WIRTSCHAFTLICHKEIT
files/content/Wirtschaftlichkeit/Wirtschaftlichkeit_01.pngWäre das Geschäft mit dem Wind so gewinnbringend und so grün wie es dargestellt wird, könnte man offener damit umgehen. Wir fragen uns wo das Verantwortungsbewußtsein und der Idealismus geblieben sind, mit denen diese junge Industrie vor wenigen Jahren begonnen hat…

AKTUELL: Hans Werner Sinn - Energiewende ins Nichts

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Hans Werner Sinn erläutert die Risiken und Gefahren einer politisch getriebenen Energiewende ohne ingenieurwissen- schaftliche "Produktreife" und basisökonomischen Verstand im Hinblick auf rechtliche, volkswirtschaftliche und grundarith- metische Differenzen... Film jetzt anschauen!

NEU

Dr. Björn Peters: “Niedriger Strompreis – Fluch oder Segen?”

Quelle: Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.

Noch im Jahr 2011 lag der durchschnittliche Börsenpreis für Strom in Deutschland noch bei etwa 50 Euro je Megawattstunde, seither ist er kontinuierlich auf Werte um 30 EUR/MWh gefallen.  Das scheint für Verbraucher zunächst eine gute Nachricht zu sein, aber so einfach ist es nicht.  Gehen wir dem Preisverfall an den Strombörsen auf den Grund, und versuchen wir, die Folgen zu verstehen.

Dass die Erzeugerpreise für Strom fallen, ist kein allein deutsches Phänomen, von Skandinavien bis zur Türkei ist es überall in Europa zu beobachten.  Das Thema begegnete mir beim Abfassen einer Strompreisstudie für einen europäischen Kraftwerksbetreiber.  Die Ursachen sind überall ähnlich: Die Nachfrage nach Strom stagniert seit der Weltfinanzkrise, mit dem Ölpreis gingen auch die Kosten für Kohle und Gas zurück, und der Ausbau von wetterabhängigen Stromerzeugungskapazitäten sorgte für ein Überangebot an elektrischer Energie am Markt.  Die Faktoren sind aber unterschiedlich zu gewichten.

In Deutschland lief der Strompreis bis zum Jahr 2011 im Einklang mit dem Ölpreis.  Ab 2012 entkoppelten sich die Preisentwicklungen.  Während der Ölpreis (in Euro je Fass) von 2009 bis 2013 stieg und im Jahresdurchschnitt ein Maximum von etwa 73 EUR/Fass erreichte, sank der Strompreis an der Börse seit 2011 von Jahr zu Jahr kontinuierlich ab.  Dafür wirkte sich der Preisverfall beim Öl ab dem Jahr 2014 kaum noch auf den deutschen Börsenstrompreis aus, wohl aber beispielsweise auf den türkischen Strompreis.

Bleibt das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu untersuchen.  Hier hat es in Deutschland wie in Gesamteuropa eine starke Entwicklung zu sog. "erneuerbaren" Energien gegeben, womit vor allem wetterabhängige Stromerzeugungskapazitäten gemeint sind.  Der größte Zubau fand seit 2011 dann auch bei Solar- und Windkraftwerken statt, vor allem in Deutschland, aber auch in ganz Europa.  Gleichzeitig stagnierte die Stromnachfrage seit 2008 (in Deutschland bereits seit Mitte der 1990er Jahre) und trotz des Zubaus konnten keine regelbaren Kraftwerke, also Kern-, Kohle- und Gaskraftwerke vom Netz genommen werden.  Das Problem mit den wetterabhängigen Stromerzeugern ist ja, dass sie zu etwa der Hälfte der Jahresstunden so gut wie keine Energie liefern.  Für diese Zeiten werden die regelbaren Kraftwerke alle benötigt.  In Deutschland hat sich so der Kraftwerkspark seit 2006 bis heute in etwa auf 200 Gigawatt verdoppelt, wovon etwa die Hälfte auf Wind-, Solar-, Wasser- und Biomassekraftwerke entfällt.  (Ein Gigawatt entspricht in etwa der Leistung eines Kernkraftwerks.) Wenn aber das Angebot einer Ware steigt bei konstanter Nachfrage, wird in einem Markt der Preis für diese Ware sinken.

