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NEU

Deutschlands Energiewende - ein sich anbahnendes Desaster

Liebe Sturm im Wald Freunde,

Dieser super Vortrag von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt wurde am 17. Januar 2017 im House of Commons, London, gehalten.

Ganzen Vortrag ist hier zu lesen oder downloaden

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, geb. 1949, ist Professor im Fachbereich Chemie an der Universität Hamburg. 1984 wurde er Staatsrat der Hamburger Umweltbehörde, von 1991 bis 1997 war er Umweltsenator von Hamburg, danach Vorstand der Deutschen Shell AG, verantwortlich u.a. für Erneuerbare Energien und Chemie; 2001 bis 2007 Vorstandsvorsitzender des Windkraftanlagenherstellers REpower Systems. Von 2008 bis 2012 war er Geschäftsführer der RWE Innogy, der für Erneuerbare Energien zuständige RWE Tochtergesellschaft. Seit 2012 ist er Alleinvorstand der Deutschen Wildtierstiftung. Vahrenholt war Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung unter Kanzler Schröder und Kanzlerin Merkel und ist Mitglied des Senats der Fraunhofer- Gesellschaft und Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften Acatech in Berlin. 1978 erschien sein Bestseller Seveso ist überall, 1983 die Lage der Nation. Quelle: kaltesonne.de
08.02.2017 Kommentare von Kelberger Verbandsgemeinderatsmitgliedern

Derzeit sind auf Facebook einige Kommentare von Kelberger Verbandsgemeinderatsmitgliedern und dem Bürgermeister von Oberelz zu unserem Flyer „STURM IM WALD nimmt Stellung“ zu lesen, auf die die Wählergruppe Sturm im Wald e.V. (SiW) hiermit gerne eingehen möchte.

Wilfried Jax (SPD): „Bei der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderates am 01./02.12.2016 haben die Vertreter von SIW genau dieser Planung (Anmerkung SiW: Potentialfläche 737 ha = 5,27% der VG Fläche) und einer 2. Offenlage zugestimmt.“

SiW: Von ca 600 Beschlüssen, über die der Verbandsgemeinderat in den Sitzungen am 01. und 02.12.2016 abgestimmt hat, wurden bis auf die eigenen Anträge ca. 580 von SiW abgelehnt. Also kann man nicht behaupten, dass SiW dieser Planung zugestimmt hat. Der Fortschreibung des FNP in der Schlussabtimmung der Verbandsgemeinderatssitzung vom 02.12.2016 haben wir nur deshalb zugestimmt, weil eine Ablehnung letzendlich zur Privilegierung geführt hätte, die wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern wollen.

Wilfried Jax (SPD): „SiW appelliert an die Bürgerinnen und Bürger gegen die jetzige Planung zu protestieren und „die Einstellung der Windkraftplanungen und die Freihaltung der gesamten Verbandsgemeinde von weiteren Windkraftanlagen“ zu fordern.“

SiW:  Einstellung der Planung heißt nicht Einstellung des FNP Verfahrens oder sogar die Privilegierung. Wir fordern aus den im Flyer aufgeführten Gründen die Beendigung der Planung, keine weiteren kostenintensiven Untersuchungen mehr und eine Verabschiedung des Flächennutzungsplans ohne Ausweisung neuer Vorrangflächen. Analog der Entscheidung in der VG Hillesheim.

Wilfried Jax (SPD): „Die Zahl von 100 WKA ist nach meiner Einschätzung ein rein hypothetischer Wert der nicht belegbar und damit allein zum Zweck der „Panikmache“ sprich zur Verunsicherung der Bürger genannt wird.“

SiW: Mit einer Potentialfläche von 737 ha was 5,27% der Verbandsgemeindefläche entspricht, liegt die VG Kelberg in ganz Rheinlandpfalz mit an der Spitze. Damit liegen wir weit vor der VG Kaisersesch, die mit 431 ha ca. 3,1% der VG Fläche ausweist und mit 63 Windenergieanlagen (WEA) auf beiden Seiten der A 61 von Ulmen nach Mayen jedem bekannt sein dürfte. Ebenso die VG Obere Kyll, die mit 523 ha ca. 3,8% der VG Fläche und 74 WEA noch weit unter den 5,27% der VG Kelberg liegt. Wenn man jetzt von beiden Nachbar VGs die Flächengröße durch die Anzahl der WEA teilt, so kommt man auf einen Flächenverbrauch von 7 ha pro WEA. Teilen wir nun die Potentialfläche der VG Kelberg von 737 ha durch 7 ha pro WEA so sind auch bei uns 105 WEA möglich. Wenn die Fläche einmal für die Windenergie freigegeben ist, wer will verhindern, dass diese nicht bis auf den letzten qm auch dafür genutzt wird?

Albert Grohnert (Bürgermeister Oberelz): „Windräder kann man wieder abbauen wenn eine bessere Energiequelle gefunden wurde, Atomkraftwerke beschäftigen und noch hunderte von Jahren.“

SiW: Während der Kaltwetterperiode vom 16. bis zum 26.01.2017 trugen die 26.000 Windkraftanlagen und der auf 400 Millionen Quadratmeter angewachsene Fotovoltaik-Park Deutschlands so gut wie nichts zur Elektrizitätsversorgung unseres Landes bei. Der Totalausfall der „Säulen der Energiewende“, wie Sigmar Gabriel die wetter- und subventionsabhängigen Energiequellen nennt, war dabei keine Momentaufnahme, sondern ein über zehn Tage anhaltender Dauerzustand. Man kann zwar kleine Mengen an Strom speichern, der Bedarf an Energiespeichern in Stromnetzen ist aber gigantisch groß. Speicher in der erforderlichen Größe sind in Deutschland nicht vorhanden und nicht realisierbar. Woher kommt also der Strom bei einer Windflaute, nachdem wir sieben Atomkraftwerke seit Fukushima vom deutschen Netz genommen haben? Aus unseren europäischen Nachbarländern! Hier gelten geringere Sicherheitsstandards, so dass neben Fessenheim noch die veralteten Atomkraftwerke im belgischen Tihange in der Nähe von Lüttich und im französischen Cattenom am Netz sind, um bei Windflaute einen deutschen Blackout zu verhindern.

Peter Burggraaff (CDU): "In der Verbandsgemeinderatssitzung vom 01.12.2016 wurde die Heraufsetzung des Abstandes zum Ferienpark von 1.450 m auf 2.000 m mehrheitlich beschlossen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Holzberg mit dem Hurenbusch als Vorrangfläche herausgefallen ist. Ebenfalls wurde beschlossen, den Höhenzug Gewaderköpfchen-Rote Heck in Verbindung mit dem Kamm nördlich von Kelberg als Vorrangfläche herauszunehmen. Es ist sehr bedauerlich, dass die Vertreter von Sturm und Wald, diese Beschlüsse in ihrer Stellungnahme nicht berücksichtigen und so tun, als ob diese Flächen noch als Vorrangflächen zu betrachten sind. Die Bürgerschaft wird also falsch informiert."

SiW: Die Vertreter von Sturm und Wald haben sehr wohl diese Beschlüsse in ihrer Stellungnahme berücksichtigt. Inzwischen wurden die Bürger der Gemeinden Retterath und Salcherath per Rundschreiben vom Gemeinderat und Ortsbürgermeister aufgefordert, eine Stellungnahme gegen die 2.000 m Abstand zum Ferienpark abzugeben, da ansonsten 3 Windkraftanlagen für die Gemeinde wegfallen. Aus diesem Grund fordern wir in unserer Stellungnahme weiterhin, dass das Wilde Gebirge als langgestreckter Höhenzug westlich von Kelberg, das Kläppchen und der Holzberg mit dem Hurenbüsch bei Sassen, ferner der Höhenzug Gewaderköpfchen - Rote Heck in Verbindung mit dem Kamm nördlich von Kelberg als große geschlossene Waldgebiete und Kulturlandschaftsbereiche mit sehr hoher kulturhistorischer Bedeutung von Windkraftanlagen frei bleiben.

Albert Berens (CDU): "Die Windkraftgegner wissen nicht was sie tun. Die Windkraftgegner in unserer Region spielen ein gefährliches Spiel. Deren Operationen können sehr leicht zu mehr Windkraftanlagen führen als überhaupt beabsichtigt."

SiW: Kein Kommentar.

03.02.2017 10 kalte Tage im Januar – 1 klare Sicht im Land

Energiewende trifft frostige Wirklichkeit-Kaltflaute offenbart Desaster

Der “Stand der Dinge im Stromsektor” wird von Lobbyorganisationen regelmäßig wirklichkeitsverzerrend dargestellt, d.h. vernebelt. Die Kälteperiode im Januar 2017 ließ dem von “Agora” und gleichgesinnten Akteuren erzeugten Nebel keine Chance. Die Chance auf einen unvernebelten Blick auf das Geschehen hat  VERNUNFTKRAFTgenutzt und zehn Tage im Januar analysiert.

 3. Februar 2017

Während der Kaltwetterperiode vom 16. bis zum 26. Januar 2017 trugen die 26.000 Windkraftanlagen und der auf 400 Millionen Quadratmeter angewachsene Fotovoltaik-Park Deutschlands so gut wie nichts zur Elektrizitätsversorgung unseres Landes bei.

Der Totalausfall der „Säulen der Energiewende“, wie Sigmar Gabriel die wetter- und subventionsabhängigen Energiequellen nennt, war dabei keine Momentaufnahme, sondern ein über zehn Tage anhaltender Dauerzustand:

Die Großwetterlage zwang die deutschen Stromproduzenten zum Einsatz aller verfügbaren konventionellen Anlagen, um die Netzstabilität aufrechterhalten zu können. Ohne den konventionellen Kraftwerkspark und die Möglichkeit, wetterfesten Strom aus Kernkraft und Kohle (z.B. aus Tschechien und Frankreich) importieren zu können, wäre die Stromversorgung in diesen zehn Tagen extrem gefährdet gewesen. Eine Ahnung von den möglichen verheerenden Konsequenzen verleiht die Bundestagsdrucksache „Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Strom-versorgung“ aus dem Jahr 2011.

Die „gesicherte Leistung“ aller Windkraft- und Photovoltaikanlagen bleibt trotz des starken Zubaus der letzten Jahre weiterhin nahezu Null. Eine Glättung der Stromeinspeisung aus Windkraftanlagen ist trotz ihrer großflächigen Verteilung über das gesamte Bundesgebiet ausgeschlossen. Ausschläge und Schwankungen steigen mit dem Zubau weiter an.

Die jüngste Kaltdunkelflaute – kein Wind, kein Sonnenschein – offenbarte das Ausmaß des „Speicherproblems“ von Wind- und Solarenergie. Konventionelle Kraftwerke mussten die Stromversorgung fast vollständig übernehmen. Die hohen Börsenpreise belegen die Stromknappheit während dieses Zeitraums. Die „Stromspeicherung“ als Ausweg ist angesichts der Größenordnung des Stromverbrauchs illusorisch. In zehn Tagen werden ca. 16 Milliarden kWh verbraucht. Für eine entsprechende Batteriespeicherung wären Investitionskosten von 16 Billionen (16.000 Milliarden) Euro fällig. Die einzige großtechnische Alternative über Pumpspeicherkraftwerke würde – zusätzlich zu den bestehenden sieben – den Bau von 2800 neuen Anlagen mit je 1000 MW Nennleistung erfordern.

Doch außer dem Totalausfall kann sich auch die Hyperaktivität von Windkraft- und Solaranlagen desaströs auswirken. Denn nicht nur Kälteflauten, sondern auch Sturmtiefs bringen das deutsche Stromversorgungssystem immer häufiger und immer näher an den Kollaps:

Bei viel Sonne und Wind überschreiten die hohen Einspeisungen immer öfter den minimalen Bedarf. Die konventionellen Kraftwerke können ihre Leistung aber maximal auf Null reduzieren. Genügt das nicht, müssen EEG-Anlagen vom Netz genommen werden, deren dann nicht erzeugte Leistung aber trotzdem mit hohen Millionenbeträgen vergütet werden muss. Durch die wegbrechende Regelfähigkeit der konventionellen Anlagen wird die Netzstabilität extrem gefährdet. Die Situation, dass kein ausreichender Puffer zur Sicherung der Netzstabiliät durch konventionelle Anlagen mehr vorliegt und der unverwertbare Anteil nicht regelbarer Energie zu negativen Strompreisen führt, wird zur Regel werden.

Viel schlimmer als die teure Entsorgung wertlosen Stroms ist für die deutsche Stromversorgung der bald nicht mehr vorhandene Regelpuffer mit konventionellen Kraftwerken, die den mit Vorrang einspeisenden regenerativen Energien nachregeln müssen. Die starke Zunahme von Eingriffen in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken („Redispatch-Maßnahmen“), um Leistungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen, kündet von der Gefahr: Da die Spitzen der Erzeugung von Sonne und Wind ein Maß erreicht haben, das sich seit geraumer Zeit sehr häufig mit dem Bereich des Verbrauchs schneidet, schwindet die Regelfähigkeit des Netzes aufgrund der schwindenden Flexibilität der Erzeugung massiv. Der Blackout wird immer wahrscheinlicher!

Eine tiefergehende Analyse der Vorgänge im Stromversorgungssystem zum Jahresbeginn 2017 und eine ausführlichere Diskussion der Implikationen ist unter www.vernunftkraft.de/kaltflaute abrufbar. 

Die Faktenlage legt eindrücklich nahe, dass der weitere Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugungsanlagen die Stromversorgung immer näher an den Kollaps führt. Gleichzeitig werden auch die energiepolitischen Ziele „Wirtschaftlichkeit” und „Umweltverträglichkeit” mit jeder neu errichteten, durch Einspeisevorrang und Fixvergütung begünstigten Windenergieanlage in immer weitere Ferne gerückt.

Als Landesverbände von über 630 Initiativen, bestehend aus aufgeklärten und für eine vernünftige Energiepolitik eintretenden Bürgern aus dem ganzen Bundesgebiet, halten wir fest: 

Kleinliche Diskussionen um die Verteilung von Netzentgelten oder ähnliche Nebenschauplatzgefechte sind fehl am Platz. Die Antwort auf eine für das ganze Land verheerende Entwicklung muss vielmehr in der Beseitigung des grundlegenden Fehlers liegen.

Deshalb ist der Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugung unverzüglich einzustellen.

„Energiewende“ trifft frostige Wirklichkeit

Ausgabe von Bundesinitiative für vernünftige Energiepolitik. (Januar 2017)

„Energiewende“ trifft frostige Wirklichkeit"

Befund

  1. Während der Kaltwetterperiode im Januar 2017 fiel die Einspeisung der Windenergie- und Photovoltaikanlagen fast völlig aus.
  2. Die Kaltflaute zeigt, dass adäquate Speichertechnologien in der dann nötigen Größenordnung eine Illusion darstellen.
  3. Hinzu kommt, dass die wachsenden Spitzen bei hohen Leistungs-einspeisungen den minimalen Bedarf überschreiten und durch die wegbrechende Regelfähigkeit der konventionellen Anlagen die Netzstabilität extrem gefährdet wird. Der Blackout wird immer wahrscheinlicher.

Tiefergehende Analyse im Anhang

 

23.01.2017: Windkraftlobby außer Rand und Band

Die letzten Tage des Höcherberges

"Windkraftlobby außer Rand und Band - keine Skrupel mehr vor Massenmord an Tieren"

Das Bundesumweltministerium bemüht sich derzeit darum, das Tötungsverbot des Bundesnaturschutzgesetzes gegenüber streng geschützten Tieren zugunsten der Windradlobby per Gesetzesänderung aufzuweichen. Das hat sogar den Widerstand von ansonsten windkraftfreundlichen Naturschutzverbänden herausgefordert. In Wahrheit jedoch wird das Tötungsverbot in der Genehmigungspraxis - auch aufgrund politischen Drucks auf die Rechtsanwender -  schon lange nicht mehr ernst genommen.

Unmittelbar bevorstehende Vernichtung von Wald mit streng geschützten Tierarten

Die Weichen waren schon früh falsch gestellt worden durch die Flächennutzungsplanung der Stadt Ottweiler. Angefangen von einem SPD-geführten Stadtrat und SPD-Bürgermeister, fortgeführt und nicht korrigiert unter einem CDU-geführten Stadtrat und CDU-Bürgermeister (wir haben darüber berichtet). Nun war das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz als zentralisierte Genehmigungsbehörde für das gesamte Land an der Reihe, das unmittelbar unter dem Umweltminister hängt. Seine Rolle entfaltet sich im Jahr 2016. Und einen Tag vor dem Jahreswechsel ließ das Landesamt noch eine unglaubliche Bombe platzen.

Vögel und Fledermäuse - Artenschutz uninteressant

Mit Schreiben vom 14. Januar 2016 wurde dem Landesamt für Umwelt eine umfängliche Beweisdokumentation mit Beobachtungen insbesondere des besonders "windkraftrelevanten" Rotmilans, aber auch anderer streng geschützter Tiere in der Gegend Höcherberg/Schönbachtal zugesandt. Obwohl diese als Anhang zu einem verfahrensrelevanten Schreiben zusammengefassten Dokumente per Einschreiben/Rückschein an das Landesamt gesandt wurden, ist später mitgeteilt worden, dass diese Urkunden im Landesamt nicht auffindbar seien. Die durch diese Urkunden getroffenen Feststellungen hätten in die Stellungnahme des Landesamtes im laufenden Genehmigungsverfahren eingehen müssen und waren somit in einem behördlichen Verfahren beweiserheblich. Stattdessen sind sie nicht beachtet worden. Es drängt sich daher der Verdacht einer strafbaren Urkundenunterdrückung gem. § 274 StGB auf.

Die Beweisdokumentation der Beobachtungen zahlreicher Zeugen aus der Bevölkerung wurde daraufhin der Entscheiderin beim Landesamt persönlich nochmals übergeben. Das vom Vorhabenträger beigebrachte ornithologische "Gutachten", auf das sich die Behörde bis heute stützt, wurde hierdurch bereits in sehr weitgehendem Maße widerlegt. In Zusammenarbeit der Bevölkerung mit den örtlichen Naturschutzbeauftragten wurde es weiter unternommen, zu den Untersuchungsgegenständen und Aussagen dieses ornithologischen "Gutachtens" eigene Erhebungen zu machen, insbesondere durch eine umfassende GPS-Kartierung von sehr großen, großen und mittleren Horsten in dem betroffenen Gebiet. Die Begehungen wurden hierzu insbesondere vom Winter 2015/16 in das Frühjahr 2016 hinein vorgenommen. Die hierbei gewonnenen Ergebnisse weichen in radikaler Weise von dem ornithologischen "Gutachten" des Windkraftunternehmens ab, auf das sich das Landesamt in der Genehmigung bedenkenlos stützt.

