kompromisse herauskommen. Dr. Hans Reichert, Trier
14.12.2013: - Kommunalpolitik: Zum Artikel "Ihr wollt Geld, wir wollen Natur" (TV vom 29. November)

Leserbrief Volksfreund vom 13.12.2013 von Dr. Ernst J. Cleven, Meisburg

Nicht neutrale Befragungen einmal abgesehen davon, dass der Bodenbacher Bürgermeister sowie der Rat der Gemeinde sich schwer zu tun scheinen mit Begriffen wie Demokratie und Repräsentativsystem, mit Fragen wie "Wer ist der Souverän in Bodenbach?" und "Wer ist nur Vertreter des Souveräns?", ja sich schwer zu tun scheinen mit Mehrheitsentscheidungen, scheinen Bürgermeister und Rat die Mehrheit der wahlberechtigten Bodenbacher für dumm zu halten. 112 von 180 wahlberechtigten Bodenbachern sind demnach nicht in der Lage, sich ein eigenes Bild zu machen, eine eigene Meinung zu entwickeln, ein eigenes Urteil zu formen. Sie lassen sich von nicht neutralen Befragungen ködern und mit einseitigen Informationen leichtfertig fangen - und sind deshalb gegen die Windkraftpläne vom Ortsbürgermeister und Rat. Sind aber nicht vielleicht gerade auch der Bodenbacher Bürgermeister und Rat einseitig informiert und einseitig orientiert? Was für ein Segen, dass im Frühjahr 2014 Kommunalwahlen anstehen. In Bodenbach und auch überall sonst im Land. Dr. Ernst J. Cleven, Meisburg
28.11.2013: - Meinung: Die Ersten werden die Letzten sein

Kommentar Volksfreund vom 11.11.2013 von Katharina Hammermann

Angeblich fängt der frühe Vogel ja den Wurm. Deshalb haben sich viele Dörfer und Verbandsgemeinden wie die Wilden daran gemacht, möglichst schnell möglichst genau festzulegen, wo sich bei ihnen Windräder drehen sollen.
In dem System Energiewende ist gehörig Druck drin. Die Investoren wollen am liebsten gleich schon Verträge schließen. Die Ortsgemeinden wollen die ersehnten Pachteinnahmen am liebsten gleich schon in ihren maroden Haushalt einstellen und machen ihren Verbandsgemeinden daher ordentlich Druck. Und die wären mit ihrer Flächennutzungsplanung lieber gestern als morgen fertig.
Allerdings fängt der frühe Vogel im Rahmen der Energiewende keinesfalls den dicksten Wurm. Im Gegenteil: Für die, die besonders schnell waren, ist der Wurm drin. Sie müssen ständig umplanen, weil sich die politischen Rahmenbedingungen parallel ändern: ein neuer Windatlas, neue Regelungen für Windkraft im Wald, neue Tabuzonen in den historischen Kulturlandschaften und womöglich bald neue Fördersätze …
Und jetzt stellt sich heraus, dass so manche Kommune in der Region Trier sich das alles hätte sparen können, weil die Deutsche Flugsicherung keine weiteren Windräder genehmigen will. Egal, ob die Investoren schon teure Fledermausgutachten & Co. erstellen lassen. Egal, wie viel die Planung bereits gekostet hat. Was wird da an Geld und Energie verbrannt! Die, die besonders schnell waren, stehen nun besonders schlecht da.
Den Kommunen kann man es nicht einmal vorwerfen. Die Geschwindigkeit ist ja landespolitisch gewollt – auch, wenn es sinnvoller gewesen wäre, erst einmal den Rahmen festzuzurren, ehe die Detailplanung beginnt.
Allerdings stellt sich die Frage, ob es überhaupt richtig war, die Planung der Energiewende in die Hände der Gemeinden zu legen. Besteht wegen des hohen politischen Drucks doch die Gefahr, dass Entscheidungen nicht nur aus sachlichen Gründen getroffen werden. Da wird mancherorts in Pläne investiert, die bekanntermaßen so gut wie keine Aussicht auf Umsetzung haben. Jeder wurschtelt vor sich hin. Es fehlt der nüchterne Blick von außen. Es fehlt eine koordinierende Stelle. Das ist ein ganz schönes Chaos.
Hoffentlich gelingt es trotz der vielen Fehler, die derzeit zuhauf gemacht werden, das Experiment Energiewende zu einem Erfolgsmodell zu machen. Katharina Hammermann
19.11.2013: - Zum Artikel "100 Windkraftstandorte vor dem Aus" (TV vom 12. November)