So weit zu den Ursachen für den Preisrückgang, aber was sind die Folgen?  Zunächst einmal steigen paradoxerweise die Kosten für EEG-Strom.  Die EEG-Umlage, also das, was wir als Kunden für den "erneuerbar" erzeugten Strom bezahlen, berechnet sich ja anhand der Differenz der gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung und dem aktuellen Marktwert einer Megawattstunde.  Da aber die deutschen Wind- und Solarkraftwerke in der Regel alle gleichzeitig Strom liefern oder keinen liefern, fallen sonnige und windige Zeiten immer häufiger mit niedrigen Börsenstrompreisen zusammen, und die EEG-Umlage für Altanlagen steigt mit jedem neu gebauten Wind- und Solarpark.  Manchmal gibt es sogar "negative Preise" an der Börse, aber dies ist eigentlich ein schönfärberischer Begriff für "Entsorgungskosten für überschüssigen Strom".

Es gibt noch eine weitere unmittelbare Folge, die weniger klar ersichtlich ist.  Neu gebaute Kraftwerke benötigen für einen wirtschaftlichen Betrieb Stromverkaufspreise zwischen 50 und 80 Euro je Megawattstunde.  Dies geht aus einer aktuellen Studie von Bloomberg New Energy Finance hervor ("Levelised Cost of Energy"), deckt sich aber auch mit meinen eigenen Erfahrungen als ehemaliger Kraftwerksfinanzierer bei einem großen deutschen Finanzdienstleister.  Börsenstrompreise in der Gegend von 30 EUR/MWh führen daher zum einen dazu, dass existierende Kohle- und Gaskraftwerke "auf Verschleiß" gefahren werden. Auch wenn sie bereits weitgehend abgeschrieben sind, fehlen wegen der niedrigen Zahl von Einsatzstunden und der niedrigen Verkaufspreise für Strom die Deckungsbeiträge, um die Kraftwerke in ausreichendem Umfang warten und erhalten zu können.  Die Qualität der Kraftwerke verschlechtert sich daher über die Zeit.

Zum anderen werden heute kaum noch Investitionsentscheidungen zugunsten neuer regelbarer Kraftwerke getroffen.  Dies wäre auch wirtschaftlich nicht zu vertreten, da an den Börsen die Erwartung gleichbleibender Strompreise vorherrscht.  So zeigen die Marktteilnehmer an der Strombörse EEX, dass sie bis ins Jahr 2023 mit Preisen für Grundlaststrom von ca. 30 EUR/MWh rechnen.  Dies ist viel zu niedrig, um jedweden Kraftwerksneubau zu rechtfertigen.  Der bestehende Kraftwerkspark an regelbaren Kapazitäten wird also nicht mehr erneuert. Dies ist eine nicht nachhaltig aufrechtzuerhaltende Konstellation im Strommarkt, da die regelbaren Kraftwerkskapazitäten auch in Zukunft benötigt werden, um die Zeiten mit schwachem Wind und geringer solarer Einstrahlung zu überbrücken.  (Dass wir den Strom nicht in ausreichendem Maße speichern können, haben wir an dieser Stelle ja schon mehrfach vorgerechnet.)  Auch erlaubt es die Bundesnetzagentur als zuständige Regulierungsbehörde für den Strommarkt aus den genannten Gründen kaum, dass regelbare Kraftwerke vom Netz genommen werden.