Wir teilten dem Landesamt auch mit, dass die hier eingesetzte Gutachterfirma laut der von dieser selbst im Internet veröffentlichten Referenzliste zu ca. 95% von den Aufträgen der hiesigen Vorhabenträgerin abhängig ist und im übrigen fast ausschließlich für weitere Windradaufsteller arbeitet. Beispielsweise wurde von den fünf erwiesenen Rotmilan-Horsten des Prüfbereichs nur einer verzeichnet. Aber selbst hinsichtlich dieses einen von der Gutachterfirma gesehenen Rotmilan-Horsts ist die zugehörige Aktionsraumanalyse unzureichend, da viel zu wenige Flugbewegungen beobachtet und kartiert wurden. Zwei der von den "Gutachtern" nicht entdeckten Horste liegen sogar in der absoluten Tabuzone. Außerdem wurden noch zahlreiche weitere Horste entdeckt, die nach Größe, Bauart und Lage als Rotmilan-Horste sehr gut in Frage kommen. Es hätte, gerade angesichts der vielen dokumentierten Rotmilan-Sichtungen in der Umgebung, von der Genehmigungsbehörde festgestellt werden müssen, wie diese Horste ausgekleidet sind. Deutete die Auskleidung auf den Rotmilan oder eine andere windkraftbedrohte Vogelart hin, wären behördlicherseits Untersuchungen des genetischen Materials, etwa im Senckenberg-Institut Gelnhausen, zu veranlassen gewesen. Dies kostet pro Probe ca. 100 Euro und ist daher in einem Genehmigungsverfahren, das dem Antragsteller Zugang zu Millionen Euro an Subventionsgeldern verschaffen soll, absolut verhältnismäßig und zumutbar.

Die genannten Zweifel müssen auch für das von derselben Firma erstellte Fledermausgutachten gelten. Insofern steht eine unabhängige Untersuchung leider gänzlich aus. Das Landesumweltamt räumt in seiner Genehmigungsentscheidung aber ein, dass auch die streng geschützten und windkraftsensiblen Fledermausarten schlicht vertrieben werden sollen: "Die durch die Rodung wegfallenden Quartierbäume für waldbewohnende Fledermäuse im Baufeld der WEA werden … kompensiert im Waldumfeld zwischen 0,5 km bis 3 km von den WEA Standorten entfernt…" (S. 46) Hoffen wir, dass die Tiere das wissen. Und wohin mit den Fledermäusen, wenn noch mehr Windräder kommen?

All die genannten Informationen über die Vogelwelt am Höcherberg wurden von 954 Bürgern der Region in Form von Einwendungen im Rahmen der Offenlage Ende Mai 2016 dem Landesamt für Umwelt übergeben. Bis heute hat sich niemand aus dem Landesamt mit auch nur einem davon in Verbindung gesetzt, um diese Sachverhalte näher aufzuklären. Gleichwohl wurden schon kurz später alle Beobachtungen und Einwendungen der Bürger unisono zurückgewiesen; hierzu heißt es im Protokoll zum Erörterungstermin vom 28. Juni 2016: "Herr N. führt dazu aus, dass in diesem Jahr auf Hinweis von Einwendern alle gemeldeten Brutplätze nochmal begangen wurden …. Herr N. versicherte dennoch, dass die Gutachter vor Ort waren, mit Hinweis auf z.T. Einsätze sehr früh am Morgen zur Aktivitätszeit der Vögel." (Landesamt für Umwelt, Protokoll Erörterungstermin S. 6 f.) Die hier behaupteten "Nachbegehungen", die notwendigerweise nach der Brutzeit und bei geschlossener Laubeinkleidung stattgefunden haben müßten, sind, wie man in einem Landesamt für Umwelt sehr gut wissen müßte, völlig ungeeignet, die Einwendungen aus der Bevölkerung zu widerlegen. Die meisten Horste waren zu dieser Zeit hinter Laub weder sichtbar noch konnten im Juni noch brütende oder fütternde Vögel darin beobachtet werden. Auch in der Genehmigungsbegründung werden erwartungsgemäß alle Rotmilan-Dokumentationen aus der Bevölkerung pauschal abgetan: "Auch zahlreiche Meldungen, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung dem LUA mitgeteilt worden sind, wurden nochmals überprüft und als nicht planungsrelevant bewertet. Weitere Daten aus anderen Quellen sind nicht bekannt." (S. 44) Wie überprüft man dokumentierte Zeugenaussagen, wenn man mit keiner der Personen Kontakt aufnimmt? Planungsrelevant durften diese Dokumente ja ohnehin nicht sein, weil man damit eine vorsätzliche Urkundenunterdrückung zugeben würde. Aber das vom Windradaufsteller beigebrachte Parteigutachten einer von diesem abhängigen Gutachterfirma mit Daten aus 2012 war selbstverständlich von der "Qualität der avifaunistischen Daten" her ausreichend (S. 44) und konnte uneingeschränkt der Entscheidung zugrunde gelegt werden.

Und das grenzenlose "Vertrauen" des Landesumweltamtes in die Windradindustrie geht sogar noch weiter: Faktisch wird der Artenschutz hinsichtlich der Vögel vollständig auf diese übertragen. Anstatt seine Aufgabe wahrzunehmen und die zahlreichen im Rodungsgebiet GPS-kartierten Großhorste zu überprüfen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, wird der Artenschutz dem Windradaufsteller in die Hände gelegt: Er müsse halt beim Roden schauen, dass er keine Horste von geschützen Vögeln zerstöre (S. 12 f.). Dass dies aufgrund der Dichte der Horste in dem betreffenden Gebiet gar nicht möglich ist, weiss das Landesumweltamt aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Daten.

Wildkatze wird vom Landesumweltamt aus dem Weg geräumt

Schon im Rahmen der Flächennnutzungsplanung "Wind" hatte die vorbereitende Planungsfirma erkannt: "Damit liegen v.a. die möglichen Konzentrationszonen Nördlich Reitersbrunnen/Himmelwald und südlich Lautenbach/Am Buchwald in aus Sicht des Wildkatzenschutzes relevanten Gebieten." (ArgusConcept, Begründung zur FNP-Teiländerung "Windenergie" Endgültiger Beschluss, v. 10.06.2013, S. 37, S. 435 der Aktenpaginierung). Und weiter: "Windenergieanlagen im Wald können durch visuelle Unruhe und Zerschneidungswirkung die als hoch empfindlich geltende Wildkatze beeinträchtigen. Die sieben geplanten Konzentrationszonen befinden sich innerhalb des sogenannten Kernraumes der Wildkatze im Saarland. Kernräume sind diejenigen Räume, die die Wildkatze zur Jungenaufzucht nutzt. Störungen wie visuelle Unruhen und Zerschneidungswirkung können dazu führen, dass Wildkatzen diese Räume nicht mehr zur Jungenaufzucht nutzen und es durch zu negativen Auswirkungen auf die Populationsentwicklung der Wildkatze kommt".(ArgusConcept, Begründung zur FNP-Teiländerung "Windenergie" Endgültiger Beschluss, v. 10.06.2013, S. 37 - S. 445 der Aktenpaginierung). Auch der NABU hatte im Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren den Besiedlungsraum der Wildkatze im Vorhabengebiet festgestellt. Auch nach einer vom Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz selbst verantworteten Studie ist das Vorhabengebiet besiedelter Raum der Wildkatze. "Eine Zerstörung des Lebensraumes für die Wildkatze ist zwingend zu verhindern." So heißt es in der Begründung zum Genehmigungsbescheid (S. 39). Aber das ist leider ein reines Lippenbekenntnis.

Das Landesamt für Umwelt findet in seiner Genehmigungsentscheidung dann nämlich äußerst handfeste Lösungen, um die hoch empfindliche Wildkatze aus dem Weg zu räumen: "Als Ersatzhabitate werden an geeigneten Stellen in einer Entfernung von bis zu 3 km von den WEAs spezielle Tagesverstecke (sog. "Wildkatzenburgen" angelegt, um die Reproduktionsfähigkeit der Art zu verbessern" (S. 46). Schade nur, dass sich Wildkatzen um menschengemachte "Verstecke" wenig scheren. An anderer Stelle wird sogar ausdrücklich eingeräumt, dass Windkraft nach der Weltsicht des Landesamtes Vorrang vor der Wildkatze hat und diese sich eben zurückziehen muss: "Die nächtlichen Anlieferungen von Kran- und Anlagenteilen können jedoch auch außerhalb der zuvor genannten Bauzeitenregelung erfolgen, da sich die Tiere zum einen bereits in entferntere Bereiche zurückziehen konnten und es sich zum anderen bei der Anlieferung um zeitlich eng begrenzte Vorgänge handelt" (S. 15).

Zerstörung des Gasthauses im Zentrum des geplanten Wind-"Parks" durch schwere Brandstiftung

In jenen Tagen zwischen dem Ende der Offenlage und dem Erörterungstermin begab es sich, dass am Dienstag, dem 7. Juni 2016, um 2.20 Uhr in der Nacht Großalarm bei den Feuerwehren rings um den Höcherberg ausgelöst wurde. Das altehrwürdige Jägerhaus Nordfeld stand zu diesem Zeitpunkt in einem derart intensiven Vollbrand, dass Einwohner im 2 km entfernten Höchen durch Brandgeruch und -geräusche aufgeweckt worden waren und den Feuerschein aus dem Wald beim Nordfeld sahen. Bereits die Feuerwehren konnten die professionelle Natur der Brandstiftung erkennen, brannte doch das große Gebäude gleichmäßig über seine ganze Breite. So etwas hatte es in dieser ruhigen Gegend noch nie gegeben. Auf einen Zeugenaufruf an der Tankstelle Höchen hin rief ich beim Landeskriminalamt in Saarbrücken an. Ich fragte den zuständigen Ermittler, ob er wisse, dass die Windkraftfirma  in Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer des Jägerhauses stand, dass sich diese Verhandlungen zum Zeitpunkt der Brandstiftung noch hinzogen und dass die Preisvorstellungen des Eigentümers schon immer hoch waren. Der Ermittler sagte, das habe man inzwischen herausgefunden. Ich wies ihn weiter darauf hin, dass es nach der eigenen Schallprognose der Windkraftfirma starke Einschränkungen für den Betrieb von vieren der fünf Räder geben müsste, sobald das Nordfeld wieder von Menschen bewohnt wäre. Darüber hinaus wies ich darauf hin, dass ich den Zeugenaufruf an der Tankstelle in Höchen für unzureichend halte. Er entgegnete, dass man doch auch an der Brandstelle im Wald den Zeugenaufruf ausgehängt habe. Ich bot an, das Flugblatt auszudrucken und an verschiedenen Orten in den Höcherberggemeinden auszuhängen. Darauf fragte er: "Sind Sie etwa Windkraftgegner?" Das war in diesem Moment schon unerwartet - was hatte denn das damit zu tun, dass man durch objektive Information der Öffentlichkeit hilft, Verbrechen aufzuklären? Ich antwortete: "Ich bin Naturschützer!" Er sagte: "Dann geben Sie mir mal Ihre Mail-Adresse!" Gekommen ist freilich nie etwas.

Unerklärliche 180°-Wende der Bundeswehr - Kopfschütteln bei Bündnispartnern und Steuerzahlern

Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr hatte in insgesamt drei Einwendungen gegen den Wind-"Park" Ottweiler/Bexbach schon im Tenor äußerst deutliche Worte gefunden: "Dem Vorhaben kann aus militärischer Sicht   nicht   zugestimmt werden."  Nach einer umfänglichen sachlichen Begründung kam dann erneut die zwingende Schlussfolgerung: "Gemäß § 35 Abs. 3 Nr. 8 Baugesetzbuch (BauGB) muss die Bundeswehr aus diesem Grunde das im Betreff genannte Vorhaben ablehnen und eine Zustimmung dazu kann nicht erfolgen. Auf Grund der nicht hinnehmbaren Beeinträchtigung von Funkstellen und Radaranlagen der Bundeswehr (hier: Polygone) ist eine Funktionsfähigkeit der Anlagen nicht mehr gewährleistet." (Az. Infra I 3 - 45-60-00 / IV-136-15-BIA, Hervorhebungen im Originaltext).

Somit war die Genehmigung zwingend zu versagen nach § 35 Abs. 3 Nr. 8 BauGB ("Eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange liegt insbesondere vor, wenn das Vorhaben … die Funktionsfähigkeit von Funkstellen und Radaranlagen stört."). Diese Ablehnung geschah auch zunächst korrekt durch die zuständige Entscheiderin. Offenbar wollte die Landesregierung sich damit aber nicht zufrieden geben und intervenierte, wie man hört, zugunsten des Windkraftunternehmens. Wie man weiter hört, sei die umfänglich sachlich begründete zwingende Ablehnung aus Sicht der Bundeswehr am 20.12.2016 "nach erneuter Prüfung" schlicht zurückgenommen und so aus der Welt geschafft worden. Inzwischen sind zu diesem Sachverhalt parlamentarische Anfragen auf Bundesebene im Gange, denn die Polygone ist ein in der NATO einmaliges System der Bedrohungssimulation zur Schulung der Besatzungen militärischer Flugzeuge. Was man wohl vergessen hat: Die Polygone, deren Funktionsfähigkeit nun gefährdet wird, wird nicht nur vom deutschen Steuerzahler, sondern auch von den Steuerzahlern der USA und Frankreichs bezahlt. Und nach unserer Kontaktaufnahme mit dem Oberbefehlshaber der US-Luftstreitkräfte in Ramstein sieht es ganz und gar nicht so aus, als ob das Ganze mit den Bündnispartnern abgestimmt gewesen wäre. Nachfragen mehrerer Bundestagsabgeordneter wurden vom Verteidigungsministerium offenbar aufgrund eines "Maulkorbs" nicht beantwortet - daher nun die parlamentarischen Anfragen.

Massenhafte Erteilung von Genehmigungen am 30. Dezember 2016 - sogar nichtig?

Auf diese unerklärliche 180°-Wende der Bundeswehr vom 20.12.2016 hin hat das Landesamt, das bisher schon aufgrund der Einwendung der Bundeswehr zwingend hatte ablehnen müssen, die Windräder noch am 30. Dezember 2016 genehmigt - und noch zahlreiche weitere Anlagen obendrein. Erstaunlich ist es ja schon, wenn eine Vielzahl von Genehmigungen für Windkraftanlagen am 30. Dezember von einem Amt "rausgehauen" werden, wenn ansonsten kaum ein Beamter für den Bürger erreichbar ist. Bisher wurde uns trotz des Hinweises auf die Dringlichkeit keine Akteneinsicht gewährt, wohl aber die Anweisung an den Saarforst zur Rodung herausgegeben. Die Einsichtnahme wird der betroffenen Öffentlichkeit erst ab dem 23. Januar gewährt. Es drängt sich auf, dass hier am 30. Dezember 2016 noch gar keine wirklichen Bescheide mit Begründung etc. vorgelegen haben können. Allein im hier besprochenen Fall geht es um einen immerhin 55 Seiten starken Genehmigungsbescheid!

Es wird nach den Gesetzen zur Informationsfreiheit herauszubekommen sein, wie der am 30. Dezember 2016 (möglicherweise) gegenüber dem Antragsteller bekannt gegebene Bescheid aussah. Wenn er bar jeder Begründung war, lässt sich argumentieren, dass er nichtig und unwirksam war. So könnte der Schnellschuss nach hinten losgehen: Wenn das "Umwelt"-Ministerium der Windkraftbranche mit diesem Husarenstück ein vorteilhafteres Subventionsregime sichern wollte, die Genehmigungen aber in Wahrheit 2016 nicht mehr wirksam wurden, stehen nun leider Beihilfe zum Subventionsbetrug und ggf. Falschbeurkundung im Amt im Raume.

Trotz der Verbandelung in einer großen Koalition auch im Saarland kritisieren nun auch führende CDU-Politiker den der SPD angehörenden Umweltminister Jost und bezweifeln die Rechtsstaatlichkeit des Vorgehens: "Uns ist klar, dass die Betreiber der Anlagen ein großes Interesse an der Genehmigung noch vor dem 1. Januar 2017 hatten, weil es ab diesem Jahr weniger EEG-Subventionen für Windenergie geben wird. Wegen dieses wirtschaftlichen Interesses darf es jedoch keine Abstriche an den rechtsstaatlichen Verfahren … geben…. Die Umstände dieser Genehmigung auf den letzten Drücker müssen aufgeklärt werden." (Presseerklärung MdB Alexander Funk und Generalsekretär der CDU Saar Roland Theis, MdL).

Quelle: Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.

Prof. Dr. Michael Elicker ist Hochschullehrer für Steuer- und Finanzrecht sowie Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität des Saarlandes und Steueranwalt in Luxemburg und Saarbrücken.
27.02.2016: Die große Angst vor der "Windindustrie-Wüste"

Presseartikel: DIE WELT vom 25.02.2016

Eine Verfassungsbeschwerde, prominente Unterstützung und sogar eine eigene Partei – die Windkraftgegner machen in diesen Tagen bundesweit mobil. Haben sie Erfolg, steht die Energiewende vor dem Aus.

Bisher sind sie eher leise aufgetreten, haben ihren Ärger und ihren Widerstand meistens vor Ort, vor der eigenen Haustür formuliert. Oft spontan, manchmal ohne große Resonanz. Jetzt aber gehen die Gegner des Ausbaus der Windenergie lautstärker zu Werk. Ein offener Brief an die Kanzlerin ist bereits zugestellt; eine Verfassungsbeschwerde gegen den weiteren Ausbau dieser Energieform ist an diesem Donnerstag hinzugekommen. In Hessen erhalten die Windkraftgegner am Wochenende prominente Unterstützung. Und in Mecklenburg-Vorpommern gründet sich zum selben Zeitpunkt die erste Anti-Windkraft-Partei.

In Altentreptow an der Mecklenburgischen Seenplatte wollen sich dann vor allem die Mitglieder des landesweit agierenden Anti-Windkraft-Bündnisses Freier Horizont treffen, das künftig auf politischer Ebene gegen den "unkontrollierten Windkraftausbau" kämpfen will. Bereits bei der Landtagswahl im kommenden Herbst will die neue Partei nicht nur um die Stimmen derjenigen kämpfen, die direkt von dem nach ihrer Ansicht ebenso irrationalen wie gesundheitsgefährdenden und unsozialen Bau von Windkraftanlagen betroffen sind...

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27.02.2016: Prozess vor Verwaltungsgericht Trier: Mann fordert Akteneinsicht wegen Windrädern

Presseartikel: SWR vom 22.02.2016

Das Verwaltungsgericht Trier muss klären, ob ein Einwohner aus Neuerburg in der Eifel Einsicht in einen Vertrag bekommt, den die Stadt mit einem Windkraftbetreiber geschlossen hatte. Es geht um städtische Grundstücke, auf denen Windräder gebaut werden sollen.