Leserbriefe Volksfreund vom 19.11.2013

Soll man lachen oder weinen? Da lässt die Regierung die Kommunen uferlos planen und weckt Begehrlichkeiten, und dann sagt die Flugsicherung, eine Bundesbehörde: Das geht nicht, hier werden allgemeine Sicherheitsinteressen verletzt. Hat das vorher in den Ministerien keiner gewusst? Schon in der Schule kann man lernen, mit welchen Landesplänen und Bundesvorschriften ein Flächennutzungsplan übereinstimmen muss. Die Stellungnahme der Flugsicherung zeigt, wie gedankenlos seitens der Planer, der Kommunen und des zuständigen Ministeriums mit den Standorten für Windkraftanlagen umgegangen wird. Um Anlagen errichten zu können, möchte Frau Höfken sogar das Waldgesetz ändern (der Volksfreund berichtete). Die Wiederaufforstung, also die Nachhaltigkeit, scheint auf anderem Wege nicht umsetzbar - außer man stellt keine Räder mehr auf. Christa Breidert, Hermeskeil
12.11.2013: - Zu den Artikeln "Geld statt neuer Bäume: Ministerin will Waldgesetz ändern" und "Der Wald ist nicht gefährdet" (TV vom 31. Okt./7. Nov.)

Leserbriefe Volksfreund vom 12.11.2013

Ich glaube, dass nun das Fass voll ist. Bei den Grünen (hier nicht nur Ulrike Höfken) kommt zur Unwissenheit über erneuerbare Energien jetzt auch noch Dummheit hinzu. Die Grünen sind von ihren Wurzeln weit entfernt; viele gehören noch mal auf die Schulbank, um im Öko-Bereich Nachhilfe zu erhalten. Die anderen etablierten Parteien besitzen mehr Verständnis für Natur und Umwelt als die "Öko-Partei". Hannelore Kraft als NRW-Ministerpräsidentin scheint als Einzige die Zusammenhänge im Bereich erneuerbare Energien zu kapieren. Wenn sie es vielleicht auch nicht studiert hat, sind ihr die Begriffe Grundnetzversorgung, Synchron-Windgeneratoren, 50-Hz-Synchronisation des Wechselstromnetzes (kann bei Windausfall von den Windkraftanlagen nicht erzeugt werden) bewusst gemacht worden. Hier in Rheinland-Pfalz scheine ich mit meinen Leserbriefen keine Mitdenker zu erreichen...
04.11.2013: - Zum Thema: Geld statt neuer Bäume: Grüne Ministerin will Waldgesetz ändern

Leserbrief von Jörg Rehmann

Ende 2011 hat Umweltministerin Höfken es abgelehnt, offiziell in den Soonwald zu kommen. Verstohlen hat man eingeräumt, dass man sich durch Vorab Zusagen an die Hochwaldregion überantwortet hat. Und das bereits während des noch laufenden Interessenbekundungsverfahrens (Nationalparkplanung Phase 1). Damit ist bewiesen, dass die rot grüne Landesregierung ihr eigenes Ausschreibungsverfahren unterlaufen und die Soonwaldregion sowie alle potentiellen Bewerber ausgeschlossen hat.
Vor diesem Hintergrund ist die Behauptung, man habe das Nationalparkverfahren "demokratisch" und unter Mitwirkung der Bürger durchgeführt, nicht nur gelogen. Es ist eine Pervertierung des Begriffes Demokratie.
In zahlreichen anderen Verwaltungsverfahren wurden seither die Bürger systematisch ausgeschlossen, der Naturschutz wurde faktisch abgeschafft, die Kulturlandschaft nach Windkraft Willkür umdefiniert und die Tourismus- schwerpunkte per Diktat neu festgelegt. Seitdem zerfällt Rheinland Pfalz unter Rot Grün in begünstigte und benachteiligte Regionen. Mehr als 1000 Bürger aus anderen Bundesländern haben Informationsreisen hierher unternommen, um sich über die Auswirkungen der rot grünen Ideologie Exzesse zu informieren...