Wenn sich die Qualität der regelbaren Kraftwerke mit der Zeit mehr und mehr verschlechtert, was ist dann aber die Folge?  Derzeit gibt es aus der Riege der großen Kraftwerksbetreiber wiederholt den Ruf nach Kapazitätsmärkten, also nach festen wiederkehrenden Zahlungen zum Erhalt der Wirtschaftlichkeit von regelbaren Kraftwerkskapazitäten.  Der Hauptkritikpunkt hierbei ist, dass bei weiterem Ausbau von Solar- und Windkapazitäten die Wirtschaftlichkeit regelbarer Kraftwerkskapazitäten so stark leidet, dass alle diese Kapazitäten durch feste Zahlungen unterstützt werden müssten.  Dies würde allerdings im klaren Gegensatz zur EU-Strommarktliberalisierung stehen, die seit 1996 in Europa eingeführt wurde.  Um die Situation zu bereinigen, müsste die EU also entweder die Strommarktliberalisierung rückgängig machen und die gesamte Stromwirtschaft wieder planwirtschaftlich organisieren.  Die andere Alternative, die Förderung von wetterabhängigen Stromproduktionskapazitäten aufzugeben, ist derzeit gleichfalls nicht in Sicht.

Die Unterfinanzierung im Stromsektor lässt sich meiner Meinung nach nur durch zwei Szenarien auflösen.  Im Szenario 1 scheiden nach und nach regelbare Kraftwerkskapazitäten aus dem Markt, bis eine Situation erreicht wird, in der die Strompreise an den Börsen in einzelnen Stunden exorbitant hohe Werte erreichen.  Diese Zeiten sind dann typischerweise "Dunkelflauten", also Stunden, in denen die Sonne nicht oder nicht stark scheint und gleichzeitig wenig bis kein Wind weht.  Im Szenario 1 könnte es nach und nach wirtschaftlich attraktiv werden, schnell regelbare Kraftwerkskapazitäten, beispielsweise spezielle Gaskraftwerke, zu entwickeln und zu konstruieren.  Der Markt würde sich in einem solchen Szenario in einem höheren Durchschnittspreis als heute einpendeln, allerdings mit starken Preisschwankungen.  In Zeiten von guter Solar- und Windstromproduktion wäre der Börsenpreis nahe Null, in Zeiten von Dunkelflauten sehr hoch.  Da etwa die Hälfte der Jahresstunden durch geringe Wind- und Solarstromproduktion, in der die Produktion niedriger als 10% der installierten Leistung ist, geprägt sind, könnte Szenario 1 die Überkapazitäten im Markt nach und nach bereinigen.  Allerdings dauert es etliche Jahre, bis die Investition für ein Kraftwerk gefallen und dieses bestellt, errichtet und ans Netz angeschlossen ist.  Dies könnte bedeuten, dass in einer Übergangszeit Strompreise in einzelnen Stunden immer wieder extrem hoch werden oder wir müssten uns wohl auch auf zeitweise Stromabschaltungen einstellen.

Szenario 2 berücksichtigt, dass das Ausscheiden von regelbaren Kraftwerkskapazitäten bei gleichzeitig weiter anhaltendem Ausbau von wetterabhängigen Kraftwerkskapazitäten zu verringerter Netzstabilität führt.  Dies würde früher oder später unweigerlich zur Folge haben, dass eine kleine technische Störung, die bislang von den Netzbetreibern aufgefangen werden konnte, das Potential hat, einen großflächigen und langanhaltenden Stromausfall auszulösen, beispielsweise in einer extremen Wetterlage.  Dazu sollte man berücksichtigen, dass die volkswirtschaftlichen Kosten eines flächendeckenden Stromausfalls exponentiell mit dessen Dauer ansteigen, da fast alle wirtschaftlichen Prozesse von einem funktionierenden Stromnetz abhängen.  Bei längerem Stromausfall könnten gar die Prozessketten zur Nahrungsmittelproduktion zusammenbrechen.  Wenn Kühlketten durch Stromausfall unterbrochen werden, muss die gelagerte Nahrung vernichtet werden.  Es kann aber noch schlimmer kommen: Werden Milchkühe nicht regelmäßig gefüttert und gemolken, was ja heutzutage durch elektrisch angetriebene Maschinen bewerkstelligt wird, verenden sie; der Aufbau einer neuen Kuhherde dauert Jahre und in der Zwischenzeit kann keine Milch produziert werden.