Die Stadt Neuerburg hat diese Grundstücke an einen Unternehmer verpachtet. Dieser will dort zwei Windräder mit einer Höhe von 200 Metern bauen. Der Kläger will genauere Informationen über die Vertragsinhalte haben und verlangt deshalb, den Vertrag einsehen zu dürfen. Er beruft sich dabei auf das Landestransparenzgesetz.

Er will unter anderem wissen, wie viele Bäume gefällt werden müssen, um die großen Teile für die Windräder zum Aufstellungsort im Wald zu bringen. Außerdem interessiert ihn, welche Möglichkeiten der Betreiber hat, die Windräder aufzurüsten ("Repowering").

Die Stadt Neuerburg weigert sich jedoch, den Vertrag offenzulegen. In der Begründung heißt es, dass Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse des betroffenen Unternehmens dem entgegenstünden.
 
Richter hält Grundsatzentscheidung für sinnvoll
Das Verwaltungsgericht will seine Entscheidung in etwa zwei Wochen bekannt geben. Der Richter sagte, er erwäge, Berufung zum Oberverwaltungsgericht zuzulassen. Aus seiner Sicht ist eine Grundsatzentscheidung sinnvoll, wann Bürger Einsicht in Verträge bekommen müssen.

Denn im Januar dieses Jahres hat sich in Rheinland-Pfalz das Gesetz geändert, das Anträge von Bürgern auf Akteneinsicht bei Behörden regelt. Grundsätzlich ist eine Behörde auch nach dem neuen Gesetz auskunftspflichtig. Das hat aber einen Paragraphen, der besagt, die Informationspflicht besteht dann, wenn die Behörde verwaltend tätig wird.

Das Gericht muss also klären, ob der Pachtvertrag mit der Windkraftfirma ein Verwaltungsvorgang ist und Bürger Anspruch haben, informiert zu werden...

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27.02.2016: Hirschberg: "Energiewende ist an Gesetzen der Physik, Statistik und Ökonomie gescheitert"

Presseartikel: Rhein-Neckar-Zeitung vom 22.02.2016

Die Bürgerinitiative "Gegenwind Hirschberg" hatte zum Infoabend gegen Windräder an der Bergstraße eingeladen, doch Referent Detlef Ahlborn ging noch weiter.
Hirschberg. (ze) Einen Infoabend, um aufzuklären, warum an der Bergstraße keine Windräder stehen sollten, hatte Karl Brand von der Bürgerinitiative "Gegenwind Hirschberg" den rund 80 Zuhörern in der Alten Turnhalle angekündigt. Der Referent des Abends, der Ingenieur Detlef Ahlborn, ging jedoch einen Schritt weiter. Denn nach seiner Ansicht kann die Windenergie nichts zur Energiewende beitragen, und die Energiewende selbst sah er als bereits gescheitert an. Ahlborn ist stellvertretender Vorsitzender der Bundesinitiative "Vernunftkraft", die für eine Energiepolitik eintritt, mit der die Schonung von Natur und Lebensraum oder der Erhalt der wirtschaftlichen Basis erzielt werden kann.

"Strom hat ein Problem, er muss in dem Augenblick seines Verbrauchs erzeugt werden", erläuterte Ahlborn eine Grundregel der Stromproduktion. Um das zu erreichen, haben herkömmliche Turbinen zur Stromerzeugung eine Drehzahlregelung. Diese sorgt unmittelbar dafür, dass die Turbine sich schneller dreht, wenn mehr Strom benötigt wird, und langsamer läuft bei nachlassendem Stromverbrauch. "Diese elementare Technik wird durch die Windenergie gestört", betonte der Ingenieur. Denn der Wind wehe nun einmal zufällig und nicht nur stark, wenn gerade viel Strom benötigt wird. Daher werde derzeit die Grundlast der Stromversorgung von Kernkraft- und Braunkohlekraftwerken bereitgestellt. Steinkohlekraftwerke fingen die Schwankungen ab, die durch Wind- und Solarenergie entstünden. Das bedeute aber, dass man nach einem Abschalten der Kernkraftwerke in Deutschland, diese nur durch Braun- und Steinkohlekraftwerke ersetzen könne. Hinzu kämen möglicherweise noch Gaskraftwerke, wodurch man sich aber von Gaslieferungen, etwa aus Russland abhängig mache, so Ahlborn.

Warnung vor "Schrottstrom"
Auch wollte der Ingenieur das Argument nicht zählen lassen, dass Wind immer irgendwo wehe und man nur ein genügend großes Einzugsgebiet benötige, um mit der Windenergie eine gleichmäßige Stromversorgung zu gewährleisten. "Wenn in Februar sich über Europa ein sibirisches Hoch einstellt, dann weht nirgendwo Wind", verdeutlichte er die Problematik. Andererseits gebe es aber Zeiten, in denen so viel Strom aus Wind- und Solaranlagen zur Verfügung stehe, dass er gar nicht in Deutschland verbraucht werden könne...

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18.02.2016: Energiewende: Regierung will Bürgerwindparks stärken

Presseartikel: Spiegel Online vom 15.02.2016

Erbauer neuer Windparks müssen bald in Auktionen gegeneinander antreten. Die Regierung plant nun eine Sonderregel, damit kleine Bürgerprojekte sich auch künftig gegen Großkonzerne behaupten können.

ie Bundesregierung plant eine Sonderregel, um Bürgerwindparks bei der Reform der Ökostromförderung nicht zu benachteiligen. Das sagte Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ"). Das Ministerium teilte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE mit, am Montag ein entsprechendes Eckpunktepapier vorlegen zu wollen.

Hintergrund ist ein grundlegender Wandel in der Energiepolitik. Die festen Fördersätze für Ökostrom sollen fast vollständig abgeschafft werden. Erbauer neuer Windparks an Land und auf See sowie von Solaranlagen sollen ab 2017 in Auktionen gegeneinander antreten. Interessenten sollen angeben, wie viel Förderung sie benötigen, um ihre Wind- und Solarparks wirtschaftlich zu betreiben. Wer am wenigsten braucht, erhält den Zuschlag.

Die Regierung will die Auktionen im neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festschreiben. Kritiker warnen, dass die Regeln kleine Bürgergenossenschaften benachteiligen, die bei knapp einem Viertel der deutschen Windparks Mehrheitseigner sind.

Tatsächlich kann an einer Ausschreibung nur teilnehmen, wer bereits die Genehmigungen für einen Windpark hat. Doch nach Angaben der Bürgervertreter liegen die Planungen für solch ein Projekt im sechsstelligen Bereich. Wer bei der Auktion den Kürzeren zieht, bleibe auf den Kosten sitzen. Große Konzerne seien eher fähig, solche Risiken zu stemmen als Bürgerwindparks.

Bewerbung ohne teure Genehmigungen
Genau an diesem Punkt setzt Baakes Gesetzesvorschlag an: Laut "SZ" soll es künftig sogenannte privilegierte Bürgerenergiegesellschaften geben. Diese sollen sich an Ausschreibungen beteiligen dürfen, ohne schon die teuren Genehmigungen eingeholt zu haben...

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18.02.2016: Großwindanlagen: Die Verbrechen der Saubermänner

Presseartikel: Deutscher Arbeitgeber Verband vom 15.02.2016 von Prof. Michael Elicker, Staatsrechtler

Folge 2: Diese verflixte Verschärfung der Korruptionstatbestände …

Nachdem in der ersten Folge schwerpunktmäßig der Verbrechenstatbestand des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges und die korrespondierende Geldwäsche durch Kommunen besprochen wurden, widmet sich der heutige Beitrag ganz dem zentralen Thema der Korruption. Die Korruptionstatbestände der §§ 331 ff StGB umfassen insbesondere seit dem Korruptionsbekämpfungsgesetz vom 13. August 1997 weit mehr als die klassische Konstellation des Amtsträgers, der sich durch Verkauf von Amtshandlungen persönlich bereichert. Über die klassischen Beispiele von Korruption wie die "Beraterverträge" mit dem ehemaligen thüringischen Innenminister oder die Einrichtung einer unter persönlicher Verfügung stehenden Stiftung für einen Bürgermeister durch eine Windkraftfirma braucht man infolge der Offensichtlichkeit kein Wort zu verlieren.

Nein, wir wollen uns der unspektakulären "Alltagskriminalität" im Windkraftbereich zuwenden. Die ist nicht nur noch viel weiter verbreitet, sondern bedarf vielerorts noch der Aufdeckung. Hier schlummert aber nicht nur ein riesiges Potential für Strafanzeigen gegen Windradunternehmer und kommunale Amtsträger. Vielmehr sollte die Öffentlichkeit sowie die Handelnden in Kommunen und Industrie besser Bescheid wissen über diese subtileren Spielarten der Korruption, die seit nunmehr fast 20 Jahren durch das Korruptionsbekämpfungsgesetz der Strafbarkeit nach §§ 331 ff StGB unterfallen. Denn von Firmen und Kommunen im Windkraftbereich - und wahrscheinlich auch von weiten Kreisen der Bevölkerung - scheinen diese vielfach in ihrer strafrechtlichen Tragweite noch wenig erkannt zu sein. Eine wichtige Konstellation aus diesem Bereich ist die Unrechtsvereinbarung zugunsten der Kommune als Anstellungskörperschaft des sich inkriminierenden Amtsträgers...

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06.02.2016: Nabu-Landesverbände warnen: Bedrohte Arten durch geplante Windräder in Gefahr

Presseartikel: Oberbergische Volkszeitung vom 01.02.2016 von Michael Fiedler-Heinen

Die Nabu-Landesverbände sehen bedrohte Arten wie Rotmilane und die Schwarzstörche durch die geplanten Windräder in Gefahr. Eine dieser Anlagen soll auf Reichshofer Gebiet errichtet werden.

Wildberg. Zugegeben: Um reichlich Gegenwind muss man sich hier oben, an der Mohrenbacher Straße mit Blick auf den Bauernhof Stausberg und das Pferdegestüt Klein, keine Gedanken machen. Auch wenn die vier Vertreter des Naturschutzbundes Deutschland die Kapuzen ihrer Jacken tief ins Gesicht ziehen müssen, damit ihnen der böige Wind den Sprühregen nicht um die Wangen peitscht, sind sie sich der nahezu historischen Dimension ihrer Zusammenkunft bewusst.

Mitten auf der Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz treffen sich führende Vertreter der beiden Nabu-Landesverbände, Heinz Kowalski, Vize der NRW-Naturschützer und Siegfried Schuch, Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Nabu, assistiert von NRW-Vorstandsmitglied Daniel Brückner und Cosima Lindemann, Nabu-Referentin aus Mainz.

Alle vier eint die Sorge um die streng unter Schutz stehenden Rotmilane und die Schwarzstörche, die hier – ungeachtet jeglicher Landes- und Verwaltungsgrenzen – ideale Bedingungen für die Aufzucht ihres Nachwuchses vorgefunden haben. Auch die Kraniche, die hier eine ihrer Routen als Flugkorridor auserkoren haben, scheren sich wenig um Grenzen, was allerdings durch die sechs rund 200 Meter hohen Windkraftanlagen, die im Umkreis von der Karlsruher Altus-AG gebaut werden sollen, empfindlich gestört werden könnte....

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06.02.2016: Schatten und Licht: der BUND-Waldreport 2016

Presseartikel: Oberbergische Volkszeitung vom 01.02.2016 von Michael Fiedler-Heinen

Unsere Wälder stehen zunehmend unter Druck. Brennholz ist stark gefragt, die Holzpreise sind enorm gestiegen. Es lohnt sich heute, auch Bäume zu fällen, deren Erlös früher kaum die Kosten gedeckt hätte.

Der BUND betrachtet diese Entwicklung einerseits positiv, weil der Rohstoff Holz wieder besser bewertet wird, anderseits aber auch mit Sorge, denn immer wieder erreichen uns Berichte von massiven Holzeinschlägen, zerstörten Waldböden, gefällten Höhlenbäumen. Andernorts sind es Kahlschläge oder durch zu starke Holzentnahme provozierte Sturmwürfe, die an der forstlichen Praxis in Deutschland zweifeln lassen. Besonders gravierend sind solche Eingriffe in strengen Schutzgebieten, die gefährdete Arten und Lebensräume bewahren sollen.

Doch neben viel Schatten gibt es auch Licht: öffentliche Wälder, in denen das Gemeinwohl wie der Schutz der biologischen Vielfalt und die Belange der Erholungssuchenden klar vor dem wirtschaftlichen Interesse der Holzgewinnung steht. Und Privatwälder, deren Besitzer sich freiwillig für die Erhaltung wertvoller alter Bäume mit Höhlen für Fledermäuse, Vögel und Käfer in ihren Wäldern engagieren.

Eine ökologisch verträgliche Waldwirtschaft ist möglich!
Ehrenamtlich und hauptamtlich aktive Waldschützer*innen des BUND haben im "Waldreport 2016" zwanzig Beispiele aus ganz Deutschland zusammengetragen – zehn negative und zehn positive. Im Mittelpunkt steht dabei die Verantwortung der Behörden, in den öffentlichen Wäldern vorbildlich und am Gemeinwohl orientiert zu wirtschaften.

Nicht immer werden sie ihrer Verantwortung gerecht. Davon zeugen Kahlschläge und andere rücksichtlose Eingriffe, selbst in sensiblen Schutzgebieten. Andernorts haben BUND-Aktive mit dazu beigetragen, dass Wälder naturverträglich und schonend bewirtschaftet werden und sich stellenweise ganz frei von menschlichen Eingriffen entwickeln können....

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29.01.2016: Ursache für Windrad-Absturz weiter unklar

Presseartikel: Neue Westfälische vom 28.01.2016

Untersuchung der 100 Tonnen schweren Teile hat begonnen
Paderborn. Das am Dienstag von einer Windkraftanlage an der B64 abgebrochene Maschinenhaus samt Rotorblättern soll in den nächsten Tagen abtransportiert werden. Die Herstellerfirma Enercon will die 100 Tonnen schweren Teile am Standort in Aurich auf die Schadensursache hin zu analysieren.

Aktuell sind auch Experten an der abgesperrten Unfallstelle, um den Grund für den spektakulären Absturz auf dem Feld zwischen Neuenbeken und Buke zu untersuchen. Das könne allerdings einige Tage in Anspruch nehmen, hieß es von Enercon.

Nicht äußern wollten sich Enercon und die Betreiberfirma „Buker Windkraft" zur Meldung von Radio Hochstift, dass es im vergangenen Jahr Risse an der Anlage entdeckt und geschweißt worden seien. Zu diesen „öffentlichen Spekulationen werden wir uns wegen der jetzt angelaufenen Untersuchungen nicht äußern", heißt es in einer Pressemitteilung. Auf Nachfrage der NW bestätigte Pressesprecher Daniel Saage aber, dass es 2015 Wartungsarbeiten an der „Dicke Bertha" genannten Anlage gegeben habe...

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29.01.2016: Windparks - Sichere Anlage entpuppt sich als Alptraum

Presseartikel: BR vom 27.01.2016

Windräder scheinen die perfekte Geldanlage zu sein - sauber und sicher. Doch viele Anteilseigner von Windparks warten jahrelang vergeblich auf Gewinne. Weil auf dem grünen Energie-Markt schwarze Schafe unterwegs sind?

Für 20.000 Euro hat Burkhard Meier Anteile an einem Windpark bei Uelzen, Niedersachsen, gekauft. Das war vor 13 Jahren. Seitdem wartet er mit Hunderten weiterer Anteilseigner vergeblich darauf, dass seine Investition Geld abwirft.

Burkhard Meier: "Es sollte eine sichere Anlage sein, jetzt entpuppt es sich als Alptraum."

Dabei klang alles toll: Erneuerbare Energien, steuerlich begünstigt. Seine Sparkasse hatte alles vermittelt.
Burkhard Meier: "Ich habe gedacht, ein solcher Windpark wird irgendwie laufen. Gut, sehr gut, mindestens befriedigend. Dass er gar nicht läuft, das konnte ich mir nicht vorstellen."

Dem Windpark droht die Insolvenz"
Der Verkaufsprospekt verweist zwar auf unternehmerisches Risiko, vor allem aber auf hohe jährliche Ausschüttungen. Nach 20 Jahren sollte sich das eingesetzte Kapital mehr als verdoppelt haben. Ganz anders im Windpark bei Uelzen. Inzwischen ist der sogar insolvenzgefährdet.

Wie kann es sein, dass ein Windpark, der seit Jahren am Netz ist, nicht aus den roten Zahlen kommt? Der Park gehört zu einem Windfonds von Plambeck Neue Energien, heute PNE Wind AG. Das Unternehmen mit Sitz in Cuxhaven hat gut 200 Windparks mit über 1.300 Windrädern realisiert - viele davon mit dem Geld privater Anteilseignern.
 
Probleme mit dem Wind
Das BR-Magazin Kontrovers fragt beim Unternehmen nach, wieso der Windpark bei Uelzen kein Geld abwirft. Doch für ein Interview steht niemand zur Verfügung...

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29.01.2016: Deutsche sollen Subventionen für Ökostrom aus Nachbarländern zahlen

Presseartikel: DER SPIEGEL vom 22.01.2016

Die deutschen Stromverbraucher sollen künftig Subventionen für Ökostrom zahlen, der in anderen EU-Mitgliedstaaten produziert wurde. Das geht aus dem Entwurf von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) für ein reformiertes Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom 7. Dezember hervor. Insgesamt könnten demnächst "fünf Prozent der jährlich zu installierenden Leistung auch für Anlagen in anderen Mitgliedsstaaten offenstehen", heißt es in dem gut 200 Seiten langen Entwurf.

Die Bundesregierung will so offenbar die wachsende Kritik der EU-Kommission abmildern, ihre Förderpolitik zu wenig mit den europäischen Nachbarstaaten abzustimmen. Für deutsche Energieunternehmen wie etwa E.on könnte sich die geplante Reform positiv auswirken. Sie sind schon länger an Windkraftanlagen oder Solarparks in Nachbarstaaten beteiligt, obwohl es dafür bislang keine Subventionen aus Deutschland gab.

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16.01.2016: Windrad-Brand: Zwei Verletzte bei Brand einer Windkraftanlage in Uedem

Presseartikel: WAZ vom 14.01.2016

Uedem/Bedburg-Hau. Bei Wartungsarbeiten brach ein Feuer in der Windkraftanlage in Uedem aus. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung.

Die Feuerwehr im Kreis Kleve ist aktuell im Großeinsatz, um eine brennende Windkraftanlage zu löschen. Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache gegen 11 Uhr in der Anlage des Windparks Lindchen in Uedem-Keppeln ausgebrochen.