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07.04.2013: - Regisseur Edgar Reitz kritisiert "Verspargelung" des Hunsrücks

Kommentar Volksfreund vom 07.04.2013

Windkraftgegner im Hunsrück haben einen prominenten Unterstützer erhalten: Regisseur Edgar Reitz. Er hat sich äußerst kritisch zu Windrädern um Soon- und Idarwald geäußert.

Kirchberg. Während in den Gemeinden Morbach und Thalfang Windkraftpläne bislang ohne größere Kritik geschmiedet wurden, wächst andernorts der Widerstand. Vielfach haben sich Initiativen gegründet wie die Bürgerinitiative (BI) Windkraftfreier Soonwald. Sie hat nun einen prominenten Unterstützer bekommen: Regisseur Edgar Reitz, der wohl berühmteste Sohn Morbachs.
"Der rasante Wildwuchs von Windrädern im Hunsrück ist für mich jedes Mal ein Schock, wenn ich in den Hunsrück komme", hat Reitz an die BI geschrieben, die dies wiederum auf ihrer Homepage (www.windkraftfreier-soonwald.de) veröffentlicht hat. Weiter meint Reitz in dem Schreiben, dass es dem unvergleichlichen Landschaftsbild zu verdanken sei, dass die Landschaft um Soonwald und Idarwald in seinen Filmen für Millionen von Zuschauern zu einem Inbegriff von Heimat geworden sei.
Von diesem Landschaftsbild sei jeder entzückt gewesen, der den Hunsrück auf den Spuren der Filme bereist habe. Doch die wahllose Verspargelung der Gegend habe dies beendet. Der Profitgier werde jegliches Schönheitsempfinden für die Heimat geopfert. Für weitere Filme sei der Hunsrück nicht mehr geeignet. mai

15.10.2013: - Zu "Saubere Energie: Region Trier führt" (TV vom 27. September) schreibt dieser Leser:

Leserbrief Volksfreund vom 15.10.2013

Die Region Trier ist bei erneuerbaren Energien, insbesondere durch Windkraftanlagen, europäischer Spitzenreiter. Ob man sich darüber freuen soll, ist eine andere Frage. Zumindest die Protagonisten, die eine solche Ehrenurkunde in Empfang nehmen konnten, sind es und beglückwünschen sich. Das Land ist stolz darauf, dass es seine ehrgeizigen Ziele in der Energiepolitik mit Hilfe der Planungsgemeinschaften und Kommunen verwirklichen kann. Die betroffene Bevölkerung in Eifel und Hunsrück hat dieses Ereignis hinzunehmen. Sie muss wohl oder übel mit einer sich immer stärker ausbreitenden Verspargelung unserer Natur durch Windkraftanlagen leben. Ministerin Lemke hat schon angekündigt, dass sich die Zahl der Windräder von aktuell 1250 bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppeln wird. Offenbar sind die Widerstände in den ländlichen Regionen so gering, dass man nahezu unbegrenzt Raubbau an der Kulturlandschaft in Eifel und Hunsrück betreiben kann. Der Eingriff in unsere Natur fällt umso leichter, da die Eifel, bis auf wenige Ausnahmen, nicht als bedeutende Kulturlandschaft eingestuft wird. Wo bleibt das oft beschworene Bekenntnis zur Eifel als eine der reizvollsten Mittelgebirgslandschaften, die sich besonders für den Tourismus eignet? Dagegen erleben wir künftig eine von Windkraft geprägte Industrielandschaft, die dem Tourismus massiv schaden wird. Es klingt wie Hohn, wenn die Energieministerin davon spricht, dass sich Touristen gerne die alles überragenden Windräder ansehen wollen. Sie werden dies wohl tun, um künftig auf ihren Urlaub in der Eifel zu verzichten. Was die Landesregierung als Zukunftschance bezeichnet, ist in Wirklichkeit in dem sich abzeichnenden Ausmaß eine Vernichtung von Natur, Tourismus und Lebensqualität. Dass sich die Gemeinden in einem Solidarpakt zusammenschließen, hat vordergründig mit monetären Anreizen zu tun. So hat z. B. die Verbandsgemeinde Prüm ganz im Sinne der Ministerin und des Gemeinde- und Städtebundes beschlossen, den 110 vorhandenen Windrotoren 74 weitere hinzuzufügen; die Planungsgemeinschaft plant weitere 180 in der Region. Mit den Pachteinnahmen - bis zu 40 000 Euro/Windrad möchte man kommunale Haushalte sanieren. Mit solchen Einnahmen und durch eine hohe Subventionspolitik gewinnt man Gemeinden als willfährige Partner. Mit der Windkraft ist ein industrieller Erwerbszweig mit großem Lobbyismus entstanden, der sich immer stärker in unsere Natur hineinfrisst. Einwände werden als Populismus bezeichnet; selbstverständlich würde alles im Einklang mit der Natur geschehen. Die Bevölkerung ist gefordert, einer weiteren Zerstörung des Landschaftsbildes Einhalt zu gebieten.

Dieter Müller, Neuerburg-Daudistel
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26.09.2013: - Zu den Gerolsteiner Windkraftplänen schreibt dieser Leser:

Leserbrief Volksfreund vom 26.09.2013

Ich finde es grundsätzlich gut, dass der TV dieses Thema so kontrovers aufgreift. Ich selber bin aus den verschiedensten (persönlichen wie ökonomischen) Gründen absolut dagegen und hoffe sehr, dass wir diese Horrorvorstellung möglichst noch abgewendet bekommen. Denn über 200 Meter hohe Windräder rund um ein Dorf - wer möchte da noch wohnen? Und wir brauchen uns auch nichts vorzumachen, denn bei nur einem Windrad wird es nicht bleiben. Ist die Büchse der Pandora erst einmal offen, dann wird auch gebaut. Denn es findet sich immer jemand, der das schnelle Geld der nachhaltigen Gestaltung vorzieht. Und dass sich so krass über den Bürgerwillen der Bevölkerung (der Ortsgemeinderat Neroth hat sich gegen Windräder ausgesprochen) hinweggesetzt wird, finde ich zusätzlich schlimm. Unserer politischen Führung scheint es wichtiger zu sein, politische Vorgaben möglichst schnell und linientreu zu erfüllen, statt unsere Zukunft so zu gestalten, wie es für Mensch und Natur nachhaltig gut wäre. Wir brauchen sicherlich nicht darüber zu diskutieren, dass eine regenerative Stromerzeugung grundsätzlich etwas Gutes ist, nur sollte dies meiner Meinung nach nicht um jeden Preis erkauft werden. Denn für die Menschen und Gemeinden im Umfeld der Windräder würde dies doch erhebliche negative Konsequenzen mit sich bringen.

Jan Steffes, Neroth

14.09.2013: - Grußbotschaft von Enoch zu Guttenberg für den 14.09.2013 anlässlich der Vereinsgründung „Bündnis Energiewende für Mensch und Natur" in Simmern

Grußbotschaft von Enoch zu Guttenberg

In der bewegten Geschichte Mitteleuropas, insbesondere auch unseres Landes, gab es immer wieder Zeiten, ja ganze Epochen schlimmer religiöser oder politischer Verblendung und menschenverachtender Ideologien, denen oft nur wenige Wissende offen u-nd tapfer, aber meist erfolglos widerstanden.