Welches der Szenarien eintreten wird und wann, ist schwer vorherzusehen.  In beiden Szenarien steigen die volkswirtschaftlichen Kosten mittelfristig an, in Szenario 1 allmählich, in Szenario 2 abrupt.  Ob der Weg der Verstaatlichung des Stromsektors oder derjenige der Einschränkung der wetterabhängigen Produktionskapazitäten eingegangen wird, um die Unterfinanzierung des Stromsektors aufzulösen, ist gleichfalls unklar.  Da es aber gerade die wetterabhängigen Stromerzeugungskapazitäten sind, die die Ursache von Netzinstabilitäten und steigenden Kosten für Endverbraucher sind, halte ich den Weg einer Reduzierung der Wind- und Solarkapazitäten für wahrscheinlicher.

Ein weiteres Argument spricht für Szenario 2.  Die Geschichte lehrt, dass viele gesellschaftliche Entwicklungen im Allgemeinen und energiepolitische Entwicklungen im Besonderen nicht kontinuierlich vonstatten gingen, sondern in größeren Sprüngen.  Ob das im Energiesektor dieses Jahr oder erst in zehn Jahren so weit ist, kann niemand vorhersehen.  Es hängt von dem einen Zufall ab, wegen dessen eine Störung trotz aller Anstrengungen der Netzbetreiber technisch nicht mehr beherrschbar ist.  Es könnten interessante Zeiten bevorstehen.

Dr. Björn Peters ist Gründer der  Unternehmens- und Politikberatung "peters – Continental Commodity Consulting"

Dr. Björn Peters ist Analyst und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema "Energiewende" unter wissenschaftlichen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten

03.01.2014: - Der IWR-Windertragsindex® für Regionen

Pressemeldung: iwr.de 10/2013

Der IWR-Windertragsindex für Leitregionen gibt für verschiedene Landschaftsräume an, wie die Erträge von Windenergieanlagen in einem bestimmten Jahr im Vergleich zu einem 5 bzw. 10-jährigen Mittel in einer Region, Landschaftsgebiet, etc. einzuordnen sind. Der IWR-Windertragsindex für Regionen wird aus den tatsächlichen Energieerträgen von Anlagen & Windparks berechnet, die an unterschiedlichen Standorten in der jeweiligen Region verteilt stehen.

Windertragsindex anschauen!

01.08.2013: - Aktuelle EEG-induzierte Wirkungen auf den Strommarkt – Wer ist der „Billigmacher“?

Pressemeldung: VIK Energie für die Industrie, 01.08.2013 von Thomas Mock

Ende 2013 werden ca. 70.000 MW EEGAnlagen bestehend aus ca. 35.000 MW PV-Anlagen und ca. 35.000 MW Windanlagen (überwiegend on-shore) installiert sein. Trotz dieser rasant wachsenden Installationskapazitäten bleibt die gesicherte Leistung nahe Null, allenfalls bei einem oder zwei Prozent.
Je mehr installierte PV- und/oder Wind-Anlagen installiert sind, desto mehr wird in Zeiten von Sonne und Wind der Preis an der EEX gedrückt, tendenziell gegen Null. Spätestens wenn Wind und Sonne parallel große Mengen erneuerbar erzeugten Stroms in die Netze drücken, liegt der Preis an der EEX bei Null € (oder darunter), denn die ins Netz strömenden Mengen können die nachgefragten Strommengen dann schnell übersteigen. Spätestensn 2015 soll ein vorläufiger PV-Deckel bei 52.000 MW installierter Leistung greifen, eine installierte Leistung, mit der regelmäßig Strommengen produziert werden können, die alleine bereits über dem Gesamtstrombedarf der Bundesrepublik Deutschland liegt. Ein solcher Zeitpunkt tritt noch sehr viel früher ein, wenn zeitgleich große Mengen Windstrom produziert und wegen fehlendem Speicher angeboten werden (müssen)..