Zwei Techniker und ein Ingenieur waren zu diesem Zeitpunkt mit Wartungsarbeiten im oberen Teil des Windrades beschäftigt, als es aus bisher ungeklärter Ursache zu einer Stichflamme kam. Ein 22-jähriger Techniker erlitt dabei Verbrennungen im Gesicht und an den Händen. Mit dem Rettungshubschrauber wurde der Verletzte später in die Duisburger Unfallklinik, die auf Verbrennungen spezialisiert ist, geflogen. Sein Kollege, ein 43 Jahre alter Ingenieur, hatte den giftigen Brandrauch eingeatmet und wurde zur stationären Behandlung mit dem Rettungswagen zum Gocher Krankenhaus gebracht.

Der zweite Techniker (36), blieb unverletzt. Nach Auskunft der Polizei besteht bei keinem der Verletzten Lebensgefahr. Die drei Männer konnten das Windrad nach dem Vorfall selbst verlassen und Hilfe rufen.

Feuerwehr kann Windkraftanlage nur abbrennen lassen
Wegen der Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr auch Anwohner der Ortschaften Schneppenbaum und Louisendorf aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Feuerwehr Kalkar führte Luftmessungen durch, um Gefahren für die Bevölkerung auszuschließen, gegen 13.15 Uhr hob die Feuerwehr diese Warnung schließlich wieder auf. Auch der gut besuchte Bauernmarkt Lindchen befindet sich in der Nähe des Unglücksortes, musste aber nicht geräumt werden. Von hier aus beobachteten etliche Schaulustige die Ereignisse...

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14.01.2016: - "Bei uns grüßen sich Nachbarn nicht mehr"

Presseartikel: NDR vom 13.01.2016

In Schleswig-Holstein polarisiert das Thema Windkraft: Es gibt vermehrt Streit zwischen denen, die von den Anlagen profitieren, und denen, die sie ablehnen oder darunter zu leiden haben. Was das im Alltag bedeutet, darüber hat NDR 1 Welle Nord Moderator Jan Malte Andresen mit Werner-Marten Hansen (WGOe) gesprochen. Als Bürgermeister der kleinen Gemeinde Oesterwurth bei Heide im Kreis Dithmarschen wird Hansen inzwischen täglich mit den Auseinandersetzungen konfrontiert. Die Differenz zwischen Einwohnerzahl und Anzahl der Windmühlen ist in Oesterwurth nicht mehr groß.

Ihre Gemeinde besteht aus 265 Einwohnern und 180 Windmühlen, ist das richtig?

Werner Marten Hansen: Ja, aber das ändert sich täglich. Rund um die Gemeinde gibt es ein reges Baugeschehen.

Nun stehen viele dieser Mühlen teilweise nur 400 Meter von den Häusern entfernt. Das bedeutet für viele Besitzer deutliche finanzielle Verluste. Wen treffen diese Verluste besonders?

Hansen: Vor allem die Anwohner mit Eigenheim und die Immobilien-Besitzer sind betroffen. Das teilt sich eigentlich in drei Bereiche auf: zum einen ein Verlust der Lebensqualität durch massiven Lärm. Zum anderen gesundheitliche Aspekte, die auch untersucht werden. Stichwort: Infraschall. Und drittens der massive Wertverlust von Immobilien...

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14.01.2016: - Ausgleich für Windkraft in der Stadt

Presseartikel: RP-Online vom 13.01.2016 von Sebastian Latzel

Emmerich. Landwirte kritisieren die Auflage, eine Ersatzfläche für die Anlagen in der näheren Umgebung schaffen zu müssen. Das koste Geld und kostbare Flächen.

Der Ausbau der Windkraft schreitet auch in der Region voran. Das freut Umweltministerin Barbara Hendricks, wie sie jetzt beim Besuch in Kevelaer deutlich machte. Der rasante Ausbau bereitet den Landwirten aber auch durchaus Sorge, wie Kreislandwirt Josef Peters erläuterte. "Ich frage mich, ob es noch zeitgemäß ist, dass ein Ausgleich für die Windkraftflächen nötig ist", sagte er.

Vorgeschrieben ist nämlich, dass als Kompensation für das Areal, auf dem das Windrad steht, an anderer Stelle in der Umgebung eine Fläche entsprechend umgewandelt wird. Im Klartext: Sie steht dem Bauern dann als Ackerfläche nicht mehr zur Verfügung. "Das trifft uns gleich zweifach. Einmal bedeutet das einen Kostenfaktor, außerdem wird zusätzliche Fläche verbraucht", so der Kreislandwirt.

Die Ministerin kennt diese Sorgen. "Mir ist klar, dass diese Regelung einen doppelten Druck auf die Fläche bedeutet, aber diesen Ausgleich wird es weiter geben." Sie sei aber im Gespräch mit Vertretern der Länder, um zu prüfen, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, den Ausgleich auf andere Art und Weise zu schaffen...

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13.01.2016: - Rechnungshof beanstandet teure Vorteile für Windkraftanlagen

Presseartikel: T-Online vom 12.01.2016

Der Rechnungshof hat der rot-grünen Landesregierung vorgeworfen, den Betreibern von Windkraftanlagen mit rechtswidrigen Vergünstigungen in Millionenhöhe entgegengekommen zu sein.

Das Land habe weiter an einer Ermäßigung von Ausgleichszahlungen für Eingriffe in Natur und Landschaft festhalten, obwohl es nach 2010 keine Rechtsgrundlage mehr dafür gegeben habe, heißt es in dem am Dienstag in Mainz vorgelegten Bericht des Landesrechnungshofs. Dadurch und durch weitere Versäumnisse bei solchen Ausgleichszahlungen seien dem Land insgesamt 25,5 Millionen Euro entgangen.

Das Landesumweltministerium wies die Vorwürfe zurück. "Die rechtliche Einschätzung des Landesrechnungshofs ist eindeutig falsch", sagte Staatssekretär Thomas Griese (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Die Verordnung für die Ermäßigung der Ausgleichszahlungen sei bis zum Landesnaturschutzgesetz von 2015 rechtskonform gewesen. Auch in anderen Bundesländern wie Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg seien die Ermäßigungen nach 2010 weiter praktiziert worden.

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13.01.2016: - Gero Hocker: Grüne Klientelpolitik fährt Energieversorgung an die Wand - Förderung von Stromspeichern ist dringend notwendig

Presseartikel: BundesUmweltPortal vom 11.01.2016

(BUP) Der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, wirft SPD und Grünen vor, bei der Bewältigung der Energiewende auch in Zukunft alleine auf das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zu setzen, das lediglich die Erzeugung von Strom aus sogenannten Erneuerbaren Energien fördert.

„Wenn der Wind weht und die Sonne scheint, haben wir mittlerweile so viel Strom in unseren Netzen, dass sie unter der Last zusammenzubrechen drohen. Gleichzeitig importieren Deutschland und Niedersachsen Strom aus dem Ausland, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint“, so Hocker. Anstatt endlich auf die Speicherung des Stroms zu setzen, ginge es Rot-Grün alleine um die weitere Errichtung von Windkraftanlagen und damit die Erzeugung zusätzlichen Stroms. Diese Politik müsse zwangsläufig zum Scheitern der Energiewende führen, erklärt der FDP-Politiker.

Der Antrag seiner Fraktion zur Befreiung der Betreiber von Energiespeicheranlagen von Netzentgelten wurde heute von Rot-Grün abgelehnt. „Die Mehrheitsfraktionen hätten heute die Chance gehabt, dieses Dilemma zumindest ein Stück weit aufzulösen. Stattdessen wird stur Politik für die Unternehmen gemacht, von denen die höchsten Spenden gewonnen werden können – und das sind in der Regel nicht die Betreiber von Speicherkraftwerken sondern Hersteller von Windkraftanlagen“, führt Hocker weiter aus. Bereits beim Windenergieerlass habe sich Minister Wenzel weite Teile von den einschlägigen Branchenverbänden in die Feder diktieren lassen. Hocker: „Dass ausschließlich Politik für Stromerzeuger und keine Erleichterung für die Errichtung von Speichertechnologien forciert wird, mag sich vielleicht auf dem grünen Spendenkonto positiv auswirken. Der Energiewende erweist Rot-Grün hiermit aber einen Bärendienst.“...

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12.01.2016: - Windpark Odendorf - Enercon arbeitete trotz Baustopp weiter

Presseartikel: General-Anzeiger vom 12.01.2016

Swisttal-Odendorf. Die Bezirksregierung Köln hat am Mittwoch die Baustelle bei Odendorf, wo die Auricher Firma Enercon vier Windräder errichtet hat, stillgelegt.

"Um auf jeden Fall eventuelle weitere, dann illegale Bau- und Betriebstätigkeiten, zu unterbinden, wurde per E-Mail die sofortige Stilllegung der Baustelle und die Untersagung der weiteren Errichtung der Windenergieanlagen angeordnet und der Betrieb bereits errichteter Anlagen untersagt", teilte die Bezirksregierung gestern Abend mit.

Die Irritationen zuvor waren groß. Hat die Firma Enercon wissentlich einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster missachtet? Oder genügt sie lediglich ihrer Pflicht zur Absicherung ihrer Baustelle zwischen Odendorf, Essig und Dom-Esch, die einmal ein Windpark werden soll? Vom gerichtlich verhängten Baustopp war jedenfalls gestern auf der Baustelle nichts zu erkennen. Im Gegenteil. Dort waren Baufahrzeuge unterwegs, zwei Kräne in Betrieb, zahlreiche Arbeiter am Werk. Am Ende des Tages war der vierte Mast vom Grund auf bis zur Nabe hochgezogen.

Zur Erinnerung: Kurz vor Weihnachten, am 18. Dezember, hatte das OVG Münster beschlossen, dass die Auricher Firma Enercon GmbH an dem Windpark nicht weiterbauen darf. Das Gericht folgte damit einem Antrag der Gemeinde Swisttal, die den Schutz des dortigen Grauammer-Vorkommens nicht berücksichtigt gesehen hatte. Den vorläufigen Baustopp auf dem Gelände, auf dem vor Weihnachten bereits drei je 75 Meter hohe Windräder standen, begründete das Gericht mit der Tatsache, dass die Umweltverträglichkeits-Vorprüfung nicht ordnungsgemäß stattgefunden habe. Denn in dieser Vorprüfung fehlten Maßnahmen zum Schutz der seltenen Grauammer, die Gefahr laufe, mit dem Mast oder den Rotorblättern zu kollidieren...

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12.01.2016: - Entschädigungen für Betreiber: 200 Millionen für nicht erzeugten Strom

Presseartikel: Kieler Nachrichten vom 10.01.2016

Nachdem Zwangsabschaltungen von Erneuerbare-Energien-Anlagen 2014 allein in Schleswig-Holstein Entschädigungszahlungen von 109 Millionen Euro verursacht hatten, dürften für 2015 mehr als 200 Millionen Euro an die Betreiber von Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen fließen – für Strom, der gar nicht produziert worden ist.

Kiel. Eine genaue Zahl für das vergangene Jahr gibt es zwar noch nicht, doch nach Angaben der Bundesnetzagentur (Bonn) beliefen sich die Entschädigungsansprüche der Anlagenbetreiber alleine im ersten Halbjahr 2015 schon auf mehr als 80 Millionen Euro. Branchenexperten erwarten, dass die Summe für das Gesamtjahr auf weit mehr als das Doppelte steigen wird, da im windreichen vierten Quartal die Zahl der Zwangsabschaltungen immer besonders hoch ist. Zum Vergleich: In den Jahren 2012 und 2013 betrug die Summe der Entschädigungszahlungen noch 26 Millionen bzw. 25 Millionen Euro.

Allein 2014 wurden in Schleswig-Holstein fast 1100 Gigawattstunden Strom und damit acht Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien buchstäblich weggeworfen, weil die Stromautobahnen Richtung Süden immer wieder zu verstopfen drohten. 1100 Gigawattstunden – das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch einer Stadt wie Kiel oder der Stromproduktion eines großen Kohlekraftwerkes.

Tempo beim Netzausbau gefordert
Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) fordert angesichts solcher Größenordnungen einmal mehr Tempo beim Netzausbau: „Es ist doch absurd, erneuerbaren Strom wegzuwerfen statt ihn zu nutzen.“ Schleswig-Holstein habe seine Hausaufgaben gemacht, doch im Rest der Republik drohten Verzögerungen. Ein Großteil der Zwangsabschaltungen geht auf das Konto des Übertragungsnetzbetreibers Tennet. Der musste jüngst beim Bau der zentralen deutschen Windstromleitung Südlink weitere Verzögerungen einräumen, nachdem der Gesetzgeber der Verlegung von Erdkabeln bei Gleichstromprojekten Vorrang eingeräumt hatte. Die Kosten für die Zwangsabschaltungen werden auf die Netzentgelte umgelegt, die die Verbraucher mit ihrer Stromrechnung bezahlen. Doch anders als die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien werden die in Schleswig-Holstein entstandenen Abschaltkosten nicht bundesweit verteilt, sondern von den Verbrauchern im Tennet-Gebiet gezahlt, das vom hohen Norden bis nach Bayern reicht...

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10.11.2015: - Windpark-Boom sorgt für dicke Luft

Presseartikel: NWZ Online vom 06.11.2015

Die Lebensqualität im Landkreis wird durch immer größere Windkraftanlagen negativ beeinflusst, so die Kritik der FDP. Sie spricht mittlerweile von einer unheiligen Allianz.

Landkreis Die Planung von neuen oder größeren Windenergieanlagen hat die FDP-Kreistagsfraktion auf den Plan gerufen. „Es scheint hier eine unheilige Allianz zu geben zwischen den Bürgermeistern einiger Kommunen oder der Mehrheit der Ratsmitglieder, Grundstückseigentümern, Banken und Projektierern“, so Fraktionsvorsitzender Ernst-August Bode.

Spielen die betroffenen Mitbürger, die sich um ihre Gesundheit und um ihr Eigentum sorgen, überhaupt keine Rolle?, fragt die FDP. Gefördert wird dies auch noch durch den grünen Umweltminister, der mit dem Windenergieerlass die Abstände zur Wohnbebauung auf die zweifache Höhe der Windräder festgesetzt hat.

Der Landkreis Oldenburg, als untere Naturschutzbehörde zuständig für den regionalen Raumordnungsplan, weigere sich, steuernd einzugreifen, so die FDP. In den vergangenen Wochen hat es mehrere Gespräche der FDP mit der Kreisverwaltung gegeben. „Man war nicht einmal bereit, das Gebiet der Klein Henstedter Heide mit seinen vielen Biotopen, in der ein Windpark mit jetzt 21 Anlagen entstehen soll, anlässlich einer Fachausschusssitzung zu bereisen“, klagt Bode.

Im Landkreis liegen die Windparks in Hengsterholz, Haidhäuser, Uhlhorn, Klein Henstedter Heide und Wunderburg im Kerngebiet des Naturparks Wildeshauser Geest. „Wer will da noch mit dem Rad fahren oder sogar Urlaub machen?“, fragen die Liberalen.
Sie verweisen auf die „Nationale Nachhaltigkeitsstrategie“. Von den dabei formulierten Vorgaben haben der Schutz der Artenvielfalt und der Landschaftsqualität die Ziele deutlich verfehlt...

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10.11.2015: - Windkraftgegner verlassen Anhörung zu Ausbau

Presseartikel: NDR vom 05.11.2015

Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ist es bei einer Anhörung zum Windkraftausbau am Donnerstag zu einem Eklat gekommen. Der Vorsitzende des Aktionsbündnisses "Freier Horizont", Norbert Schumacher, und weitere Windkraftkritiker verließen nach der Präsentation ihrer Forderungen den Raum im Schweriner Schloss. Sie hatten zuvor ein Ultimatum gestellt, auf das die Abgeordneten nicht eingingen.

Doppelter Abstand gefordert
Die Kritiker haben eine Volksinitiative zur Änderung der Landesbauordnung gestartet. Mit dem Gesetzentwurf wollen sie die Mindestabstände von Windrädern zu Wohnhäusern und zur Küste vergrößern. Sie fordern das Zehnfache der Höhe einer Anlage und damit etwa doppelt so große Abstände wie derzeit vorgeschrieben. Zu diesem Gesetzentwurf wurden im Wirtschaftsausschuss Sachverständige gehört.

Weniger Windparks im Kreis Rostock
Im Landkreis Rostock wurden die Windkraft-Vorhaben bereits deutlich reduziert. Der zuständige Planungsverband reagierte damit auf Kritik aus den betroffenen Gemeinden und Naturschutzanforderungen. Etliche geplante Neu- und Ersatzbauten sind damit vom Tisch..

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08.09.2015: - Die Energiewende versagt beim wichtigsten Ziel

Presseartikel: DIE WELT vom 04.09.2015

Die Bundesregierung wird ihre wichtigste Absicht mit der Energiewende nicht erreichen – trotz der jüngsten Nachbesserungen. Nur bei Randaspekten bescheinigt eine Langzeit-Studie leichte Besserung.

Mehr als eine Million Solaranlagen und 25.000 Windenergieanlagen reichen offenbar nicht: Mit der sogenannten Energiewende lassen sich die Klimaschutzziele der Bundesregierung jedenfalls nicht erreichen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Fortschreibung des sogenannten Energiewende-Indizes der Beratungsgesellschaft McKinsey.

Seit 2012 misst eine Expertengruppe um den McKinsey-Direktor Thomas Vahlenkamp alle sechs Monate, ob die Bundesregierung die selbst gesetzten planwirtschaftlichen Soll-Größen ihrer Energie- und Klimapolitik erreicht. Der jüngste Zwischenstand liegt der "Welt" vor: Demnach hellt sich das Bild lediglich bei einigen Nebenzielen auf.

(Grafik)

Doch die entscheidenden Klimaschutzziele werden mit der Energiewende nicht erreicht: Die Verringerung der Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 sei "unrealistisch", heißt es im jüngsten Index-Bericht. Besserung ist nicht in Sicht, urteilen die Studien-Autoren: "Die Aussichten auf eine Trendwende bis 2020 stehen dauerhaft schlecht."

Rückschlag für die Bundesregierung
Für die Bundesregierung ist der neue Index-Wert peinlich: Gerade erst hatte sie zusätzliche Maßnahmen angekündigt, mit deren Hilfe das 40-Prozent-Ziel noch zu erreichen wäre. Ein "Nationaler Aktionsplan für Energieeffizienz" gehörte dazu. Außerdem ein "Verschieben" von bislang rund um die Uhr laufenden Braunkohle-Kraftwerken in eine Kapazitätsreserve. Doch das alles bringt es wohl nicht...

