GEM. BLANKENHEIM / DOLLENDORF / REETZ
„Im Herzen der Eifel liegt der malerische Burgort Blankenheim, der seit 1969 Zentralort einer Gemeinde mit 17 Ortschaften ist... ...wovon jeder Ort seinen ganz besonderen Reiz hat... ...erfahren sie was Blankenheim und seine Ortschaften alles zu bieten haben: Seien es Veranstaltungen, Naturerlebnis, Radfahren, Wandern oder Kultur – hier findet jeder etwas für seinen Geschmack!“ (Quelle: www.blankenheim.de)
Mit diesen Worten wirbt unsere Verbandsgemeinde auf ihrer Website. Wie passen diese Worte zu der nachstehenden Planung?

Ihre Stimme zählt!! Bitte Ihre Stellungname in Blankenheim abgeben

Machen Sie bitte von Ihrem demokratischen Recht Gebrauch. Geben Sie zur Planung von Windpark Blankenheimer Dorf und Windpark Rohr/Reetz ihre Stellungnahme ab. Wir haben anbei eine „Musterstellungnahme“ für Sie vorbereitet, um Ihnen das Verfassen einer rechtswirksamen Stellungnahme zu erleichtern.

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Bitte FLyer downloaden und Stellungname im Rathaus Blankenheim eintragen!

Dollendorfer Flyer

„Gott bewahre uns vor der Willkür der Industrie und ihren Seilschaften. Seit der massiven Umstrukturierung unserer Stromversorgung werden Lebensräume von Mensch, Tier und Natur auf dem „Altar“ der erneuerbaren Energien geopfert. Durch den Windenergieerlass der Bundesregierung geraten bundesweit ländliche  Gemeinden, wie auch unsere Gemeinde Blankenheim, zusehends unter Druck.
Konkrete Absichten bestehen darin, in Reetz die Flächen Binzenholz sowie Locherbusch, als auch in Dollendorf die Fläche Oberbusch im FNP als Windenergievorranggebiet auszuweisen. Die Kommunen sind mit diesen hochkomplexen Sachverhalten überfordert. Die Windkraftindustrie verfolgt ihre eigenen finanziellen Interessen. In der Regel gibt es bei solchen Projekten nur wenige Gewinner und viele Verlierer.
Bundesweit werden starke Bedenken von Naturverbänden, Medizinern, Ökonomen und Bürgern zu dieser Entwicklung geäußert. Diese Stimmen müssen gehört werden. Informieren Sie sich. Werden Sie Teil unserer Bewegung.
 
files/content/VG Blankenheim/Panorama_reetz.jpgDiese Fotomontage zeigt ungefähren Positionen der geplanten Windkrafträder bei Reetz
„BIODIVERSITÄT oder auch Artenvielfalt


Nach einem Zeitungsartikel des Kölner Stadt-Anzeiger vom Mittwoch, 21. Januar 2015 möchte die Landesregierung Nordrhein-Westfalen (NRW) möglichst viel „wildes NRW“ bewahren. Hierfür soll eine Biodiversitätsstrategie helfen. Das Kabinett in NRW hat hierzu einen Fahrplan und Maßnahmen beschlossen. Laut dem Umweltminister NRW, Johannes Remmel seien zusätzliche Gelder in den Landeshaushalt eingestellt worden damit hiermit Eingriffe in die Natur möglichst rückgängig gemacht werden.

Wir von Sturm im Wald e.V. Gruppe Dollendorf fragen uns, warum lässt es der Umweltminister zu, dass insbesondere Wälder durch den Bau von Windkraftanlagen zerstört werden?
Wir brauchen keine Gelder um Eingriffe rückgängig zu machen. Unsere Natur ist intakt! WIR BRAUCHEN SCHUTZ!

Die Kreise Euskirchen und Steinfurt weisen in NRW die höchste Biodiversität (Artenvielfalt) auf. Diese Regionen sind besonders zu schützen!


NATURERLEBNIS OBERES AHRTAL/GEMEINDE BLANKENHEIM

Mit den Slogan: „Wo die Ahr entspringt“ - „Wo Wälder rauschen“ - „Wo Bäche leben“ - "Wo Hänge blühen“...
wirbt  der Kreis Euskirchen , u.a. auch in 2014 auf der Landesgartenschau NRW in Zülpich für eine naturnahe Mittelgebirgslandschaft in der Gemeinde Blankenheim, die in Deutschland selten geworden ist. (Die Aussagen der Kreisverwaltung Euskirchen zu diesem bundesweit bedeutsamen Gebiet sind hier zu sehen und zu lesen)
 
TROTZDEM sollen in dieser naturnahen Mittelgebirgslandschaft Blankenheim Windräder errichtet werden:

Die Gemeinde Blankenheim sieht in ihrem Entwurf des Flächennutzungsplanes (Teilbereich Windkraft) für das gesamte Gemeindegebiet insgesamt 443 ha in 7 Teilflächen vor. Hiervon sind allein 370 ha an Waldflächen vorgesehen. Die Potenzialflächen für Windkraft verteilen sich auf folgende Gemeindeteile:


Dollendorf  94,3 ha

Ripsdorfer Wald  49,1 ha

Binzenholz (Reetz)  24,8 ha

Südöstlich von Rohr  97,9 ha
Reetz  41,9 ha

Mülheim  24,8 ha

Mürel (Waldgebiet)  110,1 ha


 
Von diesen v.g. Flächen sind die Bereiche Dollendorf, Ripsdorfer Wald, Mülheim, Mürel (Waldgebiet) zurzeit ungeeignet, da insbesondere artenschutzrechtliche Gründe (z.B. Rotmilane, Schwarzstorche) der Planung entgegenstehen. Sollte sich die Situation im Wald ändern und diese geschützte Vogelarten fehlen, so wird dann der Bau der Windräder ermöglicht.

Der Flächennutzungsplan wird derzeit mit der Landesplanung abgestimmt. Es dürfte wohl in nächster Zeit eine Offenlage des Planentwurfs (Förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung§ 3 (1) Baugesetzbuch) geben, in dem jedermann Stellungnahmen zum vorgesehenen Flächennutzungsplan (Teilbereich Windkraft) schriftlich oder zur Niederschrift bei der Gemeindeverwaltung Blankenheim erklären kann. Von diesem Beteiligungsrecht sollte dann auch JEDER Gebrauch machen und seine Gründe gegen den Bau von Windkraft im Wald mitteilen! 
Wir von Sturm im Wald e.V. helfen Ihnen hierbei.


Das naturschutzfachliche Gutachten der VG-Hillesheim (BGH-Plan) 2014 hat bestätigt, daß es sich bei unserer Region um ein besonders schützenswertes Kerngebiet für den Rotmilan handelt. Vor diesem Hintergrund hat der VG-Rat beschlossen in der Fortschreibung des FNP (Flächennutzungsplan) im Teilbereich Windkraft keine weiteren Flächen auszuweisen.
Da die Wälder der Ortsgemeinden Wiesbaum, Flesten und Leudersdorf unmittelbar an die Gemeindeteile von Blankenheim angrenzen, dürfte das Ergebnis in Blankenheim wohl kaum anders sein!

Kontakt Gruppe Reetz: sturmimwald.reetz@gmx.de