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28.07.2013: - PROKON: Windkraftfirma verlangt blindes Vertrauen

Pressemeldung: DIE WELT, 28.07.2013 Von Lars-Marten Nagel und Marc Neller

Das Windkraft-Unternehmen Prokon will zwölf Milliarden Euro bei Anlegern einwerben. Doch statt eines angekündigten Konzernabschlusses veröffentlicht Prokon nur einen "Entwurf" ohne harte Zahlen.

Die Internetseite des Windkraftanbieters Prokon ist ein richtiger Gute-Laune-Macher. Gute Nachrichten, wohin man klickt. "Prokon gewinnt den 20.000sten Stromkunden", heißt es da. Oder: "Großauftrag für 100 Generatoren" und Baufortschritte der ersten eigenen Windkraftanlage P3000: "Hightech made in Itzehoe."
Oder das Sommerfest am Firmenstandort Itzehoe, gut eine halbe Autostunde von Hamburg entfernt: Die Liveband habe einige der 5000 Besucher zum Tänzchen animiert. Riesenschwenkgrill und Kuchenbuffet seien "leer gefuttert" worden. Fazit: "Schön war's"...


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10.07.2013: - Windkraftanlagen - Rendite mit Risiko
Pressemeldung: Deutschlandfunk, 10.07.2013 von Daniela Siebert

Anlegerbeirat der Windkrafterzeuger setzt sich mit Gewinnversprechen auseinander

In Deutschland gibt es gut 23.000 Windkraftanlagen. Vor allem die älteren Anlagen erfüllen nicht die Erwartungen, weder bei der Stromausbeute noch bei der Rendite, die sie abwerfen. Auch private Kleinanleger haben in die Kapitalgesellschaften oder Bürgerparks investiert - und sind häufig enttäuscht worden.
1995 investierte Christian Herz zum ersten Mal in eine deutsche Windkraftanlage auf dem Festland. Seither hat der promovierte Politologe ein immenses Fachwissen gesammelt und sogar sein Faible für Windkraft zum Beruf gemacht - als Windparkmanager. Was seine eigenen Anlegererfahrungen angeht, ist der Branchenkenner tief enttäuscht. Einzige Ausnahme: seine Erstinvestition...


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Februar 2013: - Praxiserfahrungen mit der Wirtschaftlichkeit von Bürgerwindparks in Deutschland

 

Infobroschüre vom Bundesverband WindEnergie e.V., Stand 02-2013

Inhalt
1. Windparks und ihre Anleger in Deutschland
2. Wirtschaftlichkeitvon Windparks -Theorie
3. Wirtschaftlichkeit von Windparks -Praxis
4. Empfehlungenfür neue Bürger-Windparks.

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28.11.2012: - Bürger müssen für Windkraft-Probleme Milliarden zahlen

Pressemeldung: DIE WELT, 28.11.2012


files/content/images/Fotosammlung/Steigende_Strompreise.jpgBerlin - Die Verbraucher müssen sich beim Strompreis auf Zusatz- kosten durch fehlende Netze für Windparks einstellen. Union und FDP wollen am Donnerstag im Bundestag beschließen, dass die Bürger höhere Lasten als bisher bekannt für Anschlussprobleme in der Nordsee tragen sollen. Die Entschädigungszahlungen der Netzbetreiber sollen auf 110 Millionen Euro jährlich gedeckelt werden - der Rest wird auf die Strompreise abgewälzt. Das geht aus einem überarbeiteten Gesetzentwurf vor, der der Deutschen-Presse-Agentur vorliegt.
Bisher war nur eine Begrenzung auf 100 Millionen Euro pro Schaden geplant - aber keine jährliche Deckelung. Für die Bürger werden durch die Offshore-Haftungsumlage allein jetzt schon Belastungen von rund einer Milliarde Euro erwartet...