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08.09.2015: - Globale Erwärmung ist lächerlich – Es ist eine politische Religion

Presseartikel: Fortschritt in Freiheit vom 09.07.2015

Nobelpreisträger Ivar Giaever: „Haltung Obamas zur globalen Erwärmung ist lächerlich und völlig falsch!“ Filmbericht anschauen (in englisch)

Ein Wissenschaftler und Nobelpreisträger, der ursprünglich Präsident Obama gestützt hatte, sagt jetzt, dass dieser hinsichtlich der ,Globalen Erwärmung' ,völlig falsch' liegt und sich ,lächerlich' verhält.

Dr. Ivar Giaever, der im Jahre 1973 den Nobelpreis für Physik erhalten hatte, erklärte seine Zurückweisung der Behauptungen zur vom Menschen verursachten globalen Erwärmung auf einem Nobelpreisträger-Forum am 1. Juli 2015 in Lindau. „Ich sage mal, dass die globale Erwärmung im Wesentlichen ein Nicht-Problem ist“, führte Dr. Giaever in seinem Vortrag aus mit dem Titel „Global Warming Revisited“ (hier).

Giaever, ein ehemaliger Professor an der School of Engineering und School of Science Rensselaer Polytechnic Institute erhielt im Jahre 1973 den Physik-Nobelpreis für seine Arbeiten zu quantum tunneling. [Bevor ich diesen Begriff falsch übersetze, lasse ich ihn lieber unverändert. Anm. d. Übers.] Giaever machte seine Anmerkungen auf der 65. Nobelpreisträger-Konferenz in Lindau, wo sich 65 Empfänger dieses Preises versammelt hatten. Giaever wird auch in der neuen Dokumentation „Climate Hustle” vorgestellt, deren Veröffentlichung für den Herbst dieses Jahres vorgesehen ist.

Giaever war im Jahre 2008 einer der grundlegenden wissenschaftlichen Unterstützer von Präsident Obama, war er doch damals einer Gruppe von über 70 Nobelpreisträgern beigetreten, die im Oktober 2008 einen offenen Unterstützer-Brief an Präsident Obama geschrieben hatten. Giaever unterschrieb diesen Brief, in dem es u. A. heißt: „Das Land [= die USA] braucht einen visionären Führer … wir sind davon überzeugt, dass Präsident Obama ein solcher Führer ist, und wir raten dringend dazu, ihn zu unterstützen“.

Aber sieben Jahre, nachdem er diesen Brief unterschrieben hatte, schimpft er mit Präsident Obama wegen dessen Aussage, dass „kein Problem eine größere Bedrohung für zukünftige Generationen darstellt als der Klimawandel“. Giaever nannte das ein „lächerliches Statement“. „Genau das hat er gesagt, und es ist ein lächerliches Statement“, erläuterte Giaever. „Ich sage Obama Folgendes: „Entschuldigen Sie, Herr Präsident, aber sie haben unrecht. Absolut unrecht“...

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08.09.2015: - "Weinzierls Nachfolger im BUND sind eiskalte Technokraten"

Presseartikel: Deutscher Arbeitgeber Verband vom 17.11.2014

Interview mit Enoch zu Guttenberg, Mitbegründer des BUND

Peter Schmidt: Sie waren Mitbegründer des BUND. Sie sind 2012 ausgetreten wegen der billigenden Haltung des BUND zur Umweltzerstörung durch Windkraft. Meine Heimat Rheinhessen ist inzwischen fast unbewohnbar gemacht durch Wind"parks", man fühlt sich in einer Mondlandschaft gestrandet. Hatten Sie den Eindruck, dass Teile der Mitgliedschaft Ihre Ablehnung nachvollziehen konnte?

Enoch zu Guttenberg: Seit meinem Austritt - Mai 2012 - aus dem BUND, dem ich vor allem in den ersten politisch schweren Jahren nach dessen Gründung als Vorstandsmitglied und als Sprecher seines wissenschaftlichen Beirats dienen durfte, bekomme ich ununterbro-chen zustimmende Briefe von verzweifelten und frustrierten BUND-Mitgliedern. Es lassen sich aus diesen Korrespondenzen im Wesentlichen drei Gruppen herausfiltern:

Etwa 60% der genannten Personen, oft Kreisvorsitzende oder andere Verantwortungsträger auf mittlerer Ebene des Verbandes, sind zutiefst erschüttert und enttäuscht von der derzeitigen zerstörerischen und destruktiven Politik ihrer Führung. Dennoch versuchen diese aber innerhalb des Verbandes und innerhalb Ihrer direkten Verantwortungsbereiche so viel wie möglich vor Ort zu verhindern und nach der alten Natur- und Umweltphilosophie zu handeln, wie diese von Männern wie Hubert Weinzierl oder Bernhard Grzimek und von Konrad Lorenz vertreten und vorgelebt wurde. Diese BUND-Mitglieder hoffen dezidiert auf eine baldige personelle Veränderung in der Vorstandschaft des Verbandes, und damit auf ein Zurück im BUND zu einem dringend notwendigen klassischen Natur- und Umweltschutz.

Eine zweite Gruppe versucht, sich deutschlandweit neu zu formieren und ist zurzeit noch in den verschiedensten Bürgerinitiativen engagiert, vor allem dort, wo durch Wind- und Photovoltaik"parks" Landschafts- und Naturschutzgebiete sowie Naturparks für immer zerstört werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann neben dem äußerst verdienstvoll agierenden Dachverband der Windkraft-Gegner "VERNUNFTKRAFT" auf Bundesebene ein neuer Natur- und Umweltschutzverband gegründet wird, der das Zeug dazu hat, die verantwortungslosen und korrumpierten Technokraten des BUND zu entlarven und deren verlogenes Handwerk zu legen...

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08.09.2015: - Enoch zu Guttenberg - Ein Freiherr kämpft gegen den „Windkraft-Wahn“

Presseartikel: FAZ vom 20.05.2015

Der Dirigent Enoch zu Guttenberg wanderte einst durch die oberfränkischen Täler – verwunschen und wild. Doch jetzt kommen auch dorthin immer mehr Windräder. Für ihn ist das ein brutaler Frevel an Landschaft und Menschen.

Am Anfang steht ein Wort. „Blutstrom“ – damit hat Enoch zu Guttenberg die Energieerzeugung mit Windrädern gegeißelt, deren mächtige Rotoren Vögeln und Fledermäusen den Tod bringen. Alles klar? Ein fränkischer Freiherr, der Landschaftsträumereien nachhängt? Ein Dirigent und Musenkopf, der nicht mit den harten Realitäten des Lebens zurechtkommt? Die Rückkehr der deutschen Innerlichkeit im Adelswams? Diese Etiketten ließen sich schnell prägen. Sie haben nur einen Nachteil: Sie haben wenig mit der Wirklichkeit zu tun.

„Blutstrom“ hat Guttenberg zwar gesagt, im vergangenen Monat in der Stadthalle in Göppingen auf einer der Veranstaltungen, auf denen er gegen die Windkraft streitet. Doch niemand leidet mehr darunter als er, wenn er darauf angesprochen wird. Die unheilvollen Assoziationen mit den Unwörtern des Nationalsozialismus sind Guttenberg bewusst; sie bereiten ihm fast körperliche Pein. Zu seiner Familie gehörte Karl Ludwig zu Guttenberg, der als Widerstandskämpfer in den letzten Kriegstagen von den Schergen des Reichssicherheitshauptamts ermordet wurde.

Enoch zu Guttenberg ist, das wird in einem langen Gespräch deutlich, kein Ökofundamentalist, kein Rechthaber, kein Rabauke. Ihn treibt die Sorge um, dass mit dem Errichten großer Windkraftanlagen die letzten natürlichen, nicht urbanisierten Lebensräume in Deutschland zerstört werden; ein Preis, den er verglichen mit dem ökonomischen Nutzen für zu hoch hält.

„Kult der unbegrenzten Energie“
Er sei anfangs selbst für die Windkraft gewesen, sagt er; doch habe er lernen müssen, dass sie ein ökologischer und ökonomischer Irrweg sei. Auf seinem Mobiltelefon hat er die Aufnahme einer Ortschaft, über die riesige Windräder aufragen, als kämen Invasoren von einem fernen Planeten über ein Zwergenvolk...

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24.07.2015: - Windräder im Wald? Klima- und Naturschützer im Stellungskrieg

Presseartikel: N24 vom 23.07.2015

Windkraft-Branche und Klimaschützer wollen auch in den Wäldern immer mehr Windräder aufstellen. Die Deutschen begehren dagegen auf und bekommen Rückendeckung von Naturschützern.

Die gute alte Bürgerinitiative, jahrzehntelang hoch gelobt als positives Element der Demokratie, ist in Verruf geraten. Stromleitungen, Speicherbecken, Windkrafttürme – seit solche Vorhaben für die Energiewende landauf, landab ins Stocken geraten, weil sich Anwohner gegen die Anlagen vor ihrer Haustür wenden, stehen die Mitglieder solcher Vereinigungen heute schnell im Verdacht, nur noch ihren Egoismus auszuleben. Ihre Devise laute: Baut den Kram woanders hin, aber nicht bei uns.

Insbesondere anspruchsvolle Vorhaben für Windparks, zuletzt auch in Wäldern, scheitern immer häufiger am Einspruch der Menschen aus den benachbarten Ortschaften. Tourismus-Hochburgen fürchten um ihr Geschäft, Anwohner um ihren naturbelassenen Horizont. Immer wieder provozierten sie damit den Vorwurf von Politikern, von Windkraftbetreibern, von Klimaschützern: Grundsätzlich seien die Menschen von der Notwendigkeit des Ausbaus überzeugt, auch auf Kosten der Landschaft. Nur wenn es um ihren Sprengel ginge, zeigten sie sich bockig.

Das jetzt vorgelegte Ergebnis einer bundesweit durchgeführten Umfrage zeichnet ein deutlich anderes Bild. Was den weiteren Ausbau der Windkraft zumindest in den Wäldern angeht, gibt sich eine große Mehrheit der Deutschen ablehnend, und zwar grundsätzlich, nicht nur als betroffener Anwohner.

Bei der vom Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Deutschen Wildtierstiftung durchgeführten Erhebung stimmten 79 Prozent der Befragten der Forderung zu, dass "für den Ausbau der Windenergie generell keine Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden sollten". Lediglich elf Prozent fanden es vertretbar, den Wald im Sinne der Energiewende entsprechend in Mitleidenschaft zu ziehen. Handelt es sich um erste Anzeichen für eine Akzeptanzkrise der Windkraft? Zumindest wohl um eine Warnung vor dem allzu flotten Zubau der ungeliebten "Spargellandschaft"...

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23.07.2015: - Viel Wind um wenig Energie

Presseartikel: WAZ vom 20.07.2015

Ja zur Windkraft? Nein zur Windkraft? Das Thema ist komplex. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Vielerorts sind die Windräder umstritten, spalten Dörfer, lösen Entrüstung und Wut aus. Warum? Nicht nur, weil sich die Landschaft mit den Betontürmen der umweltfreundlichen Energie nicht zum Besten wandelt.

Sondern? Weil sich die Anwohner überfahren fühlen. Auf Biegen und Brechen soll eine Energieform, die mit öffentlichen Fördermitteln unterwegs ist, durchgeboxt werden. Dass die Pläne und Gutachten der Kommunen beim ersten Entwurf des Windenergiekonzeptes der Bezirksregierung Arnsberg förmlich wie Luft behandelt worden sind, hat einen ersten Sturm der Entrüstung ausgelöst. Zu Recht. Dass der Landesbetrieb Wald und Holz zudem ohne Rücksprache jüngst mit Lennestadt und Medebach Standortsicherungsverträge mit Investoren abschließt, macht dies nicht besser.

Wer sich mit der Materie beschäftigt, wundert sich über magere Einspeiseleistungen der Windräder bei massivem Ausbau. Fragen melden sich: Stimmt die Verhältnismäßigkeit? Viel Raubbau in der Natur für wenig energetische Wirkung? Ist es richtig, am Ausbau einer Energie festzuhalten, die nicht gespeichert werden kann? Zum Wohle der Projektierer? Zweifel bleiben. Windkraft bleibt eine windige Geschichte. So oder so.

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23.07.2015: - Energiewende: Der vermeintliche Klimaschutz

Presseartikel: eigentümlich frei Magazin vom 09.07.2015

Die Rechnung wird immer größer

Endlich, möchte man sagen. Endlich rafft sich eine angesehene Zeitung einmal auf, die Stromverbraucher wegen der ruinösen „Energiewende“ auf die Barrikaden zu rufen. Getan hat es die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ in ihrer Ausgabe vom 5. Juli. Der Leitartikel von Lena Schipper im Wirtschaftsteil war überschrieben mit: „Stromkunden auf die Barrikaden!“ Bislang ist diese Zeitung mit solcher eigenen Kritik an der Energiewende nicht gerade aufgefallen und das Mutterblatt „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ mit solchen Redakteuren wie Andreas Mihm und Joachim Müller-Jung schon gar nicht. Aber werden die Stromverbraucher dem Aufruf folgen?

Das Folgen scheitert schon daran, dass die allermeisten Deutschen die „FAS“ nicht lesen, den Aufruf also nicht kennen können. Aber davon, was für ein Monster die Energiewende ist, haben sie ohnehin so gut wie keine Ahnung, wissen nicht, was sich hier wirklich abspielt. Die Autorin drückt dies so aus: „Niemand hat in dem Wust der Maßnahmen mehr den Überblick darüber, wo ihm zu welchem Zweck wie viel Geld aus der Tasche gezogen wird. Entsprechend schwachbrüstig sind die Proteste.“

Wer das nicht weiß, vermag auch schwerlich seinen Zorn zu artikulieren, es sei denn, er beschränkt sich darauf, den heftig steigenden Strompreis zu attackieren. Denn der ist durch die Energiewende das zwangsläufige Ergebnis. Aber selbst dies hat noch keine Massen auf die Straßen gelockt, auf die Barrikaden getrieben. Die mutwillige Stromverteuerung scheint für zu viele noch nicht schmerzhaft genug zu sein und noch nicht unbezahlbar...

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12.07.2015: - Neuss: Verwaltungsgericht stoppt Windräder in Hoisten

Presseartikel: NGZ ONLINE vom 06.07.2015

Hoisten. Die Windräder im Neusser Stadtteil Hoisten dürfen vorerst nicht gebaut werden. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden. Der Beschluss wurde am Montag veröffentlicht.

Die Kammer gab damit einem Antrag im Eilverfahren eines Nachbarn recht, der gegen die im Januar erteilte Baugenehmigung durch den Rhein-Kreis geklagt hatte. Die Richter entschieden nach einem Ortstermin, dass die Geräuschbelästigung die maßgeblichen Grenzwerte überschreitet. In einem reinen Wohngebiet seien nachts 35 Dezibel erlaubt. Eine Schallimmissionsprognose ginge aber von einer Gesamtbelastung am Wohnhaus des Klägers von 39 Dezibel aus. Damit seit die Genehmigung durch den Kreis rechtswidrig.

Gegen den Beschluss ist eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster möglich. Die Stadtwerke Neuss gaben zunächst keine Stellungnahme ab...

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12.07.2015: - Lindner zur Energiewende: „Koalition muss ihren Ökofimmel überwinden“

Presseartikel: Handelsblatt vom 02.07.2015

Die große Koalition nimmt große Anstrengungen in Kauf, um die Energiewende in Deutschland voranzutreiben. FDP-Chef Christian Lindner hält das für übertrieben. Er spricht sogar von einer ideologisierten Energiepolitik.

BerlinFDP-Chef Christian Lindner warnt davor, dass mit den neuen Entscheidungen der Koalition die Energiewende immer teurer und komplizierter wird. „Alle auftretenden Gräben im Streit um die Energiewende schüttet die Koalition mit dem Geld der Stromkunden und Steuerzahler zu. Eine ideologiefreie Energiepolitik sieht anders aus“, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur.

Die Koalition sei im Irrglauben gefangen, sie könne das Weltklima zwischen Kiel und Konstanz retten. „Die Koalition muss endlich ihren Ökofimmel überwinden“, meinte Lindner.

Völlig unverständlich sei, dass Angela Merkel und Sigmar Gabriel bei den Stromtrassen CSU-Chef Horst Seehofer mit Erdkabeln und neuen Trassenverläufen weitreichende Zugeständnisse gemacht hätten. „Es ist in den restlichen 15 Bundesländern nicht vermittelbar, dass Bayern einseitig bevorzugt wird – nur weil der Ministerpräsident ein Stück aus dem Tollhaus aufführt.“...

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12.07.2015: - "Der Ökoterror mit Windrädern muss ein Ende haben"

Presseartikel: Berliner Morgenpost vom 29.06.2015

Selbst im einzigen energieautarken Dorf Deutschlands, in Feldheim, regt sich Unmut gegen weitere Rotoren.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich Feldheim nicht von unzähligen anderen Orten in Brandenburg. Die zumeist schlichten Häuser schmiegen sich rechts und links der Straße aneinander, in den akkurat hergerichteten Vorgärten blühen die Rosen, in Rot, Rosa und in Gelb. Annemarie Glück sitzt auf einer kleinen Bank vor dem Haus; sie macht kurz Pause von der Gartenarbeit.

"Wir sind schon stolz auf unser Dorf" sagt die 68-Jährige. Feldheim ist tatsächlich etwas Besonderes: Der 127-Einwohner-Ort, etwa 60 Kilometer südwestlich von Berlin gelegen, versorgt sich komplett selbst mit Strom und Wärme – und ist seit 2010 das erste "energieautarke Dorf Deutschlands". Die Bewohner in 37 Haushalten bekommen ihre Energie über den Wind, die Sonne und über die örtliche Biogasanlage.

Widerstand gegen die Windkraft, wie er derzeit in ganz Brandenburg massiv zunimmt, ist in dem Energie-Vorzeige-Dorf wohl kaum zu erwarten. Irrtum. Mittlerweile reicht es offenbar sogar den innovativen Feldheimern. Viele von ihnen wollen nicht noch mehr Windräder.

Wald wird gerodet
"Jetzt ist es genug", findet die ehemalige Traktoristin und Stapelfahrerin in der örtlichen Agrargenossenschaft, Annemarie Glück. "Und das ist nicht nur meine Meinung." In diesem Moment tritt ihr Sohn Thomas aus der Tür. "Sie roden nun auch noch den Wald und stellen die Dinger da hin", sagt er. "Ein Frevel."...

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12.07.2015: - Gefährden Windräder die Werte angrenzender Immobilien?

Presseartikel: Rhein-Neckar-Zeitung vom 13.06.2015

Dr. Axel Tausendpfund von der Eigentümergemeinschaft Haus & Grund befürchtet genau dies und warnt im RNZ-Interview vor Wertverfall - Gerade im ländlichen Bereich sei dieser drastisch.

Neckar-Odenwald-Kreis. Verliert unser Haus an Wert, oder wird es gar unverkäuflich? Diese Sorge treibt viele Eigenheimbesitzer um, wenn in der Nähe zu Wohngebieten Windkraftanlagen errichtet werden sollen. Doch sind diese Ängste überhaupt berechtigt? Wir haben bei Dr. Axel Tausendpfund nachgefragt. Er ist hauptamtlicher Vorstand des Landesverbands Baden der Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund.