Oft wurde solcher Mut mit Acht und Bann. mit dem Verlust der Freiheit, ja mit dem Tod bezahlt. Gott sei Dank lassen heute die Demokratien solchen drakonischen Umgang mit Andersdenkenden nicht mehr zu, aber - die Demokratien sind leider nicht im Stande sich selbst vor Ideologie und Verblendung zu schützen.

Und - verblendet und menschenverachtend sind heute die, die unsere letzten natürlichen menschlichen -, nicht urbanisierten Lebensräume in Grossindustriegebiete verwandeln, also Wälder, und Horizonte mit Windkraftanlagen zerstören und Felder und Wiesen mit vielen Hektar grossen Solar-"Parks" unwiederbringlich verwüsten.

Es ist an der Zeit zu kämpfen ! - und solche vorzuführen, die immer noch Natur- und Umweltschutzverbänden vorstehen, aber oft gerade jene Landschaften und jene Natur der Verwüstung preisgeben, - bisweilen gegen hohen Judaslohn - für deren Schutz lhre Vorgänger , ja sogar sie selbst einmal vehement gekämpft haben...

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01.07.2013: - Energie: „Aufstand in der Rotorsteppe“
Leserbrief zum Spiegel Nr. 27/2013 Artikel "Aufstand in der Rotorsteppe"
 
Ja, es zeigt immer deutlicher, dass bei der Umsetzung der Energiewende in fast allen Bereichen das Chaos herrscht und eine
ordnende, starke Hand fehlt. So haben die Lobbyisten ungehindert „Freie Fahrt“, derweil Mutti Merkel die Probleme nach Kohlherrenart gemütlich im Kanzleramt einfach aussitzt! Mögen doch andere sich die Finger verbrennen, ihr Ruf bleibt so ungeschmälert gut.
Der Artikel zeigt in einigen Bereichen leider, dass auch die Reporter des Spiegels zusehends mit „heißer Feder“ arbeiten. (Dabei besteht die Gefahr, auf das Niveau des FOCUS abzurutschen.)
So stellen sie zwar richtig dar, dass der Strompreis an der Leipziger Strombörse auf ca. 3,5 Cent gesunken ist und trotzdem der normale Endverbraucher mittlerweile ca. 27 Cent bezahlen muss...

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12.06.2013: - Die Zerstörung der Heimat

Leserbrief: Eifel-Zeitung, 12.06.2013

In Zeiten zinslosen Geldes, das für manche windige Zeitgenossen scheinbar unbegrenzt verfügbar  ist, wird zurzeit in jeden Blödsinn investiert. Oft in Großbaustellen, bei denen auch die Politik die Hände im Spiel hat, hochsubventioniert, aber letztendlich muss der Steuerzahler die Zeche zahlen.  Baumaßnahmen die oft nicht richtig geplant, technisch nicht funktionieren und die vor allem keiner braucht. Siehe Nürburgring, Stuttgart 21, Flughafen Berlin und viele weitere Leuchtturmbaustellen. Jetzt sollen auch die noch weitgehend naturbelassenen Wälder der Vulkaneifel für eine „Prämie für Natur und Landschaftszerstörung“ mit Riesenwindrädern zugestellt werden? „Windindustrieanlagen,
50 m höher wie als Kölner Dom.“ Ich hoffe, dass sich dieser Unsinn noch stoppen lässt!
12.06.2013: - Nein zu Windanlagen im Wald