Foto: © Superingo - fotolia.com

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25.07.2012: - Windkraft mit "zu viel Lobbyismus"
Pressemeldung: Financial Times, 25.07.2012 von Nikolai Fichtner

Johannes Lackmann war Deutschlands oberster Ökostromlobbyist - bis er aus Frust über die Geldgier der Branche hinwarf. Er beweist, dass es auch ohne Subventionen geht.

Da oben am Hang, das ist das erste Windrad Nordrhein-Westfalens. Und da rechts vom Feldweg: die weltweit erste Enercon-Anlage, die heute etwas altmodisch wirkt. Johannes Lackmann fährt mit seinem alten Passat über die Hochebene östlich von Paderborn. Und was er dabei auf wenigen Kilometern vorführt, ist nichts weniger als eine kleine Geschichte des deutschen Ökostroms. Hinten am Horizont, Richtung Lichtenau, steht Lackmanns größter Stolz: Europas größter Binnenlandwindpark, komplett in Bürgerhand und von ihm selbst konzipiert.

Johannes Lackmann könnte sich jetzt zurücklehnen und den Wald aus Windrädern, der in seiner Heimat gewachsen ist, als ungetrübte Erfolgsgeschichte feiern. Aber der 60-Jährige erzählt auch von den Nebenwirkungen dieser Geschichte...

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18.07.2012: - Windige Anlagen: Die fragwürdigen Praktiken hinter den Traumrenditen des Ökopioniers PROKON

Presseartikel: CAPITAL Augabe 21.06. bis 18.07.2012, Von Melanie Bergemann, Jens Brambusch, Christian Kirchner

Prokon: Acht Prozent Zinsen. Sachwerte. Windkraft.
Mit diesen drei Argumenten hat Ökopionier Carsten Rodbertus bei Anlegern mehr als 860 Mio. Euro eingesammelt. CAPITAL-Recherchen zeigen, dass die Zahlen vor allem glänzen, weil die Firmen im Prokon-Reich eifrig untereinander Geschäfte machen...


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08.07.2012: - Juwie kämpft um Subventionen

Als die Bundesregierung 2012 das EEG kürzen wollte, lief die Windindustrie Sturm

Schriftliche Stellungnahme zur Öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit des Deutschen Bundestages am 8. Juni 2011

Die große Mehrheit der Bevölkerung, der Fachleute und der Wirtschaftsunternehmen fordert zum Atomausstieg und aus Klimaschutzgründen einen raschen Umstieg auf saubere und sichere erneuerbare Energiequellen...

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04.06.2012: - Die größten Irrtümer über die Energiewende

Pressemeldung: FOCUS 04.06.2012 von Simon Che Berberich

Vor gut einem Jahr legte die Regierung eine spektakuläre Wende in der Energiepolitik hin. Heute zeigt sich: Das Projekt „Grünes Deutschland“ ist weit schwieriger als angenommen. Wer daneben lag.
Deutschland soll grüner werden, da sind sich alle einig. Bis 2020 soll der Treibhausgas-Ausstoß um 40 Prozent verringert werden, im Vergleich zum Jahr 1990. Dafür muss noch einiges passieren. Vor allem der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung muss steigen. Doch hier ist seit dem beschlossenen Atomausstieg im Frühjahr 2011 zu wenig passiert. Das liegt auch daran, dass sich Politiker bei Fragen der Energiewende immer wieder Illusionen hingegeben haben. FOCUS Online hat die populärsten Irrtümer zusammengetragen....


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20.06.2011: - Spitze von hessischer Windkraftanlage abgebrochen

Pressemeldung: dapd, AFP, t-online.de.de, 20.06.2011

In einem Windpark bei Kirtorf in Hessen sind an einer Anlage Spitze, Rotorblätter und Generator abgebrochen. Verletzt wurde niemand, der Schaden beträgt jedoch rund eine Million Euro.