Sind die Sorgen vieler Eigenheimbesitzer berechtigt, dass ihre Immobilie durch den Bau eines Windparks in unmittelbarer Nachbarschaft deutlich an Wert verlieren könnte?

Die Sorgen sind aus unser Sicht absolut berechtigt. Der Bau von Windenergieanlagen hat nach unserer Einschätzung sowohl auf die Kaufpreise wie auch auf die Mieten der im Einflussbereich solcher Anlagen liegenden Immobilien erhebliche Auswirkungen. Die Beeinträchtigungen - insbesondere Geräuschemissionen, Lichtreflexion, Schatten- und Eiswurf, Eingriff in das Landschaftsbild, Infraschall, Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen und Beklemmungsgefühl - führen nach unserer Einschätzung zu Preisabschlägen von 20 bis 30 Prozent, im Ausnahmefall sogar bis hin zu praktischer Unverkäuflichkeit oder Unvermietbarkeit.

Müssen sich alle Hausbesitzer Sorgen machen, deren Immobilie in der Nähe von Windkraftanlagen stehen, oder sind negative Folgen nur bei direkter Nachbarschaft zu befürchten?

Dem Abstand zwischen Immobilie und Windkraftanlage kommt natürlich eine große Bedeutung zu. Dabei gilt: Je geringer der Abstand ist, desto höher ist der Abschlag. Deswegen fordern wir von Haus & Grund einen Abstand zur Wohnbebauung des zehnfachen der Höhe der Windkraftanlage, mindestens aber 1500 Meter...

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30.06.2015: - Energiewende mal anders betrachtet

Presseartikel: Anzeiger für Harlingerland, vom 28.06.2015

DEBATTE Bei Energiestückkosten steht Deutschland gut da / Unternehmer sieht Industrie gefährdet

MAINZ - Die Energiewende ist zu teuer, die hohen Strompreise belasten Menschen und Wirtschaft über Gebühr und bringen Wettbewerbsnachteile. So argumentiert häufig insbesondere auch die Industrie. Professor Andreas Löschel, Vorsitzender der Experten-Kommission des Bundes zur „Energie der Zukunft“, sieht das differenzierter – und macht eine andere Rechnung auf.

Ohne Zweifel seien die reinen Energiepreise in Deutschland mit am höchsten, doch berechne man, analog zu den Lohnstückkosten, die Energiestückkosten und beziehe dabei Kriterien der Wertschöpfung und Effizienz ein, stehe Deutschland sogar besser als der EU-Schnitt da, sagte Löscher beim Energieforum der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen (IHK) in Mainz.

Der Wissenschaftler der Uni Münster betonte zudem, dass die energieintensiven Bereiche hierzulande zwar wachsen, die CO2-Emissionen durch steigende Effizienz und erneuerbare Energien jedoch zugleich sinken. Sein Fazit: „Wir müssen durch Vorteile, die wir durch Innovation generieren, auftrumpfen und nicht durch niedrige Preise.“ Aktuell sei die Entwicklung bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Industrie „beunruhigend, aber noch tragbar“. Die Akzeptanz der Energiewende sei in Deutschland allerdings noch nicht gesichert.

Das wurde auch beim anschließenden Podium deutlich, das vom stellvertretenden Chefredakteur dieser Zeitung, Lars Hennemann, moderiert wurde. Ein scharfer Gegner der Umsetzung der Energiewende ist beispielsweise der Wöllsteiner Ziegel-Hersteller Stefan Jungk (Juwö). Würden die aktuellen Preisschutzmechanismen für die energieintensiven Betriebe fallen, sei dies massiv bestandsgefährdend. Jungk zeigte sich „überzeugt, dass die Energiewende nicht funktioniert“, und stellte die Sinnhaftigkeit der Klimaschutzmotive infrage: „Dass sich ein führendes Industrieland ohne reale Probleme nur aus Angst und Ideologie selbst ruiniert, ist einzigartig.“...

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30.06.2015: - Mächtig Gegenwind: Großer Widerstand gegen geplanten Windpark in Neuschoo

Presseartikel: Anzeiger für Harlingerland, vom 28.06.2015

Ortsbürgermeister Holger Heymann will die Bedenken im Rat zur Sprache bringen.

NEUSCHOO - Als wahrlich nicht vergnügungssteuerpflichtig bezeichnete der Neuschooer Ortsbürgermeister und SPD-Landtagsabgeordnete Holger Heymann die Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative gegen den Windpark Südmoor in Neuschoo. Die Mitglieder des Ortsrates und er hätten am Freitagabend in der teils sehr hitzigen Diskussion mächtig Gegenwind bekommen.

Die Sorgen und Ängste der Betroffenen müsse und werde der Ortsrat ernst nehmen. Bis zum 21. Juli könne jeder seine Bedenken zum geplanten WIndpark beim Landkreis Wittmund anmelden. „Wir werden uns mit diesen Eingaben im Ortsrat befassen“, kündigte Heymann im Gespräch mit unserer Zeitung an. Es werde schwierig, den Windpark ganz zu verhindern, weil der Flächennutzungsplan ein Recht zum Ausbau ausdrücke, „aber wir müssen sehen, ob nicht Kompromisse gefunden werden können“. Unter anderem der Hinweis auf Mindestabstände sei da zu beachten: „520 Meter von einer 200-Meter-Mühle zum nächsten Wohnhaus – das ist schon grenzwertig“, räumte Heymann ein.

Frieda Rocker hatte den Informationsabend federführend mit vorbereitet. Zur Sprecherin wählte die BI Elke Schmidt, die sich optimistisch zeigte, dass sich der Ausbau in der bisher geplanten Form noch verhindern lässt...

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19.06.2015: - Neue Waffe: Infraschall?

Presseartikel: ZEIT ONLINE, Ausgabe 05 aus dem Jahr 1968

Merkwürdige Experimente des Professors Gavreau
Ein Gerücht macht seit kurzem die Runde: Die Franzosen besäßen ein schreckliches neues Gerät, mit dem sich im Umkreis von knapp zehn Kilometern alles Leben auslöschen lasse, unhörbarer Schall sei die todbringende Quelle, die Armee teste die lebensgefährliche Waffe bereits auf ihre Brauchbarkeit für kriegerische Zwecke, und das französische Patentamt habe dem unter Professor Wladimir Gavreau in den Laboratorien für Automation und Elektroakustik am Marseiller Centre National de la Recherche Scientifique entwickelten Mordinstrument unter den Nummern 131 551 und 437 460 sogar das Patent erteilt.

Das klingt nach Science-Fiction. Tödlicher Schall, noch lautlos – das mutet Außenstehenden allzu phantastisch an. Doch nun meldet sich Professor Gavreau, der Chef jener Laboratorien, selbst zu Wort. Im Januar-Heft des Science Journal bürgt er mit seinem Namen dafür, daß es mit dem Gemunkel durchaus seine Richtigkeit hat.

Infraschall – Luftschwingungen in einem Frequenzbereich, der unterhalb der Hörschwelle des menschlichen Ohres liegt – kann unabsehbare Folgen für unsere Gesundheit haben, sagt er. Und: Zielbewußt weiterentwickelt, könnte aus den Anlagen zur Erzeugung solcher Schwingungen eine höchst unangenehme Waffengattung werden. Er und seine Mitarbeiter, die Physiker und Ingenieure Calaora, Condat, Lavavasseur, Miane und Saul, haben in den letzten zehn Jahren eine Reihe verschiedener Infraschall-Vorrichtungen gebaut, darunter lautstark-lautlose „Trillerpfeifen“, „Schall-Kanonen“ und als Krönung einen „Akustik-Laser“, dessen gebündelter Schallstrahl sich „fokussieren“ und auf jedes nicht durch Erdkrümmung verdeckte Ziel treffsicher ausrichten läßt.

Es begann mit einer Panne
Das menschliche Ohr kann normalerweise Schallschwingungen im Bereich zwischen 16 und 20 000 Hertz wahrnehmen. Was darüber liegt und als Ultraschall bezeichnet wird, kann es nicht mehr hören. Ebenso vermag es keine Schallwellen mehr zu vernehmen, die weniger als 16 Schwingungen je Sekunde machen; solche Töne heißen Infraschall. Luftschwingungen lassen sich darüber hinaus noch nach ihrer Intensität, ihrer Lautstärke einteilen, und als ein Maß dafür dient die Angabe in Dezibel...

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19.06.2015: - 20.019 Einwände gegen das Windenergiekonzept Südwestfalen

Presseartikel: WAZ vom 16.06.2015

Arnsberg. 5834 Bürger schicken 20.019 Einwände gegen das Windenergiekonzept Südwestfalen an die Bezirksregierung Arnsberg. Die Antworten dauern Monate.

Weihnachtspost war das nicht. Bis zum 22. Dezember konnten Einwände gegen das Windenergiekonzept Südwestfalen bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht werden. Ein Recht, von dem Tausende Gebrauch machten. Sie überschütteten die Mitarbeiter im Dezernat 32 mit ihren Stellungnahmen. Jetzt, fast sechs Monate später, sind die Einsprüche erfasst und kategorisiert: 20 .019 Schreiben von 5834 Bürgern.

„Da einige offenbar mehrfach geschrieben haben“, sagt Sprecher Christian Chmel-Menges, „ist der Personkreis derer, die geschrieben haben, deutlich kleiner als die Zahl der Einwände vermuten lässt.“ Gleichwohl würden die Antworten „viel Zeit ihn Anspruch nehmen“. Die meisten Widersprüche kommen nach seiner Einschätzung aus dem Hochsauerlandkreis.

Alle Kritiker bekommen eine Antwort
Ein Rangliste der Kritikpunkte, die vorgebracht worden sind, gibt es nicht. Der Artenschutz, die Auswirkungen auf das Landschaftsbild sowie die möglichen akustischen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen für Anlieger zählen zu den Vorbehalten, die offenbar mit am häufigsten genannt werden. Auf die leichte Schulter nimmt die Bezirksregierung in Arnsberg die Vielzahl der Einwände nicht. Regierungspräsident Gerd Bollermann (SPD) stellt klar: „Wir versprechen allen, die sich in dieses Beteiligungsverfahren eingebracht haben, dass wir die formulierte Kritik und die Änderungsvorschläge sehr ernst nehmen. Jedes sachliche Argument wird sorgfältig geprüft.“

Dasselbe gelte für die Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten, mit denen die Bezirksregierung den Dialog zum Regionalplan-Entwurf fortsetzen werden. „Am Ende geht es darum“, sagt Bollermann, „dem Regionalrat Arnsberg als Herr des Verfahrens eine umfassende Entscheidungsgrundlage für seinen späteren Aufstellungsbeschluss vorzulegen.“ Zu den Verfahrensbeteiligten gehören auch die 59 Kommunen im Zuständigkeitsgebiet der Bezirksregierung...

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19.06.2015: - Deutschland übertrifft EU-Klimaziele

Presseartikel: ZDF heute vom 16.06.2015

Sonne und Wind statt Erdgas und Öl: Bis 2020 soll ein Fünftel des Energieverbrauchs in der EU aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Deutschland treibt den Ausbau der Ökoenergie schneller voran als von der Europäischen Union gefordert, drei EU-Staaten hinken den Zielen hinterher.

12,4 Prozent der verbrauchten Energie in Deutschland kamen im Jahr 2013 aus Quellen wie Solar- oder Windenergie. Das zeigt ein am Dienstag veröffentlichter Bericht der EU-Kommission in Brüssel. Als Zwischenziel angepeilt waren nur 9,5 Prozent.
Bis 2020 soll der Anteil der Erneuerbaren in Deutschland auf 18 Prozent wachsen. Das soll helfen, die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen und damit den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu senken.

Drei EU-Länder erreichen Ziele nicht
Mit Großbritannien, den Niederlanden und Luxemburg verfehlten nur 3 der 28 EU-Staaten ihre aktuellen Zwischenziele. Aber auch Frankreich und Malta, die die Vorgaben knapp erreichten, müssten ihre bisherige Politik überprüfen, um die Umstellung wie gefordert voranzutreiben, heißt es. Auch für Ungarn und Polen sei ein Erfolg nur bei optimistischen Annahmen zur weiteren Entwicklung wahrscheinlich.
Die EU-Mitgliedstaaten hatten sich vor sechs Jahren darauf geeinigt, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf EU-weit mindestens 20 Prozent zu erhöhen. Für 2014 wurde in dem neuen Bericht bereits ein Durchschnittswert von 15,3 Prozent angegeben.

EU führt im internationalen Vergleich
Im internationalen Vergleich - etwa zu den USA oder China - nehme die EU damit eine führende Position ein, hieß es weiter. Davon profitiere auch die Industrie: Bei der Herstellung von Windturbinen kämen Firmen aus der EU auf einen Marktanteil von rund 40 Prozent weltweit. "Bei uns arbeiten mehr als eine Million Menschen in der Erneuerbare-Energien-Branche, in der ein Umsatz von über 130 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet wird", erklärte EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete...

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19.06.2015: - "Tatort"-Faktencheck: Kungeln Naturschützer wirklich mit der Industrie?

Presseartikel: Spiegel Online vom 16.06.2015

Der Bremer "Tatort" kehrte das Schmutzige der sauberen Energien hervor: Naturschützer kungeln mit Ökostrom-Unternehmern, Offshore-Windanlagen töten massenhaft Vögel und Wale. Wie nah kam die Episode der Realität?

Lars Overbeck ist verzweifelt. Dringend braucht der Ökostrom-Unternehmer frisches Geld für seine Offshore-Windparks. Aber seine Bank will die zugesagten Kredite nicht mehr auszahlen: Das Video eines Naturschützers belegt scheinbar, dass Overbecks Windräder massenhaft Vögel töten. Und dann formiert sich auch noch medienwirksam Widerstand gegen den Bau seines neuen Windparks - angeblich werden die Fundamente derart laut in den Meeresboden gerammt, dass Schweinswale verenden.

Was Overbeck jetzt braucht, ist eine Art Persilschein. Gut, dass er die Managerin einer großen Naturschutzorganisation kennt, die Öko-Gütesiegel vergibt. Overbeck hält ihr einen Millionen-Euro-Scheck unter die Nase. Sie lehnt ab. Dafür taucht sie wenig später mit einem Hedgefonds-Manager auf - und offeriert einen Deal: Der Hedgefonds gibt Overbeck den Kredit, dafür gibt der Offshore-Pionier die Rechte an bereits genehmigten Windpark-Standorten ab. Der Hedgefonds lässt im Gegenzug die Windparks mit dem Gütesiegel der Naturschutzorganisation zertifizieren - gegen gutes Geld.

Dramaturgisch mag die Bremer "Tatort"-Episode eher dürftig ausgefallen sein - stellte sie dann wenigstens die Gepflogenheiten und Rahmenbedingungen in der Offshore-Branche realistisch dar? Hier der Faktencheck.

Muss die Offshore-Branche wirklich vor Naturschützern zittern?
Ja, und das ist politisch auch so gewollt. Denn Naturschutzorganisationen haben ein Klagerecht in Umweltfragen, sofern sie von den Umweltministerien anerkannt sind. Im deutschen Rechtssystem ist das eine seltene Ausnahme, die den Vereinen gewährt wird, damit die Interessen von Pflanzen und Tieren gewahrt werden. Und die Naturschützer machen von diesem Recht auch regelmäßig Gebrauch, wenn Bauprojekte der Umwelt zu schaden drohen...

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15.06.2015: - EnBW vs. Genossenschaft: Prokon-Anleger können Geld teilweise zurückbekommen

Presseartikel: T-online vom 08.06.2015

Für ein Insolvenzverfahren dürfte der Vorgang ziemlich einmalig sein: Beim Windenergie-Unternehmen Prokon werben zwei Kontrahenten um die Gunst der Gläubiger. Die Anleger haben dabei außerdem erstmals eine Vorstellung davon bekommen, wieviel Verlust sie am Ende machen werden. Immerhin: Ein Teil der Einlagen von einst 1,4 Milliarden Euro ist noch da.

In einem der größten Insolvenzverfahren der deutschen Wirtschaftsgeschichte rückt der Showdown näher. Am 2. Juli werden sich in einer Hamburger Messehalle die Gläubiger von Prokon versammeln, um über die Zukunft des insolventen Windenergie-Unternehmens zu entscheiden. Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin will ihnen zwei Alternativen zur Abstimmung vorlegen: das Kaufangebot des Energiekonzerns EnBW über 550 Millionen Euro und ein Genossenschaftsmodell. Bis zur entscheidenden Versammlung versuchen die Kontrahenten, ihre Truppen zu sammeln und eine Mehrheit für ihr jeweiliges Modell zu gewinnen.

Kommt es zum Deal mit EnBW, können Anleger etwa 52 Prozent ihres eingesetzten Kapitals zurückerhalten. Beim Genossenschaftsmodell wären es fast 59 Prozent. Bekommt keines der beiden Angebote eine Mehrheit, wird Prokon zerschlagen, und die Quote sinkt auf etwa 48,5 Prozent, so der Insolvenzverwalter.

"EnBW ist für uns natürlich der Goliath", sagt Rainer Doemen vom Verein "Die Freunde von Prokon". Rund 10.500 von insgesamt 75.000 Anlegern haben sich hier zusammengefunden, die weiter auf Windkraft, erneuerbare Energien und das ökologische Projekt setzen, das mit dem Namen Prokon verknüpft war. "Wir sehen in der Genossenschaft aber auch wirtschaftlich die attraktivere Alternative gegenüber dem Verkauf an EnBW", meint Doemen. Als Genossen könnten die Anleger langfristig von den Erträgen eines gesunden und zukunftsfähigen Unternehmens profitieren. Das Angebot von EnBW sei deutlich zu niedrig...

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15.06.2015: - Landrat soll in Dresden für höhenabhängige Abstandsregelung werben

Presseartikel: Freie Presse vom 08.06.2015

FDP stellt im Kreistag Antrag zu Windkraft

Annaberg-Buchholz. Der Kreistag des Erzgebirgskreises soll in seiner Sitzung am 17. Juni beschließen, dass sich der Landrat bei der Sächsischen Staatsregierung dafür stark macht, den Mindestabstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung gesetzlich zu regeln. In einem Antrag der FDP ist dabei vom Zehnfachen der Gesamthöhe die Rede.

"Eine höhenabhängige Abstandsregelung erhöht den Schutz der betroffenen Anwohner vor Beeinträchtigungen immer höherer Windkraftanlagen", heißt es im Antrag. Gleichzeitig ermögliche eine entsprechende Regelung, an besonders günstigen Standorten auch mit kleineren Anlagen aktiv zu werden.

