RLP/NRW STURM IM WALD e.V. Region Eifel
Wir vertreten die Interessen von über 15.000 Bürgern der Verbandsgemeinden Hillesheim, Kelberg, Adenau, den Gemeinden Blankenheim, Reetz, Dollendorf
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09.03.2016: Hickhack um Windkraft geht weiter ...lesen
09.03.2016: Ranzenkopf: Fledermäuse verhindern Rodungsarbeiten ...lesen
02.03.2016: Windpark Ranzenkopf: Verwaltungsgericht stoppt von Kreisverwaltung genehmigte Rodungen ...lesen
01.03.2016: Bernkastel-Kues/Morbach: Streit um Rodungen für Windräder ...lesen
Kelberger Windwahnsinn Aktuell: Die Offenlage
Pressemitteilung der Bürgeriniative „Sturm-im-Wald e.V.“ zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans/ Teilbereich Windkraft der Verbandsgemeinde Kelberg
Problembeschreibung:
Die Vulkaneifel und die Uckermark wurden bundesweit vom BFN und BMU als einzige Regionen mit einer besonders hohen Biodiversität im Zusammenhang mit sanftem Tourismus ausgezeichnet.
Die Kalk- und Vulkaneifel ist außerdem von den Bundesministerien als einer von 30 Hotspots der Artenvielfalt ausgezeichnet worden. Die Vulkaneifel ist eine ökologisch intakte Naturlandschaft von bundesweiter Bedeutung für Artenschutz, Biodiversität, Klima, Trinkwasser und Erholung. Es gibt in Europa zwei quartäre Vulkanfelder. Beide liegen in RLP. Das eine in der Osteifel ist bereits durch Industrie überbaut. So ist die Vulkaneifel die einzige noch unverbaute quartäre Vulkanlandschaft in Europa.
Die Eifel ist das Naherholungsgebiet für den größten deutschen Ballungsraum. Der sanfte Naturtourismus ist mit einem Jahresumsatz von 1,2 Mrd. Euro der bedeutsamste Wirtschaftssektor dieser Region. Vor dem Hintergrund des massiven Ausbaus der Windenergie in Deutschland, ist es um so bedeutsamer, dass intakte Natur- und Erholungsräume großräumig als gesamte Region ausgeschlossen werden.

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Kritikpunkte und Auftrag an die Politik:
Besonders die waldreichen Bundesländer stehen in der Pflicht ihr reiches Naturerbe zu schützen und zu bewahren. Anstatt den ländlichen Raum mit Industrieanlagen zu überbauen, ist der Produktionsfaktor Landschaft und Natur zu fördern und zu erhalten.
Eine intakte Natur mit hoher Biodiversität ist ein Wirtschaftsfaktor, der sich auf lange Sicht auszahlt. Die Belange des Naturschutzes stehen an erster Stelle. Die Grüne Landesregierung in RLP opfert derzeit den Naturschutz für eine fragwürdige Umsetzung der Energiewende.  

  • Um den Belangen des Naturschutzes Rechnung zu tragen, fordern wir unabhängige Gutachten (UVPs) über einen Zeitraum von 3-5 Jahren. Nur so kann die natürliche Schwankung der Populationsdichte in die Untersuchung einfließen.
  • Um den regulierten Ausbau von WEA zu steuern, fordern wir eine Gesamtplanung der Energiewende auf Bundes- bzw. Landesebene.
  • Wir fordern eine Novellierung der TA-Lärm, die auch die tieffrequenten sogenannten Infraschallspektren mit berücksichtigt.
  • Wir fordern einen Mindestabstand zu Wohnbebauung nach den Empfehlungen der WHO von 3000 Metern.
  • Wir fordern transparente, koordinierte Verfahren mit Bürgerbeteiligung.
  • Wir fordern landschaftliche bedeutsame Erholungsräume von WKA freizuhalten.

Seit über zwei Jahren betreiben wir eigene naturschutzfachliche Untersuchungen deren Ergebnisse die Auszeichnungen des BFN und BMU bestätigen. Die Region ist ein bundesweit bedeutsames Kerngebiet für den Rotmilan, den Schwarzstorch, Uhu und weitere streng geschützte Vogel- und Fledermausarten, sowie für  die europäische Wildkatze und den Luchs.
Wir fordern ein weiträumiges Schutzgebiet für den Rotmilan in der gesamten Kalk- und Vulkaneifel. Dieser bedeutsame Natur-, Landschafts- und  Erholungsraum ist von WKA freizuhalten.

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