Leserbrief Volksfreund vom 12.06.2013

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04.06.2013: - Offener Brief von Michael Preute, alias Jacques Berndorf
"Ich lese an Pfingsten 2013 in einer Tageszeitung, dass der Rat der Verbandsgemeinde Hillesheim darauf verzichtet, in unmittelbarer Nachbarschaft des Golfplatzes Hillesheim/Berndorf fünf neue, große Windkraftanlagen aufzustellen. Der Grund, so heißt es, sei die Entdeckung von zwei Milanhorsten. Das ist der Raubvogel, der sich die Eifel ausgesucht hat, um in Europa zu überleben. Bei der Begründung in Hillesheim waren die Rotmilane freundlich gelogen.
Es war in Wahrheit die Gemeinde der Golfspieler: Auf einem Platz mit 200 Meter hohen Windkraftanlagen macht Golf absolut keinen Spaß mehr, Besuchern aus anderen Clubs kann man eine derartige Peinlichkeit nicht anbieten. Selbst bis hierher ist die Geschichte nur halb erzählt. Jemand vom Sturm‐Im‐Wald e.V. erstellte eine Fotomontage: So wird der Golfplatz mit Windrädern realistisch aussehen. Da herrschte blankes Entsetzen, dann könne man den Platz dichtmachen. Ich schreibe diese Zeilen, um den Frauen und Männern von Sturm‐Im‐Wald e.V. in Hillesheim und in Kelberg meinen aufrichtigen Dank zu sagen. Seit April 2011 kämpfen sie jetzt gegen die geplanten Windräder. Sie mussten sich beleidigen und übel beschimpfen lassen, sie ackerten bis an die Grenze des Zumutbaren, sie machten Hausbesuche, organisierten Bustouren, vernachlässigten die Familien und den Job, saßen nächtelang vor ihren PCs und sprachen unermüdlich mit anderen Aufmüpfigen in anderen Gegenden Deutschlands. Mit ihnen zusammen kämpfen alle Naturschutzverbände. Es geht um die industrielle Vermarktung des Waldes in der Vulkaneifel...

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23.05.2013: - Unrecht und Gesetzlosigkeit

Leserbrief Rhein-Zeitung vom 23.05.2013

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15.05.2013: - Problem wird verharmlost

Leserbrief Volksfreund vom 15.05.2013

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14.05.2013: - Ausverkauf unserer Heimat

Leserbrief Rhein-Zeitung vom 14.05.2013

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23.04.2013: - Zur Diskussion über die Suche nach Standorten...

Leserbrief Volksfreund vom 23.04.2013

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09.12.2011: - Der nüchterne Aspekt

Leserbrief: Windkraft: Segen oder doch Fluch? von Gerhard Heß, 59872 Meschede an Dorfinfo

Der nüchterne Aspekt

Nachdem ich in meiner ersten Zuschrift die Problematik der Errichtung eines Windkraftanla-   genparks zwischen Berlar und Blüggelscheidts von der emotionalen Seite meiner Seele her betrachtet habe und auch die Ironie meiner Worte sicherlich nicht zu übersehen war, so werde ich jetzt die ganze Angelegenheit einmal von ihrer ganz nüchternen Seite her darstellen.

1. Vogel- und Artenschutz

Als ich das Umweltverträglichkeitsgutachten las, das der Gemeinde Bestwig als eine ihrer Entscheidungshilfen für die Standortzusage in unserem Bereich diente, traute ich wieder einmal nicht meinen Augen und musste feststellen, dass es von Irrtümern, Unkenntnissen der tatsächlichen Lage und ziemlich getrübtem Sachverstand nur so wimmelte. Zuerst fiel auf, dass hier zwar eine Menge Vögel aufgelistet sind, die hier leben, brüten und ihre Jungbrut aufziehen, aber dass ein entscheidender Anteil nicht aufgelistet wurde. Vor allem wurden Schwarzstörche (30-35 Brutpaare in NRW), der Kuckuck, Grün- und Schwarzspecht (800-1500 Brutpaare in NRW), Sperber und Habicht erst gar nicht erwähnt. Die meisten im Gutachten erwähnten Vögel wurden als „Allerweltsarten“ bezeichnet, die keinen besonderen Schutz brauchen und benötigen, da es sie noch so häufig gibt. Weit gefehlt! Ein Blick in die aktuellen roten Listen der vom Aussterben bedrohte Vögel hätte den Gutachtern ein ganz anderes Bild gezeigt.

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