Wie FDP-Kreisrat Michael Rudolph - Gemeinderat, stellvertretender Bürgermeister und Sprecher der Bürgerinitiative Pfaffroda - zugleich betonte, sei eine solche Abstandsregelung "weder ein Zeugnis für noch gegen Windkraft. Sie räumt einzig und allein unseren Einwohnern Abstandsrechte ein, die sonst nur bedrohten Tierarten zustehen." Laut Rudolph bestehe darüber in Sachsen mittlerweile breiter Konsens. Der Landkreis Meißen und der Vogtlandkreis haben sich laut dem BI-Sprecher bereits fraktionsübergreifend für eine solche Regelung ausgesprochen. "Im Ortsteil Dörnthal meiner Heimatgemeinde Pfaffroda gibt es zahlreiche Anwohner, für die weniger Abstand seit vielen Jahren bittere Realität ist und spürbare Beeinträchtigungen zur Folge hat", appelliert Rudolph an den Kreistag, die Sorgen und Nöte der Bürger ernst zu nehmen...

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08.06.2015: - Behörden reden mögliche Schall-Schäden klein

Presseartikel: DIE WELT vom 31.05.2015

Macht der Infraschall von Windrädern krank? Die "Welt am Sonntag" berichtete über Leiden von Anwohnern in Dänemark. Nun reagieren dänische und deutsche Stellen – mit eigenwilligen Antworten.

Die "Welt am Sonntag" ging in einem mehrseitigen Report, der Anfang März auch im Internet erschien und dort lebhaft diskutiert wurde, der Frage nach, ob der unhörbare Infraschall von Windkraftanlagen krank macht.

Das starke Leserinteresse erklärte sich schon allein aus der hohen Zahl betroffener Anwohner der jährlich rund 1500 neu errichteten Windkraftanlagen in Deutschland. Der Streit über die Nachbarschaftstauglichkeit der insgesamt inzwischen rund 26.000 Rotorentürme in Deutschland spaltet längst viele Gemeinden, Hunderte von Bürgerinitiativen machen Front gegen immer neue Bauprojekte in der Nähe ihrer Häuser oder inmitten ihrer Naherholungsgebiete.

Dann berichtete die "Welt am Sonntag" über die Situation in Dänemark, dem Windland Nummer eins in Europa: Dort hatten sich gesundheitliche Beschwerden von Windkraftanwohnern derart gehäuft, dass die Regierung in Kopenhagen ein Krebsforschungsinstitut mit einer Studie beauftragte, deren Ergebnis 2017 vorliegen soll.

Es geht darin um die Frage, ob der unhörbare, tieffrequente Schall, der von Windkraftanlagen ausgeht, tatsächlich gesundheitliche Schäden bei Mensch und Tier hervorruft. Viele dänische Kommunen legten ihre Windkraftplanungen auf Eis, um das Ergebnis der Untersuchung abzuwarten.

Baden-Württemberg fragt in Kopenhagen nach
Der "Welt am Sonntag"-Report über die Verhältnisse in Dänemark beunruhigte auch deutsche Umweltbehörden. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg übergab den "Welt am Sonntag"-Artikel der dänischen Botschaft in Berlin mit der Bitte um eine Stellungnahme. Und die reichte den ins Dänische übersetzten Text flugs weiter nach Kopenhagen...

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29.05.2015: - Länderübergreifender Vorstoss für die Windenergie

Presseartikel: Wirtschaft Hessen vom 21.05.2015

Klimaschutz- und EnergieministerInnen der Länder Hessen, Saarland, Nord-rhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Thüringen: „Um eine Schieflage beim Windkraftausbau zu verhindern, müssen wir auch die Wettbewerbsfähigkeit von Binnenland-Standorten in der Mitte und im Süden Deutschlands sichern.“

Ab 2017 soll die Förderhöhe für erneuerbare Energien über Ausschreibungen im freien Wettbewerb ermittelt werden. Aus Sorge vor ungleichen Wettbewerbsbedingungen und um einen geographisch ausgewogenen Ausbau der Windenergie in Deutschland sicherzustellen, haben die zuständigen Minister und Ministerinnen Tarek Al-Wazir (Hessen), Anke Rehlinger (Saarland), Johannes Remmel (Nordrhein-Westfalen), Eveline Lemke (Rheinland-Pfalz), Anja Siegesmund (Thüringen) und Franz Untersteller (Baden-Württemberg) ein gemeinsames Positionspapier verfasst.

In ihm fordern sie, die Vergütungssystematik des aktuellen EEG, das so genannte Referenzertragsmodell, zu modifizieren, um bei einer Ausschreibung die windstarken Standorte nicht zu bevorteilen. Außerdem fordern sie einen regionalen Faktor in der Ausschreibung. „Andernfalls“, so die Ministerinnen und Minister, „würde der Ausbau der Wind-energie in den mittleren und südlichen Bundesländern weitgehend zum Erliegen kommen.“

Windenergie-Ausbau in ganz Deutschland notwendig
Die Länder bekräftigen, dass Windkraftanlagen in ganz Deutschland notwendig sind, um die Energiewende zum Erfolg zu bringen und die Klimaschutzziele zu erreichen. Der regionale Stromverbrauch dürfe nicht nur durch Import gedeckt werden, vielmehr müsse dem regionalen Verbrauch auch eine regionale Stromerzeugung gegenübergestellt werden: „Ein ausgewogener Ausbau der Windenergie erlaubt einen effizienteren Netzausbau, er sorgt für eine über das Bundesgebiet verteilte Wertschöpfung sowie gerechtere Lastenteilung, und er leistet einen Beitrag zur Versorgungssicherheit, weil die meteorologische Abhängigkeit der Windstromerzeugung breiter gestreut wird.“...

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29.05.2015: - Enoch zu Guttenberg: Ein Freiherr kämpft gegen den „Windkraft-Wahn“

Presseartikel: Frankfurter Allgemeine vom 20.05.2015

Der Dirigent Enoch zu Guttenberg wanderte einst durch die oberfränkischen Täler – verwunschen und wild. Doch jetzt kommen auch dorthin immer mehr Windräder. Für ihn ist das ein brutaler Frevel an Landschaft und Menschen.

Am Anfang steht ein Wort. „Blutstrom“ – damit hat Enoch zu Guttenberg die Energieerzeugung mit Windrädern gegeißelt, deren mächtige Rotoren Vögeln und Fledermäusen den Tod bringen. Alles klar? Ein fränkischer Freiherr, der Landschaftsträumereien nachhängt? Ein Dirigent und Musenkopf, der nicht mit den harten Realitäten des Lebens zurechtkommt? Die Rückkehr der deutschen Innerlichkeit im Adelswams? Diese Etiketten ließen sich schnell prägen. Sie haben nur einen Nachteil: Sie haben wenig mit der Wirklichkeit zu tun.

„Blutstrom“ hat Guttenberg zwar gesagt, im vergangenen Monat in der Stadthalle in Göppingen auf einer der Veranstaltungen, auf denen er gegen die Windkraft streitet. Doch niemand leidet mehr darunter als er, wenn er darauf angesprochen wird. Die unheilvollen Assoziationen mit den Unwörtern des Nationalsozialismus sind Guttenberg bewusst; sie bereiten ihm fast körperliche Pein. Zu seiner Familie gehörte Karl Ludwig zu Guttenberg, der als Widerstandskämpfer in den letzten Kriegstagen von den Schergen des Reichssicherheitshauptamts ermordet wurde.

Enoch zu Guttenberg ist, das wird in einem langen Gespräch deutlich, kein Ökofundamentalist, kein Rechthaber, kein Rabauke. Ihn treibt die Sorge um, dass mit dem Errichten großer Windkraftanlagen die letzten natürlichen, nicht urbanisierten Lebensräume in Deutschland zerstört werden; ein Preis, den er verglichen mit dem ökonomischen Nutzen für zu hoch hält.

„Kult der unbegrenzten Energie“
Er sei anfangs selbst für die Windkraft gewesen, sagt er; doch habe er lernen müssen, dass sie ein ökologischer und ökonomischer Irrweg sei. Auf seinem Mobiltelefon hat er die Aufnahme einer Ortschaft, über die riesige Windräder aufragen, als kämen Invasoren von einem fernen Planeten über ein Zwergenvolk...

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29.05.2015: - Kampfansage an Windkraftplaner

Presseartikel: Wetterauer-Zeitung vom 20.05.2015

Rockenberg (mlu). Schon mit seinem ersten Satz erntet Theodor Pauly (Grüne) Gelächter bei der 20-köpfigen Zuschauerschar, die sich zur Sittzung der Gemeindevertreter eingefunden hat. Dann schlägt ihr Hohn in Empörung um: »Frechheit!«, ruft einer, andere schnappen nach Luft. Die Beschlussfassung erträgt Pauly zähneknirschend. Plenum und Windkraftgegner applaudieren.

Wir werden mit dem Ergebnis umgehen müssen«, hatte Bürgermeister Manfred Wetz im Vorfeld der Bürgerbefragung gesagt, bei der die Rockenberger Ende April bekunden konnten, ob sie Windräder in der Gemeinde befürworten oder ablehnen. Auf das klare Votum – bei einer Wahlbeteiligung von 63,4 Prozent sprachen sich 72,9 Prozent der Teilnehmer gegen Windkraft vor Ort aus – haben die Fraktionen jetzt reagiert. Den weitestführenden Antrag formulierte die CDU.

»Unter Ausschöpfung aller juristischen Mittel« wollten die Christdemokraten den Windpark, den Projektierer auf dem Oppershofener Hinterfeld planen, verhindern. Für einen Rechtsbeistand sollten vorerst 10 000 Euro im Nachtragshaushalt eingestellt werden. Um ein Zeichen zu setzen, wie Karl-Maria Weckler (CDU) meinte. Und um Zeit zu gewinnen. »Bis man beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel ist, können schon mal vier bis fünf Jahre vergehen. Wir wissen, dass das teuer werden kann.«

SPD-Fraktionschef Tobis Gniza hielt Weckler nicht nur Naivität, sondern auch Verantwortungslosigkeit vor. »Rockenberg ist kein gallisches Dorf. Die Klage hätte überhaupt keine Aussicht auf Erfolg, weil die Rechtslage eindeutig ist. Daher sollten wir den Bürgern nicht wieder Sand in die Augen streuen«, sagte der Sozialdemokrat. In der Sache waren sich Weckler und Gniza einig, doch anders als die CDU hat die SPD ihre politische Schlussfolgerung aus dem Befragungsergebnis weitaus vorsichtiger formuliert. Sie lehnt Windkraft vor Ort nicht ab, sondern sie befürwortet sie nicht. Man schließe sich dem Bürgerwillen an, weil alles andere nicht demokratisch sei, so Gniza. Die Möglichkeiten, den Windpark zu verhindern, seien jedoch sehr beschränkt...

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20.05.2015: - Ifo-Chef Sinn sieht Grenze der Energiewende schon heute erreicht

Presseartikel: finanztreff.de vom 13.05.2015

BERLIN (Dow Jones)--Der Chef des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland bereits jetzt an seine Grenzen stoßen. Sinn führt das auf fehlende Stromspeicher zurück. "Die Energiewende hat das mögliche Maß bereits erreicht", sagte der bekannte Wirtschaftsprofessor am Mittwoch bei einer Fachkonferenz in Berlin.

Der ifo-Präsident warnte vor ausufernden Kosten des weiteren Ausbaus von Solar- und Windkraft. Laut seinen Berechnungen müssten in Deutschland mindestens 500 Pumpspeicherkraftwerke gebaut werden, um die Schwankungen bei der Stromproduktion aus Windrädern und Solaranlagen halbwegs auszugleichen. Derzeit verfügt Deutschland über 35 Pumpspeicherkraftwerke. "Das eine geplante Pumpspeicherwerk am Jochberg ruft aber die Bauern mit der Sense hervor", sagte Sinn.

Der Idee, Elektroautos als Stromspeicher einzusetzen, erteilte er als PR-Gag eine Absage. In Deutschland müssten nach ifo-Zahlen 159 Millionen BMW i3 auf die Straßen kommen, um genügend Strom zu speichern.

Auch die Umwandlung von elektrischer Energie in Gas, das dann bei Bedarf im Gaskraftwerk wieder zu Strom umgewandelt wird, sieht Sinn als teure Alternative. Der Ökonom bezifferte die Kosten auf 24 Cent je Kilowattstunde, während der Import von Gas aus Russland nur mit etwas mehr 3 Cent zu Buche schlage. "Dann wird es schnell sehr teuer", warnte Sinn...

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02.05.2015: - Zeigt der massive Bürgerprotest gegen Windkraftanlagen im Wald in NRW Wirkung?

Presseartikel: Ruhrkultour vom 30.04.2015

An der letzten Großen Informationsveranstaltung gegen den Windwahn hat trotz Einladung kein offizieller Vertreter von NRW teilgenommen. Zu der Veranstaltung hatten der Verein für Umwelt- und Naturschutz Schmallenberg in Kooperation mit der VernunftWende Bündnis NRW, der Vernunftkraft Landesverband Hessen e.V. und dem Bündnis Energiewende für Mensch & Natur, Rheinland-Pfalz, am 25.04.2015, in Bödefeld, Sauerland, eingeladen. Über 500 Personen haben daran teilgenommen.

Die Botschaft scheint jedoch bei der Landesregierung angekommen zu sein. Die Anti-Windkraftbewegung ist zu einer Massenbewegung geworden, die auch mit Geld nicht zum Schweigen zu bringen ist.

Keine Industrialisierung der Wälder durch Windkraftanlagen!

NRW mit sich im Zwiespalt
Zwar hält NRW an dem Beschluss fest, bis 2020 den Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung von vier auf 15 Prozent zu erhöhen, aber dieses Ziel könnte dennoch in weite Ferne gerückt sein.

Der Chef der NRW-Staatskanzlei, Franz-Josef Lersch-Mense (SPD), bezeichnete dieses Ziel bei der Vorstellung des vom Kabinett verabschiedeten Landesentwicklungsprogramms (LEP), das noch vom Landesparlament verabschiedet werden muss, als “ehrgeizig”.
Im Zusammenhang mit weiteren Überlegungen der Landesregierung heißt “ehrgeizig” für den kritischen Beobachter “unrealistisch”. Die Planung liegt jetzt wieder bei den Kommunen, das Ausbauziel wurde nur grundsätzlich formuliert.

Der Schwarze Peter geht an die Gemeinden
Jede Kommune, jedes Ratsmitglied wird sich auch mit grundsätzlichen Fragen beschäftigen müssen, nicht nur mit den Verdienstmöglichkeiten für seine Gemeinde. Ratsmitglieder, die den Empfehlungen der Verwaltung oder Gutachtern folgen, in der Überzeugung, sie könnten damit nichts falsch machen, gehen ein hohes Risiko ein: “Die parlamentarische Indemnität* steht nur den Mitgliedern der staatlichen Parlamente zu, nicht aber den Mitgliedern der so genannten “Kommunalparlamente”, sagen Juristen...

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02.05.2015: - Grünbuch zur Energiewende

Presseartikel: Deutscher Arbeitgeber Verband vom 02.05.2015

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat ein "Grünbuch" zur Energiewende vorgelegt und eine breite, lösungsorientierte Diskussion eingefordert. Professor Endres gibt nachfolgend eine sachkundige Stellungnahme dazu ab wie vom Ministerium gewünscht.

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
Sie fordern zu Stellungnahmen zum "Grünbuch" der Energiewende auf.

Die Energiewende wird in diesem Buch mit dem sog. "Klimaschutz" begründet. Ich möchte festhalten, dass es in der Physik und in der Physikalischen Chemie kein einziges Experiment gibt, das den sog. "atmosphärischen Treibhauseffekt" belegen kann.  Die "Kindergartenversuche" mit CO2-gefüllten "Treibhäusern" ergeben ähnliche Erwärmungsraten, wenn sie bspw. mit dem Infrarot-inaktiven Argon gefüllt sind. Die Erwärmung seit der letzten kleinen Eiszeit um 1650 wird seit Gründung des IPCC mit anthropogenen Emissionen von Kohlenstoffdioxid in Verbindung gebracht. Es ist richtig, dass sich die Erde seit der letzten kleinen Eiszeit erwärmt hat, ein Blick in die Geschichtsbücher und die publizierten Temperaturkurven ergibt jedoch keinerlei Hinweis, dass diese Erwärmung unnatürlich ist. In von Kollegen veröffentlichten Persistenzanalysen gibt es keinerlei Hinweis auf ein anthropogenes Signal, vom städtischen Wärmeinseleffekt einmal abgesehen.

Unter Berücksichtigung der El Nin(j)o Bedingungen im Pazifik war das Jahr 2014 nun wirklich kein Rekordjahr, und abgesehen von lokalen Unterschieden gibt es seit beinahe 20 Jahren keine Erwärmung mehr. Deutschland erlebt vielleicht einen nicht zu strengen Winter, die USA sind dagegen mehr oder weniger eingefroren mit Minusrekorden – sieht so eine globale Erwärmung aus?...

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30.04.2015: - Drei Bürgermeister gegen Windvorrangflächen am Sängers- und Strangelsberg

Presseartikel: Osthessen news vom 27.04.2015

In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich die Rathauschefs von Großenlüder, Schlitz und Bad Salzschlirf gegen die Windvorrangflächen in ihrem Gebiet, die wir hier im WORTLAUT veröffentlichen:
 
"Wir, die Bürgermeister Matthias Kübel (Bad Salzschlirf), Werner Dietrich (Großenlüder) und Hans- Jürgen Schäfer (Schlitz) unterstreichen mit dieser gemeinsamen Erklärung unsere Ablehnung der geplanten Windvorrangfläche FD_32 am Sängersberg sowie am Strangelsberg und der Fläche am Melmberg. Im Rahmen der 2. Offenlegung des Teilregionalplans des Regierungspräsidiums Kassel wird daher eine negative, d.h. ablehnende Stellungnahme abgegeben, die sich im Wesentlichen wie folgt begründet:

- Die Vorrangfläche FD_32 betrifft einen sehr sensiblen Naturraum. Die Hausberge der drei Anrainerkommunen des Sängersberges und des Strangelsberges dürfen nicht zerstört werden; der unverzichtbare und begrenzte Naherholungsraum, der Wald als Heilraum muss erhalten bleiben und ist gerade für den Kurort Bad Salzschlirf von existenzieller Bedeutung.

- Windkraftanlagen am Sängersberg und am Strangelsberg würden auch archäologisch wertvolle, keltische Siedlungsgebiete zerstören. Die bislang nur ansatzweise erforschte Siedlungsgeschichte der Höhenzüge würde unwiederbringlich zerstört.