Der Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 11.30 Uhr, teilte die Polizei mit. Der Hessische Rundfunk berichtete in seiner Internetausgabe, die Rotorblätter des Windrades seien bis zu 100 Meter weit durch die Luft geflogen. Das abgebrochene Teil des Turmes sei in die Tiefe gestürzt. Nach Angaben von "Osthessen News" drückte die Wucht des Aufpralls einen riesigen Krater in den Boden. Der Rest des Turmes habe noch eine Höhe von etwa 25 Metern...


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29.03.2011: - Der Vorzeigewindpark der Firma JUWIE in Moorbach bleibt hinter seinen Erwartungen zurück

Stiller & Stahl Vermögensverwaltung GbR: Bericht über das Geschäftsjahr 2010

Sehr geehrte Investoren,
nachstehend möchten wir Ihnen einen Überblick über den Geschäftsverlauf und die Entwicklung Ihrer Beteiligung an der juwi Windenergie GmbH & Co. S+S III KG geben.
Leider bleibt festzuhalten, daß nach einem schwachen Windjahr 2009 die Winderträge im Jahr 2010 noch deutlicher vom langjährigen Durchschnittswert abwichen.

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10.02.2011: - Windräder: Horrende Kosten für den Rückbau der Fundamente

Pressemeldung: KOPP online, 10.02.2011 von Edgar Gärtner

In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 22.000 Windräder. Sie stehen meist in Landschafts- oder gar Naturschutzgebieten. Ihr Fundament besteht aus Tausenden Tonnen Beton. Und der Boden wurde weiträumig um die Fundamente herum mit schweren Maschinen verdichtet und ökologisch zerstört. Irgendwann müssen die Anlagen wieder abgebaut werden. Auf den Kosten in Höhe von derzeit durchschnittlich 150.000 Euro werden dann wohl künftig häufig nicht die Betreiber, sondern die Grundeigentümer (meist Bauern) sitzen bleiben. Dummerweise ahnen die davon noch nichts und freuen sich über die »ökologischen« Windmühlen auf ihren Feldern, die viele der Bauern und Grundstückseigentümer noch teuer zu stehen kommen werden. Denn irgendwann muss irgendwer ja für den Rückbau zahlen...

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19.02.2010: - Warnung vor grünen Geldanlagen: Risikogeschäfte bei Windparks

Pressemeldung: taz.de, 19.02.2010

Windpark-Firmen werben Anleger mit hohen Renditen und null Risiko - doch die Wahrheit sieht oft anders aus. Ein Totalverlust ist nicht ausgeschlossen.

BERLIN taz | Rüdiger Gronau hat ein Versprechen: "Unser Produkt ist wie ein 'grünes Sparbuch', das Ihnen jährlich acht Prozent Zinsen bringt." Knapp 50 Zuhörer - darunter Rentner, ältere Ehepaare, Hausfrauen und Studenten - folgen in einem Dresdner Hotelsaal dem Vortrag des Vertriebsexperten der Firma Prokon. "Wer bei uns sein Geld anlegt, bekommt eine Mischung aus Sparbuch und Festgeldkonto", sagt Gronau, der mit seiner gebrochenen Nase und ergrautem Mittelscheitel an einen pensionierten Berufsboxer erinnert...


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20.06.2003: - Versicherer scheuen Risiken der Windkraft

Pressemeldung: Ingenieur.de, 20.06.2003

Wegen der Vielzahl von Schäden an Windkraftanlagen rücken die Grenzen der Versicherbarkeit in Sichtweite.

Seit einigen Jahren steigen die Schäden an Windkraftanlagen kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr summierten sie sich auf rund 40 Mio. $ in Deutschland. Bedingt durch langfristige Garantieverträge lasse sich das gesamte Schadenspotenzial zurzeit noch nicht exakt beziffern, da erst nach Garantieablauf die Kosten voll auf die Versicherer durchschlagen, so das übereinstimmende Fazit der Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft und der Securitas Bremen Allgemeine...


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Bild oben: © apfelweile, © Tiler84, © F.Schmidt, © zothen - Fotolia.com, Collage: © Grafikwerkstatt Thielen