- Die Vorrangfläche FD_23 bedroht die wirtschaftliche Lebensgrundlage des Kurortes Bad Salzschlirf durch zahlreiche Beeinträchtigungen kurspezifischer Belange (Terrainkurwege, Unversehrtheit der Natur, Beeinträchtigung des Kurortcharakters durch Industrieanlagen).

- Windkraftanlagen im betroffenen Gebiet zerstören die einmalige Kulturlandschaft rund um den Sängersberg. Die denkmalgeschützten Gebiete der Gemeinde Bad Salzschlirf (Jugendstil) und der Burgenstadt Schlitz würden empfindlich in ihrer Ensemblewirkung gestört. Der Weidstücker Hof oberhalb von Eichenau würde als Reiterhof sowie expandierender Pferdesport- und Gastronomiebetrieb mit Übernachtung erheblich und nachhaltig in seinem Bestand und seiner Entwicklung beeinträchtig.

- Der Schutzradius von 15 km um das Großenlüderer Funkfeuer nach ICAO EUR DOC 015 (Flugnavigationsanlage, zivil wie militärisch genutzt) darf nicht aufgeweicht und durchlöchert werden; er muss auch und gerade im Sinne der Flugsicherheit sowie der Sicherheit der Wohnbevölkerung vor Abstürzen durchgesetzt werden.

- Die Auswirkungen von durch Windkraftanlagen ausgehender Infraschall und Schlagschatten auf den Menschen sind nicht im Sinne des BImSchG geklärt bzw. beantwortet...

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18.04.2015: - Deutschlands „Energiewende“: unhaltbare Subventionen und ein instabiles System

Presseartikel: EIKE vom 12.01.2015

Rechtfertigt das Vermeiden von Schande die hohen Kosten erneuerbarer Energie?
Als die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ein Kind war, besuchte sie vielleicht einmal eine Party und kam als einzige wieder heraus, ohne ein Geschenk erhalten zu haben, oder sie war unpassend gekleidet – und die Empörung, die ihr darob entgegen geschlagen ist, verfolgt sie bis zum heutigen Tag. So könnte man mit psychodynamischer Psychologie (Freud) ihre Entscheidung vom 3. Dezember erklären, noch mehr Geld in Deutschlands scheiterndes Energieexperiment zu stecken, um zu vermeiden, was Reuters „die Wut über das Verfehlen des Zieles ihrer Regierung, bis zum Jahr 2020 eine Emissions-Reduktion von 40% zu erreichen“ nennt.
 
Als Europas größte Wirtschaftsmacht hat sich Deutschland auch den größten Reduktionen von Kohlendioxid verschrieben mittels eines Programms mit dem Namen „Energiewende“ [ or, in English, also called energy change, shift, or transformation]*. Die Energiewende wurde im Jahre 2000 auf den Weg gebracht unter Merkels Vorgänger, der jedem grüne Energie erzeugenden Unternehmen Subventionen angeboten hatte.

[*Das Wort „Energiewende“ steht so auch im Original. Die vom Autor des Artikels angebotene Übersetzung des Begriffs ins Englische wollte ich den deutschen Lesern nicht vorenthalten. Den in UK und anderswo üblichen Begriff „Energy Transition“ habe ich nicht im Artikel gefunden. Im weiteren Verlauf des Artikels taucht im Original weiterhin ausschließlich der Terminus „Energiewende“ auf. – Anm. d. Übers.]

Während sich die EU verpflichtet hat, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 40% zu reduzieren, war es das Ziel Deutschlands, diese Marke schon ein Jahrzehnt früher zu erreichen – was im Frühstadium des Programms auch erreichbar aussah. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands gingen die Emissionen im Zuge der Modernisierung ostdeutscher Firmen augenblicklich zurück. Allerdings hat das Programm alles in allem zu steigenden Kosten und auch Emissionen geführt, die das Programm doch eigentlich beschneiden sollte.

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09.04.2015: - Video: Woran die Windkraft scheitern wird

Presseartikel: EIKE vom 04.04.2015

Die Windkraftnutzung für die Stromerzeugung hat ebenso wie andere alternative Energiequellen Geburtsprobleme, die sie zur Versorgung eines Industrielandes wie Deutschland völlig ungeeignet machen. Sie heißen geringe Energiedichte und hohe, zufällige Volatilität. Um zur Stromversorgung beizutragen müssen diese Eigenschaften durch konstruktive Maßnahmen überwunden werden. Das gelingt jedoch nur bedingt und dazu noch nur mit sehr hohem Aufwand. Zusammen mit der bekannten Eigenschaft der Nichtspeicherbarkeit elektrischer Energie im großen Maßstab, ist es derzeit aber auch technisch nicht lösbar, weil es so große Speicher nicht mal im Ansatz gibt.. Und wenn es sie gäbe wären sie sehr, sehr teuer. Dass bedeutet, der Einsatz dieser Art Energieerzeugung ist ohne Speicher nicht machbar und mit Speicher unbezahlbar.

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09.04.2015: - Ein bemerkenswertes Urteil: Baustopp für sechs Windkraftanlagen im Landkreis Haßberge

Presseartikel: Umwelt-Watchblog vom 03.04.2015

Die Genehmigung von Windrädern beinhaltet oft prekäre Mängel. Beim Bau dieses Windrads in der Oberpfalz wurde ein Schwarzstorchhorst in nur rund 80 Metern Entfernung zum Windrad im Rahmen der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) “übersehen”. Als Folge wurden die Windräder von dem zuständigen Landratsamt genehmigt; ein klarer Verstoß gegen den “Bayerischen Windkrafterlass”, der einen Mindestabstand von 3000 Metern zwischen Windrad und Schwarzstorchhorst verbindlich festschreibt.

In einer bisher vollkommen unbekannten und überraschend juristischen Deutlichkeit zeigt das Urteil des VG Würzburg die fahrlässige Vorgehensweise der zuständigen Behörde, dem Landratsamt Haßberge in Unterfranken/Bayern, bei der Genehmigung von Windrädern auf. Es bringt exemplarisch die bayern- und deutschlandweit sehr häufigen Verstrickungen und prekären Befangenheiten zwischen der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt und der Person des Landrats und dessen/deren Beteiligungen an Windradplanungen in Form von Energie- und Bürgerwindgenossenschaften oder sonstigen bürgerlich-rechtlichen Gesellschaftsformen, an das Licht der Öffentlichkeit.

“Das Landratsamt habe schlampig gearbeitet”, so die Quintessenz vieler Zeitungsberichte über das Urteil. Es habe “den Boden der Neutralität verlassen” urteilt das Gericht. Das richtungsweisende Urteil weist auch eindrücklich auf die zunehmende Bedeutung der Umweltverträglichkeitsprüfung und des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes für die Bürgerinnen und Bürger hin. Ein Klagerecht wird ihnen vom Verwaltungsgericht Würzburg bestätigt.

Auf dem Höhenrücken des Sailershäuser Waldes im Landkreis Haßberge in Unterfranken sollten bis Ende 2015 insgesamt 10 Windenergieanlagen errichtet werden. Der Wald wurde bereits gerodet, Zufahrtswege angelegt und die Fundamente der Windräder errichtet. Planet energy, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Ökostrom-Anbieters Greenpeace Energy, ist einer der fünf Gesellschafter, die das Windparkprojekt vorantreiben.

In einem Urteil vom 27. März 2015 hat nun die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Würzburg auf Grund der Klage mehrerer Anwohner einen Baustopp verhängt (Pressemitteilung). Uns liegt die detaillierte 19 Seiten umfassende Begründung des Gerichtes vor. Hier die wesentlichen Gründe für den bemerkenswerten Baustopp in Auszügen...


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09.04.2015: - Grüne: Volksbegehren von Windkraftgegnern verhindert Energiewende

Presseartikel: SVZ.de vom 30.03.2015

EDie von Windkraftkritikern geplanten Zwei- Kilometer-Abstände von Windrädern zu Wohnhäusern würden nach Ansicht der Grünen die Energiewende unmöglich machen. «Damit wären so gut wie alle Windparks in Mecklenburg-Vorpommern gestrichen», sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, Johann-Georg Jaeger, der Deutschen Presse-Agentur. Das Aktionsbündnis «Freier Horizont» hatte Ende März angekündigt, ein Volksbegehren für größere Abstände vorzubereiten. Der Abstand zur Wohnbebauung solle das Zehnfache der gesamten Anlagenhöhe betragen, mindestens 2000 Meter. Eine solche Regelung gebe es bereits in Bayern.

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09.04.2015: - Ausländische Kraftwerke sichern deutsches Stromnetz

Presseartikel: DIE WELT vom 30.03.2015

Eine Sturmserie sorgt für einen neuen Windstrom-Rekord in Deutschland. Das überlastet die Leitungstrassen Richtung Süden. Die Netzbetreiber reagieren mit Notmaßnahmen.

Eine Serie von Sturmtiefs belastet in diesen Tagen das deutsche Höchstspannungsnetz. Die Tiefdruckgebiete "Mike" und "Niklas" sorgen in Norddeutschland für so viel Windstrom, dass die Leitungstrassen Richtung Süden überlastet sind.
"Die für Montag erwartete Windfront mit einer Einspeisung von rund 30.000 Megawatt Windenergie stellt das Höchstspannungsnetz vor große Herausforderungen", erklärte der Netzbetreiber Tennet. Erstmals würden mit einer Leistung von 1000 Megawatt auch die neuen Offshore-Windparks in der Nordsee substanzielle Strommengen einspeisen.
Zehn Tage nach der Sonnenfinsternis muss das deutsche Stromnetz damit bereits die nächste "extreme Belastung" meistern, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber hätten "umfangreiche Vorkehrungen" getroffen, um das Leitungsnetz trotz des erwarteten Transportengpasses stabil zu halten.

Vorgeschriebene "Winterreserve" reicht nicht mehr aus
Hierzu wurde gleich zu Wochenbeginn die "Netzreserve" aus Deutschland und Österreich sowie aus Italien und der Schweiz mit insgesamt rund 4200 Megawatt aktiviert, erklärten die Unternehmen. Diese Leistung entspricht der von vier Großkraftwerken. Die von der Bundesnetzagentur vorgeschriebene "Winterreserve" von 3600 Megawatt reicht aktuell also nicht mehr aus. Da für Dienstag eine ähnlich hohe Windeinspeisung erwartet wird, haben die Übertragungsnetzbetreiber auch für diesen Tag rund 2000 Megawatt Netzreserve angefordert...


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09.04.2015: - Wird das Gesundheitsrisiko für den Menschen nur in Deutschland unterschätzt?

Presseartikel: umweltruf.de vom 31.03.2015

Gesundheitsgefahr durch Windräder: sind Abstände zu gering?

Zum Thema der für den Menschen von den Windkraftanlagen ausgehenden Gesundheitsgefahr werden seit langem heftige Diskussionen geführt.
Dr. med. Christian Rohrbacher, Facharzt für Innere Medizin/Psychoanalyse aus Eckernförde geht in einem Beitrag auf zahlreiche Aspekte ein und verweist auf grundsätzlich andere Herangehensweisen in anderen entwickelten Industrieländern.

„Europaticker“ veröffentlicht diese Auffassung und stellt sie zur Diskussion:
Völlig zurecht spricht sich der Kreistag Nordfriesland dafür aus, dass von der Landesregierung eine Nichtzulassungs-Beschwerde gegen das Schleswiger Urteil geprüft und gegebenenfalls eingelegt sowie eine Rechtsgrundlage geschaffen werden muss, mit der bis zur Planungsreife neuer, umfassender Regionalpläne „Bauanträge (für WKAs) zurückgestellt oder bis zum Ablauf einer Veränderungssperre zurückgewiesen werden können“.

In zukünftigen überarbeiteten Regionalplänen müssen Gesamt-Schwansen sowie weiträumig die Geltinger Birk, Schleimünde, aber auch die weiteren über 200 Naturschutzgebieten des Landes S-H frei gehalten werden von weiteren Windkraftanlagen. Das sind wir unserer Natur und den dort lebenden Seeadlern, Singschwänen, Uhus, roten Milanen, Graureihern und Kranichen und andern wertvollen Tierbeständen schuldig. Diese wunderschönen einzigartigen Naturräume dürfen nicht durch Industrieanlagen für immer zerstört werden. Dies käme wahrhaft einem Verbrechen an Tier und Natur gleich. Auf dem Altar der Profitgier bzw. einer längst aus dem Ruder gelaufenen, im Angesicht fehlender (auch in Zukunft definitiv nicht realisierbarer Speichertechnologien) und deshalb absolut sinnlosen „grünen“ Ideologie darf die Existenz schützenswerter Tierbestände nicht in Gefahr gebracht werden.

Als Arzt muss ich hinzufügen: Auch Menschenleben geraten durch Windkraftanlagen in Gefahr. Denn diese gefährden auch die Gesundheit vieler in unserem Lande lebender Menschen. Denn es soll ja unverändert weitergehen mit den bisherigen, völlig unhaltbaren Abstandsregeln der Anlagen zu Wohnstätten (in S-H: 400 m!!). Dies ist keine gute Entwicklung. Dies birgt große Gefahren. In aller erster Linie Gefahren für die Menschen, die durch den Bau von Windrädern gezwungen werden, im Umkreis von weniger als 2-3 km zu diesen zu wohnen und zu leben. Mit folgendem ist zu rechnen: Zahlreiche internationale wissenschaftliche Studien belegen den Zusammenhang von Krankheitssymptomen und Dauerbelastung durch Schall, d.h. durch Lärm, Infraschall (Frequenzen unter 20 Hz, welche in aller Regel für menschliche Ohren nicht hörbar sind) und Körperschall (ebenfalls tiefe bis sehr tiefe unhörbare Frequenzen)...


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06.04.2015: - Dänemark untersucht Gefahren durch Windkraft - Lärm, den man nicht hört

Presseartikel: tagesschau.de vom 31.03.2015

Kopfweh und Schlaflosigkeit - könnte das am Windrad nebenan liegen? Dänemark hat eine Studie in Auftrag gegeben, um diese Frage zu klären. Ergebnisse gibt es in zwei Jahren, doch schon jetzt legen manche Gemeinden ihre Projekte auf Eis.

Dänemark ist führend bei der Nutzung von Windenergie. Rund 40 Prozent des Strombedarfs werden von Windparks erzeugt. Jedoch wächst der Widerstand gegen die im Allgemeinen als besonders sauber geltende Energiegewinnung. Während in den dänischen Medien immer häufiger über Gesundheitsgefahren durch Windräder berichtet wird, nimmt in unserem nördlichen Nachbarland die Zahl von Bürgerinitiativen zu, die gegen den weiteren Bau von Windparks kämpfen.

Die Regierung in Kopenhagen hat im vergangenen Jahr eine Untersuchung von Gesundheitsgefahren durch Windräder in Auftrag gegeben. Untersucht würden unter anderem die Auswirkungen von niederfrequentem Schall, also Lärm, den man gar nicht hört, sagt Aslak Harbo Poulsen vom dänischen Krebsforschungsinstitut Kräftens Bekämpelse.

"Erst mal sehen, was wir herausfinden"
"Es gibt eine eindeutige Verbindung zwischen Lärm und verschiedenen Krankheiten, wie beispielsweise Bluthochdruck und Diabetes. Die interessante Frage ist, ob es diese Verbindung auch bei der Art von Lärm gibt, den die Windräder machen", so Poulsen. Anwohner von Windkraftanlagen klagen über Schlafstörungen und Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und in einigen Fällen Tinnitus und Angstgefühle.

Wissenschaftliche Belege für einen Zusammenhang zwischen den Symptomen und den Windkraftanlagen gebe es bislang jedoch nicht, sagt Poulsen. "Wir sind erst dabei, die Daten zu erheben und haben sie noch nicht analysiert. Deshalb kann man noch nicht sagen, ob diese Studie eine Bombe sein wird, die die Windenergie erschüttert. Wir müssen erstmal sehen, was wir überhaupt herausfinden."...


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06.04.2015: - Zu viel Wind: Mehrere Windkrafträder ausgeschaltet

Presseartikel: Osnabrücker Zeitung vom 31.03.2015

Osnabrück. Wegen des schweren Sturms sind in mehreren Bundesländern Windkraftanlagen kurzfristig und auch längerfristig ausgeschaltet worden. Das bestätigte der Pressesprecher des Bundesverbandes WindEnergie e.V. Wolfram Axthelm im Gespräch mit unserer Redaktion.

Durch die Abschaltungen solle verhindert werden, dass zu viel Strom produziert werde, so Axthelm. Von einem neuen Windkraft-Rekord sei ihm aber bisher nichts bekannt, betonte er. Das werde sich auch wohl erst Ende der Woche zeigen.

Die Meteorologen der Meteogroup hatten zu Beginn der Woche einen neuen Windkraft - Rekord nicht ausgeschlossen. Nach ihren Angaben liegt der bisherige Rekord, verursacht durch das Orkantief Elon vom 9. Januar 2015, bei 30,7 Gigawatt. Die Meteorologen rechneten für die Sturmtage Montag bis Mittwoch mit Spitzenwerten zwischen 25 und 30 Gigawatt für jeden einzelnen Tag. Das käme dem Rekord schon nahe. Mögliche Abschaltungen aufgrund zu hoher Windgeschwindigkeiten wurden bei diesen Berechnungen allerdings nicht berücksichtigt.

Ein Sprecher des überregionalen Stromtrassenbetreibers 50Hertz bestätigte der Deutschen Presseagentur am Dienstag in Berlin, dass seit Montag die Verteilnetzbetreiber aufgefordert worden seien, Windräder vorerst zu stoppen. Das Gebiet von 50Hertz erstreckt sich über Berlin, Hamburg, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Bis voraussichtlich Donnerstag sollten die betroffenen Anlagen außer Betrieb bleiben, das hänge aber von der Wetterlage ab. (Mit dpa)


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06.04.2015: - Storch überlebt Kollision mit Windrad in Lemwerder knapp

Presseartikel: Osnabrücker Zeitung vom 31.03.2015

Lemwerder. Ein Weißstorch ist im Landkreis Wesermarsch nach dem Zusammenstoß mit einer Windkraftanlage nur knapp mit dem Leben davon gekommen.

Das Tier wurde schon vor rund zwei Wochen schwer verletzt am Fuße eines neu errichteten Windrads gefunden und in die Storchenpflegestation Wesermarsch nach Berne gebracht, wo der Storch notoperiert wurde. Tierärzte mussten dem Vogel einen Flügel amputieren, um sein Leben zu retten.

Kollisionen mit Windrädern nicht selten
Nach Angaben der Storchenpflegestation geraten die streng geschützten Weißstörche häufig in die Rotorblätter von Windkraftanlagen. Die Tiere sehen die Anlagen zwar, erkennen jedoch nicht die Gefahr, die von ihnen ausgeht, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Der verletzte Storch lebe nun in der Pflegestation, die derzeit rund 50 Störche beherberge.


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